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Thu, 02. September 2010                                

 



Alte Meister, Renaissance- Geschichte

Die gilt als Zeitalter des Humanismus, geprägt von Frieden und dem Streben nach Menschlichkeit.

Auch wenn man annehmen kann, dass im Alltag der "Alte Meister, Renaissance" Wirklichkeit und Ideale sehr wohl nicht immer übereinstimmten, so galt und gilt die Zeit nach dem als barbarisch empfundenen Mittelalter als kulturelle Blütezeit.

Zunehmend vollzog sich die Trennung von Kirche und Wissenschaft. Man wollte Erkenntnisse und Wissenschaft unabhängig von kirchlichen Dogmen. Galilei, Kepler und Kopernikus ließen sich in ihrem Forschen nicht mehr unterdrücken.
Diese Unvereinbarkeit von wissenschaftlicher und künstlerischer Freiheit mit christlichen Dogmen spiegelte sich nicht zuletzt in der Inquisition wieder.
Zur Zeit der frühen Renaissance am Beginn des 15.Jh. ist Italien ein Land von mehreren Kleinstaaten. Besonders einflussreich sind: das Herzogtum Mailand, die Republik Florenz, der Kirchenstaat, die Republik Venedig, das Königreich Neapel.
So sehr das Land in der aufblühenden Zeit der Renaissance als friedliches Land gilt, so sollte trotzdem erwähnt werden, dass es vor allem in den großen Städten soziale Spannungen gab; ein große Zahl von armen Lohnarbeitern stand einem reichen Großbürgertum und dem Adel gegenüber.

Doch nichts hindert die aufkeimende Kunst daran, sich bis zur Hochblüte am Beginn des 16. Jh. zu steigern.
Das Jahr 1527, in dem Karl V. in Italien einmarschiert und Rom plündert, gilt als Ende der Hochrenaissance. Die Zeit der Spätrenaissance (Manierismus) erstreckt sich in etwa von 1520 bis zum Ende des 16.Jh. und geht dann in den Barock über.

Den Beginn der Renaissance festzulegen ist schwierig und hängt oft vom subjektiven Standpunkt des Historikers ab.
Letztlich ist die Renaissance eine Antwort auf die geistigen Entwicklungen, Entdeckungen und politischen Gegebenheiten des 14. und 15.Jh.

"Zwei äußere Umstände waren für die Entwicklung einer Kultur der Renaissance in Italien günstig. Zum einen der rege Handel mit den bedeutenden Kulturen der Griechen, Moslems und Juden. Aus ihm entstand auch das hochentwickelte italienische Finanzwesen (das in Begriffen wie Lombard-Satz bis heute nachwirkt), sowie die ausgeprägte Weltläufigkeit der Menschen in den italienischen Metropolen - es gab zu Beginn des 14. Jh. immerhin bereits 23 Städte mit mehr als 20000 Einwohnern. Zum anderen die fehlende militärische Bedrohung durch außeritalienische Mächte." (S. 13)


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