Uccello steht
am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn noch unter
dem Einfluss der Spätgotik. Doch trotzallem entwickelt
er sich zum bedeutendsten Maler der Frührenaissance.
Seine Auseinandersetzung mit den Werken Masaccios und Donatellos
führt zu einer perfekten Ausführung der Perspektive.
Das Thema der Perspektive hat ihn gefangen genommen und immer
wieder setzt er sich intensiv mit der Raumdarstellung - der
Darstellung der dritten Dimension auf zweidimensionaler Fläche
- auseinander.
"Reiterbildnis des Giovanni Acuto",
Fresko, 1436 Florenz, Duomo
Dieses Bildnis bringt erstmals die große künstlerische
Leistung Uccellos zutage. Die perspektivische Darstellung
des Sockels lässt das Reiterbildnis tatsächlich
als Standbild wahrnehmen. Der gemalte Sockel erlaubt
eine Unteransicht und führt letztlich sogar zum
perspektivischen Bruch innerhalb des Bildnisses, denn
Pferd und Reiter werden nicht in der Perspektive gemalt,
sondern wieder im Profil. Dies nimmt Uccello jedoch
in Kauf, wirkt das nach der Kunst der Skulptur gemalte
Pferd mit Reiter vor dem dunklen Hintergrund doch wieder
sehr plastisch.
"Der heilige Georg und der Drache",Fresko,
auf Leinwand übertragen,1456
London, National Gallery
Dieses Bild ist typisch für die spätere Entwicklungsstufe
Uccellos. Von den monumentalen Darstellungen hin zu
"erzählerischen" Bildformen. Das dargestellte
Geschehen wirkt trotz des fruchterregenden Anlasses
beinahe verharmlosend dargestellt.
"Die Schlacht von San Romano"Tempera
auf Holz, linke Tafel, 1456
London, National Gallery
"Die Schlacht von San Romano", Tempera
auf Holz, mittlere Tafel, 1456
Florenz, Galleria degli Uffizi
"Die Schlacht von San Romano" , Tempera
auf Holz, rechte Tafel, 1456
Paris, Musée National du Luvre