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Fri, 12. March 2010                                

 



Raffael Sanzio 1483 - 1520

Raffael verbringt die erste Lehrzeit bei seinem Vater Giovanni Santi; er erwirbt in dieser Zeit aber in erster Linie handwerkliche Grundlagen. Erst in der Werkstatt bei Perugino lernt Raffel die feinen Techniken als Grundlage für sein weiteres Schaffen kennen: die Darstellung der Landschaft, die Aufteilung der Fläche.

1504 kommt Raffael nach Florenz und nimmt begierig all die neuen Eindrücke auf und vollzieht in kurzer Zeit eine Entwicklung zu künstlerischer Blüte. Von Papst Julius II. erhält er schließlich den Auftrag für die Ausmalung der Privatgemächer des Vatikans, der sogenannten Stanzen. Von einer Räumlichkeit zur nächsten sind Raffaels Entwicklungsschritte zu beobachten. "In der "Stanza della Segnatura" gewinnen Raffaels Kompositionen an Weiträumigkeit, seine Figuren an statuarischer Würde bei gesteigerter Freiheit der Bewegung. Schon in der unmittelbar anschließenden Ausmalung der "Stanza d'Eliodoro" stößt Raffael zu neuen Ufern vor. Die Dramatik der Erzählung wird gesteigert, der Raum auf Kosten der Fläche wird betont, die farbige Modulation der Zeichnung übergeordnet."

Das Bewundernswerte an Raffaels Kunst liegt in seinem Entwicklungsbogen, der sich der Überwindung des 15. Jahrhunderts zur Blüte der Hochrenaissance führt und schließlich in den Manierismus überleitet.

"Die Vermählung der Maria", 1504, Öltempera auf Holz, Pinacoteca di Brera, Mailand

In diesem Werk ist die Schule Peruginos noch deutlich spürbar.

"Die Madonna von Foligno", 1512, Öl auf Holz, auf Leinwand übertragen, Musei Vaticani, Rom

Dieses Werk ist ein Beispiel für die grandiose Raumaufteilung Raffaels. Der himmlische Halbkreis der oberen Hälfte des Bildes wird von den irdischen Figuren zum Kreis ergänzt und gleichzeitig eröffnet die Anordnung der Figuren ein perspektivisches Bild. Die geometrische Form des Kreises wiederholt sich in der Gloriole um Maria und im Regenbogen über der Landschaft.

"Die Madonna im Grünen", 1505/06, Öltempera auf Holz, Kunsthistorisches Museum, Wien

Das Motiv der Madonna mit Christus und Johannes hat Raffel in seiner Zeit in Florenz immer wieder gemalt. Es war ein Experimentieren mit der Anordnung der Figuren im Raum und der Komposition von Bewegung.
Obwohl die Jünglinge hier von der Mitte nach links verschoben sind, ist die Komposition so angelegt, dass sie sich noch im Rahmen eines gleichschenkeligen Dreiecks befinden.

"Verklärung Christi" (Transfiguration), 1517/20, Öl auf Leinwand, Musei Vaticani, Rom

Eltern bringen ihr epileptisches Kind zu den Jüngern. Sie können jedoch nicht helfen. Das Bild, das gleichsam in zwei Hälften geteilt ist - eine irdische und eine himmlische - verweist auf Jesus, der einzig Göttliche, der helfen kann.
Während der irdische Teil mit skulpturenhaften Körpern und starker Farbgebung auf das Hier und Jetzt verweisen, ist die Farbgebung im himmlischen Teil des Bildes viel mehr von hellen Farben bestimmt, die Konturen der Figuren sind weniger stark betont.
Die Verbindung der beiden Hälften gelingt Raffael, indem er die stark gestikulierenden Menschen nach oben weisen lässt und durch die schräg ansteigende Felswand.
Es handelt sich hier um Raffaels letztes Werk. Wobei sich die Verklärung nicht nur auf Christus bezieht, sondern auch auf die Person Raffaels selbst. Schon zu seinen Lebzeiten war das Schaffen Raffaels von einem göttlichen Nimbus umhüllt.

