108. Auktion
108. Auktion bei Historia Auktionshaus
Nach der erfolgreichen Februar-Auktion kann die kommende Auktion mit einigen Highlights aufwarten.
Bei den Bronzen wird ein 67 cm hoher „Fahnenträger“ für 2.500 € angeboten. Die Figur ist (wohl) ein Entwurf von Josef Thorak aus der Zeit um 1937 und ist als ein Teil der skulpturalen Ausstattung des Märzfeldes in Nürnberg anzusehen. Sie bildet das Pendant zum Schwertträger und ist die verkleinerte Version des überlebensgroßen Originals. Möglicherweise handelt es sich um einen Werkstattabguss des Bozettos. Der Bildhauer und Medailleur Josef Thorak (1889-1952) gilt neben Breker und Klimsch als wichtigster Bildhauer der NS-Zeit und wurde 1944 von Hitler in die Gottbegnadeten-Liste aufgenommen.
Den Gegensatz zum kraftvoll-heroischen Fahnenträger bildet die in Bronze gegossene Stillende Mutter. Liebevoll hält sie ihr Kind in den Händen und wird dabei flankiert von mehreren Putten. Die 52 cm hohe Figur, dat. 1915, trägt die Bezeichnung DU REINSTE MUTTER und das Monogramm A.H. Sie kommt mit 2.500 € zum Aufruf.
Der italienische Maler und Grafiker Paolo Toschi (1788-1854), aquarellierte und gouachierte Amor mit zwei Putten beim Spannen seines Bogens in einer felsigen Landschaft. Das hinter Glas gerahmte Werk kommt mit 1.400 € zum Aufruf.
Das mit einem Lichtmaß von 6,5 x 24,5 cm eher kleinformatige Ölgemälde des berliner Malers und Orientalisten Eduard Hildebrandt (1817/18-1869) zeigt eine Zeltstadt einer Reiternomaden-Sippe. Diese liegt in einer weiten Landschaft, im Hintergrund Palmen und eine Gebirgskette. Das Limit liegt bei 2.800 €.
Eine eindrückliche Momentaufnahme aus dem Leben eines alten, blinden Mannes zeigt das Gemälde eines unidentifizierten, wohl russischen Malers aus der Zeit um 1930. Der Dargestellte bietet selbst geschnitzte Löffel auf der Strasse an, von Armut und Not gezeichnet. (Limit 750 €)
In der Porzellanabteilung findet sich besonders viel Figürliches. Ein Beispiel ist ein sehr seltener und 44 cm großer Bussard, Nymphenburg, nach einem Entwurf Theodor Kärners gefertigt und datiert auf das Jahr 1914. (Limit 3.000 €)
Ein Biedermeier-Gemäldeteller, Wien, aus der Zeit zwischen 1810-1819, aufwendig dekoriert mit Fabelwesen und Maskaronen, zeigt im Spiegel die Jagdgöttin Diana auf einem von zwei jungen Frauen gezogenen Streitwagen. Das Gemälde 'Diana als Mondgöttin im Streitwagen' von Raffael diente hierfür als Vorlage.(Limit 3.500 €)
Aber auch dekoratives Geschirr findet sich im Angebot. Ein 6-tlg. Empire-Tête-á-tête, Fürstenberg, welches um 1800-28 gefertigt wurde, zeigt in polychromer Malerei eine reiche Landschafts- und Figurenstaffage. (Limit 800 €)
Die Schmuckabteilung zeichnet sich besonders durch Vielfältigkeit und qualitätvolle Stücke aus. Erwähnt sei hier ein Anhänger aus einer sehr fein geschnitzten Koralle, orangefarbenen Saphiren, Smaragden und Brillanten in Weißgold gefasst. Diese sehr hochwertige und feine Goldschmiedearbeit kommt mit 4.800 € zum Aufruf.
Im Angebot steht neben Tafelsilber auch eine Auswahl an figürlichem Silber. Ein großer Münzhumpen, Deutsch, um 1920, welcher am Deckel und Korpus reich mit Münzen besetzt ist (u. a. Kaiser Wilhelm II, König Friedrich Wilhelm II und König Otto von Bayern) wurde mit 4.000 € Limit taxiert.
Eine barocke Mokkakanne, aus der Silberschmiede Adam Heinrich Zürns , geb. 1706. Dieser war seit 1755 Hoflieferant in Rudolstadt. Der Korpus in Birnenform ist auf der Wandung mit Reliefdekor, Voluten und Fächer dekoriert. (2.600 €)
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