Die Maler, die heute als die typischen Vertreter des
Impressionismus gelten, waren verbunden durch die Liebe
zum sonnendurchfluteten Licht Südfrankreichs, die Arbeit
im Freien und das Streben nach Natürlichkeit.
Cèzanne war einer der
ersten, der sich dieser Herausforderung stellte. Als
er sich während des dt.-franz. Krieges nach L'Estaque
zurückgezogen hatte, schrieb er an seinen Freund Camille
Pissarro: "Die Sonne ist hier so fürchterlich, dass
mir scheint, als ob alle Gegenstände sich als Silhouetten
abhöben." Diese Worte erklären auch, warum Cézanne im
Gegensatz zu anderen impressionistischen Malern nicht
in der Art der typischen feinen Pinselstriche malte,
sondern geometrische, glatte Flächen mit Spachtel aufgetragen
vorzog.
In der Wahl ihrer Motive und in der Ausführung entwickelten
die Maler des Impressionismus jeweils sehr individuelle
Stile.
Camille Pissarro widmete sich in erster Linie der Landschaftsmalerei
und er war ein Meister darin, das Licht, die Sonne,
die ganz eigentümliche Atmosphäre wiederzugeben.
Auguste Renoir malte gerne nackte Frauen, stellte aber
auch Szenen eines Familienlebens dar, wie z.B. in dem
Gemälde "Madame Charpentier und ihre Kinder". 1882 kam
Auguste Renoir ebenfalls nach L'Estaque und war von
dem hellen Licht dieser Landschaft hingerissen. Unter
Anregung Cézannes malte Renoir Naturschilderungen in
seinem unverwechselbaren Stil der säuberlichen Schraffur.
Es entstanden äußerst stimmungsvolle Landschaftsbilder.
1888 legte Claude Monet all seine künstlerische Leidenschaft
in das Malen der Festung Antibes. Die Sonne, die diesen
Ort in goldenes Licht tauchte, wurde zu einer großen
Herausforderung.
Monet meinte, man müsste mit Gold und
Edelsteinen malen. Die Bilder wurden in Paris vom Publikum
und Künstlerkollegen begeistert aufgenommen.