Von seinen großen bildhauerischen Leistungen sollten genannt werden: "Pietà" (San
Pietro, Vatikan), "David" (Galleria dell Accademia, Florenz), "Sterbender Sklave" (Musée
du Louvre, Paris)
"Kreuzigung Petri", 1542/50, Fresko, Cappella Paolina, Vatikan, Rom
"Bekehrung Pauli" 1542/50, Fresko, Cappella Paolina, Vatikan, Rom
"Das Jüngste Gericht", 1542/50, Fresko, Sixtinische Kapelle, Vatikan,
Rom Obwohl dem Vorbild der Antike entnommen, wird die Nacktheit der Figuren
so sehr kritisiert, dass Papst Paul VI. schließlich den Auftrag erteilt,
die Fresken entsprechend zu retuschieren. Letztlich wurden die Bilder teilweise
bis zu viermal übermalt und sind auch heute noch in diesem Zustand zu
sehen.
"Die Erschaffung Adams", um 1510, Fresko, Sixtinische Kapelle, Vatikan, Rom
Gottvater ist spiegelbildlich zu Adam gemalt; Michelangelo überträgt
so das Bibelwort "So schuf Gott den Menschen nach seinem eigenen Bild...." wörtlich
in seine Darstellung. Adam erscheint in seiner klassischen Schönheit als
das vollkommene und harmonische Abbild des menschlichen Körpers. Während
Adam auf der Erde gebettet liegt, scheint Gottvater von einer Wolke umgeben.
Die angedeutete Berührung der Hände macht eine Spannung spürbar,
gleichsam einem elektrischen Feld.
"Die Hl. Familie" (Doni-Tondo), 1504/05, Öltempera auf Holz, Galleria
degli Uffizi Auch in diesem Bildnis wird das Bemühen um Plastizität
deutlich. Die geometrische Form des Dreiecks wird durch die Pyramide ersetzt.
Die Figuren sind durch Bewegungen kompliziert miteinander verschlungen. Das
Hochheben des Kindes darf als Vorwegnahme seiner Himmelfahrt interpretiert
werden.
Da das Bild vermutlich anlässlich der Hochzeit von Agnolo Doni und Maddalena
Strozzi gemalt wurde, wird es in der Literatur häufig auch als "Doni-Tondo" bezeichnet.
"Delphische Sibylle", 1506/09, Fresko, Capella Sistina, Vatikan, Rom Wieder
ein Beispiel für die Übertragung der Skulptur in die Malerei. Die
Figur dreht sich um die eigene Achse nach rechts und weist mit dem Arm nach
links. Es entsteht dadurch ein sehr plastisches Bild, was durch die betonte
Farbgebung noch verstärkt wird.