"Die Schule von Athen", 1511/12, Fresko, Musei Vaticani, Rom

Dieses Fresko ist kein historisches Abbild eines Treffens, das genauso stattgefunden hätte. Die Architektur entspricht Bramantes Vorbild und sie ist der Darstellung der Personen gleichwertig. In der Mitte des Raumes sind Aristoteles und Platon, weiters sind Diogenes und Zoroaster (mit dem Himmelsglobus) und Raffael selbst zu erkennen. In grünem Gewand lässt sich Sokrates erkennen und bei der sitzenden, schreibenden Gestalt handelt es sich um Pythagoras

"Sixtinische Madonna", 1513, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie, Dresden

Die Madonna entspricht dem vollkommenen Schönheitsideal Raffaels. Die Figuren sind einerseits in Pyramidenform angeordnet, andererseits hat Raffael kommunikative Bewegungen dem geometrischen Aufbau entgegengesetzt. Der Hl. Sixtus schafft mit ausgestreckter Hand und Blick zur Madonna die Verbindung zwischen Betrachter und Madonna. Die Hl. Barbara senkt bescheiden den Blick.

"Madonna mit Kind und Hl. Johannes", 1507, Louvre, Paris

Malte Raffael ursprünglich zarte Kindergestalten, so ist hier bereits der Einfluss Michelangelos sichtbar. Die Knaben werden in wonniger Körperlichkeit gezeigt. Auch Christus wird hier in seiner Menschwerdung wörtlich genommen.
Die Bildkomposition ist pyramidisch angelegt. Die Madonna beherrscht den Aufbau des Altarbildes. Die obere Rundung wirkt wie ein großer Heiligenschein.
Im Vordergrund sind detailierte Pflanzenabbildungen zu sehen, die Landschaft im Hintergrund verliert sich zunehmend im Dunst.

"Die Heilige Familie mit dem Lamm", 1504, Privatbesitz, Lichtenstein

"Grabtragung", 1507, Öl auf Holz, Galleria Borghese, Rom

"Schöne Gärtnerin", 1507

Dieses Werk gilt als Idealbild der Florentiner Madonnen.

 

 

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    Moerbisch am Neusiedlersee, Oel auf Leinen von Wolfgang Huhs. Geboren 1971 in Graz und hier als freischaf fender K?nstler t?tig entdeckte ich schon relativ fr?h in der Schule die Liebe zur Malerei . Dort fertigte ich schon die eine oder andere Zeichnung f?r meine Mitsch?ler an und meine Zeichenlehrer legten mir nahe einen graphischen Beruf zu w?hlen, was aber dann doch anders kam. Dennoch ist mir die Freude an der Malerei immer geblieben. Im Laufe der Zeit studierte ich intensiv die Werke und Techniken gro?er Meister der Vergangenheit und der Gegenwart, hier im Besonderen des US Amerikaners Richard Schmid. Der Wunsch die verschiedenen Eindr?cke der Natur, seien es jetzt Landschaften, Menschen oder Tiere in einem Bild festzuhalten trieb mich schon immer an die verschiedensten Maltechniken und Malmittel auszuprobieren und zu studieren. Die Sch?pfung Gottes in ihren Farben und Formen ist einfach perfekt und kann demnach f?r mich immer nur ein Versuch sein sie in ein Bild zu fassen. Es ist aber die Freude an diesem Versuch, die mich motiviert t?glich zu malen.

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Zu diesem Thema "Raffael Sanzio" haben wir folgende Bücher verwendet: Malerei der Renaissance (Broschiert) von Manfred Wundram; Verlag: Taschen Verlag (Oktober 2001); ISBN: 3822881945 DuMont Schnellkurs Renaissance (Broschiert) von Boris von Brauchitsch Verlag: Dumont Literatur und Kunst Verlag (April 1999); ISBN: 3832147101 Autor: Andreas Färber