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Von Altmeistern bis in die Gegenwart

Unter den Bronzeplastiken der Klassischen Moderne ragen Werke von Arno Breker, Gerhard Marcks und Renée Sintenis heraus, die in den 1930er Jahren in künstlerischer Hinsicht zu Antipoden wurden. Breker wandte sich ab 1933 dem Neoklassizismus zu und modellierte 1940 seine monumentale, 320 cm hohe Bronzestatue "Schreitende", die Ende der 1960er Jahre in einer Auflage von nur vier Exemplaren in Bronze gegossen wurde (165.000 €). Eine wesentliche sensiblere bildhauerische Position und ein anderes Menschenbild fern von jeglichem Pathos spiegeln hingegen die Arbeiten von Gerhard Marcks wider, der nach seiner Zeit als Meister am Bauhaus (1919–1925) bis 1933 an der fortschrittlichen Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale wirkte. Aus der Zeit seiner Verfemung als "entarteter Künstler stammt seine "Sinnende" aus dem Jahr 1943, die moderat mit 6.500 € taxiert ist (Lot 575). Renée Sintenis wurde zwar vor allem als Tierbildhauerin bekannt, widmete sich aber zugleich Bildnissen und der menschlichen Figur – zu einer Werkgruppe expressiver Knaben- und Hirtenfiguren gehört die Statuette "Junge mit Panflöte" von 1950 (8.500 €). Unbeschwerte Fröhlichkeit versprühen die Plastiken Niki de Saint-Phalles, ab 1965 mit ihren teilw. riesigen, farbenfroh gestalteten, sinnlich-erotischen, voluminösen, weiblichen "Nana"-Figuren international Furore machte und 1973 ihre poppige "Nana de Berlin" gestaltete (15.000 €).

Großer Nachfrage erfreuen sich derzeit Porzellane mit Pâte-sur-pate-und Weichmalerei aus Meissen und der KPM-Berlin. Letztere war eine besondere Spezialität der Berliner Manufaktur um 1890–1900, die sie als technisch und künstlerische Höchstleistungen ausführte. Prunkstück unter der angebotenen Kollektion ist eine Berliner Deckelvase mit kombinierter Pâte-sur-pâte- und Weichmalerei, die mit einem geflügelten Putto mit Lyra bzw. einem farbenprächtigem Blumengebinde aus Stiefmütterchen und Glockenblumen dekoriert ist (9.500 €).

Höfische Pracht in der Epoche König Ludwig XV. von Frankreich spiegelt eine qualitätvolle, schwere Pariser Goldtabatiere à quatre-couleurs mit reliefiertem Dekor aus Volutenkartuschen, Blattwerk, Blüten und detailliert ausgearbeiteten Blumensträuße wider. Sie entstand 1756–1762 in der Werkstatt des Meister Jean Frémin, ein Vergleichsstück mit gleichem Dekor befindet sich im Metropolitan Museum of Art in New York (33.000 €).

Eine Spezialität der Uhrmacher in der hessischen Reichsstadt Friedberg waren die sog. "Kutschenuhren" oder "Karossenuhren" in Gestalt überdimensionaler Taschenuhren, sie gehören heute zu den seltenen Prunkstücken privater und öffentlicher Sammlungen. Mitte des 18. Jh. fertigte Elias Seitz eine bedeutende Barock-Kutschenuhr, die in feiner Ajour-Arbeit sowie mit einer reliefierten Schlachtenszene aus den sog. Türkenkriegen und Porträtmedaillons verziert ist (26.500 €).

In einer über Jahrzehnte zusammengetragenen umfangreichen Asiatika-Sammlung mit authentischen Objekten des Berliner Sammlers Günther Köpping, der zu den angesehensten Denkmalpflegern der Nachkriegszeit gehörte, ragt eine Jade-Kollektion heraus. Der erste Teil der Sammlung Köpping wird am 18. Mai versteigert.

Die ausgewählte Offerte an hochkarätigem Schmuck und Juwelen umfasst eine Reihe großer Natural Fancy-Diamantsolitäre, darunter ein Dark Brown Greenish Yellow Diamant-Solitärring von ca. 5,13 ct. (43.000 €), außerdem eine Familiensammlung mit antikem Diamantschmuck des 19. Jh. speziell mit Naturperlen. Highlight ist ein hochqualitätvoller Brillant-Solitärring mit einem Brillanten von ca. 5,35 ct. mit HRD-Expertise (95.000 €).

Besichtigung: 28. April bis 9. Mai 2019 täglich von 14 bis 18 Uhr

Kunstauktionshaus Schloss Ahlden GmbH






  • 11.05.2019 - 12.05.2019
    Auktion »
    KUNSTAUKTIONSHAUS SCHLOSS AHLDEN »

    Auktionsdaten
    Titel Große Kunstauktion 174
    11.05.: Lose 1-981
    12.05.: Lose 982-2046
    Datum 11.05.2019, 11:00 Uhr – 12.05.2019
    Besichtigung 28.04. - 09.05., tgl. 14:00 - 18:00 Uhr



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