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710. Spezialauktion Asiatischer Kunst

Der Weg der Mitte Seltene tibetische und buddhistische Bronzearbeiten dominieren das Angebot der 710. Spezialauktion Asiatischer Kunst vom 7. bis 9. Mai bei Nagel Auktionen in Stuttgart

Mit seiner seit den 1990er Jahren zweimal jährlich stattfindenden Spezialauktion Asiatischer Kunst hat sich Nagel Auktionen in Stuttgart über die Jahre unter den führenden Adressen in Europa etabliert. Einen vorläufigen Höhepunkt fand diese Entwicklung im vergangenen Jahr, als man mit stolzen 3,73 Millionen Euro für ein 13,3 cm kleines, chinesisches ‚Doucai’-Weinkännchen aus dem 18. Jahrhundert einen neuen absoluten Rekord für Kunsthandwerk in Deutschland sowie den deutschen Höchstzuschlag 2013 vermelden konnte.

Die diesjährige Frühjahresauktion des Stuttgarter Kunstauktionshauses vom 7. bis 9. Mai wartet erneut mit einem ebenso umfangreichen wie qualitativ hochwertigen Angebot verschiedenster Bereiche Asiatischer Kunst auf. Neben exzellenten kaiserlich-chinesischen Porzellanen, feinen Jadearbeiten, hochwertigen Möbeln, Thangkas, und Chinesischer Malerei dominieren dieses Mal in erster Linie seltene tibetische und buddhistische Bronzearbeiten die Offerte.

Gespannt sein darf man insbesondere auf eine überaus seltene und prächtige, kaiserliche Bronze des als Buddha des ewigen Lebens verehrten Amitayus aus einer alten, um 1900 in China erworbenen, norddeutschen Privatsammlung. Mit reichhaltigem Steinbesatz außergewöhnlich fein gearbeitet und ausgeschmückt, gehört die tibeto-chinesische Figur zu einem kleinen Kreis an Skulpturen dieser Art und Größe, die vom Herrscher Kangxi wahrscheinlich als Geschenk für seine geliebte Großmutter, eine mongolische Prinzessin und Anhängerin des tibetischen Buddhismus oder die tibetischen Eliten in Auftrag gegeben wurden (Lot 88 - Kangxi-Periode (1662-1722), H. 43 cm, Schätzpreis 300.000 – 400.000 €).

Eine weitere imperiale Rarität aus der Kangxi-Zeit gelangt unterdessen mit einer überaus seltenen, um 1905 in China erworbenen Tempelglocke (Bianzhong) aus einer bayerischen, Privatsammlung zur Versteigerung. Die mit einem prächtigen doppelköfigen Drachen bekrönte Bronze stammt aus einem von lediglich zwei, während Kangxis Herrschaft gefertigten, kaiserlichen 16er Sets ihrer Art. Nur etwa die Hälfte der Glocken dieses Sets ist marktbekannt. Sieben Exemplare wurden zwischen 1999 und 2007 bei Sotheby’s und Christie’s in New York und Hong Kong versteigert; eine weitere wechselte für stolze 535.000 € bereits im vergangenen Frühjahr bei Nagel Auktionen in Stuttgart den Besitzer (Lot 266 - China, Kangxi Marke und Periode, datiert 1715, H. 31,2 cm, Schätzpreis 200.000 – 300.000 €).

Neben zwei exzellenten Bronzefiguren des Buddhas der Weisheit, Shakyamuni –eine etwas größere aus China (Lot 220 - Ming Dynastie, ca. 16. Jahrhundert, H. 58 cm, Schätzpreis 120.000 – 180.000 €), eine weitere, entsprechend kleiner, aus Tibet (Lot 7 - 14. Jahrhundert, H. 34, 5 cm, Schätzpreis 40.000 – 60.000 €)– zählt darüber hinaus unter anderem eine exzellente, ausnehmend gut erhaltene Skulptur des berühmten Sakya Meisters Manjushri Pandita (1182-1251) aus einer bedeutenden europäischen Privatsammlungen zu den bemerkenswertesten Exemplaren. Die Namensbeifügung - Manjushri - weist Pandita als Inkarnation des Bodhisattva der Weisheit aus. Der Lama gehört zu den "Fünf Ehrwürdigen Meistern", den Begründern der Sakya Tradition. Neben seiner herausragenden Gelehrtentätigkeit hatte er zudem wichtige politische Bedeutung. Nachdem der Mongolenherrscher Gödan Khan 1240 in Tibet eingedrungen war, bat er den berühmten Gelehrten nach Lanzhou in Nordwest-China, wo dieser eine Schutzherren-Funktion für die buddhistischen Länder unter dem mongolischen Herrscher übernahm. Sakya Pandita wird darüber hinaus als eine Inkarnation der Panchen Lamas verehrt und ist in die berühmte Serie der Narthang-Darstellungen der Panchen Lamas aufgenommen. Die hier angebotene Skulptur zeigt ihn in sehr seltener, zweifacher Weise, sowohl als Erscheinung des Panchen Lama als auch des Großen Gelehrten - als Emanation des Manjushri (Lot 11 - Tibet, 15. Jahrhundert, 13, 7 cm, Schätzpreis 60.000 – 100.000 €).

Einen weiteren gewichtigen Schwerpunkt der Auktion bildet die chinesische Malerei. Hier gehört etwa eine ausgesprochen schöne Arbeit des chinesischen Künstlers Wu Guanzhongs (1919-2010) mit Darstellung von Bäumen an einem See zu den nennenswerten Glanzlichtern. Die auf 100.000 – 120.000 € geschätzte Aquarellstudie in europäischer Tradition, Wu Guanzhong beherrschte die westliche Ölmalerei ebenso wie die traditionelle chinesische Tuschtechnik, kommt aus einer europäischen Privatsammlung zum Aufruf (Lot 321 - 20. Jahrhundert, Seidenmontierung, Tusche, Farben/Papier, 53 x 69 cm).

Einer weiteren bedeutenden europäischen Privatsammlung entstammen zwei interessante Landschaftsdarstellungen im Stil der Yuan-Zeit (1271-1368) mit Signaturen und Siegel von Dong Bangda (1699-1769) und Qian Weicheng (1720-1772) sowie acht Beischriften. Die beiden Maler und die Verfasser der Nachschriften der mit 10.000 – 15.000 € überaus attraktiv geschätzten Querrolle gehörten zu den wichtigsten Ministern, Gelehrten und Vertrauten des Qianlong-Kaisers (1736-1795) (Lot 277 - China, datiert 1751, 19 x 151 + 16 cm).

Mit einem Schätzwert von 20.000 – 30.000 € gelangt überdies eine Arbeit des chinesischen Malers und Historikers Fan Zeng (geb. 1938) zur Versteigerung. Die als Hängerolle montierte Abbildung eines Mönches mit Affen kommt aus einer süddeutschen Privatsammlung und wurde einst direkt beim Künstler selbst erworben (Lot 320 - China, datiert 1982, Tusche, Farbe/Papier, 68 x 34 cm).






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  • 07.05.2014 - 09.05.2014
    Auktion »
    NAGEL AUKTIONEN »

    Auktion:
    7. – 9. Mai 2014

    Vorbesichtigung:
    Japan, Korea: 4. -6. Mai 2014
    China: 4. – 7. Mai 2014



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