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Kunstauktionshaus Wendl: 61. Auktion

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..Was uns hier gezeigt wird, ist wirkliche Porzellankunst, wie sie kein anderes Porzellanunternehmen in dieser Vollendung bietet - diese Einschätzung der zeitgenössischen Presse zu den Porzellangroßplastiken der Aeltesten Volkestedter Porzellanmanufaktur anlässlich ihrer Darbietung im Porzellanpalais Leipzig 1921 dürfte auch auf die im Rahmen der Sommerauktion bei Wendl in Rudolstadt am 13./14. Juni angebotene, imposante Großfigur eines Chinesen von Hugo Meisel für Volkstedt von 1923 zum moderaten Limit von 7500 Euro übertragbar sein. Ob die Figur mit der Modell-Nummer V 12701, zu der das Thüringische Landesmuseum Heidecksburg, dessen Direktor Meisel von 1950 - 1959 war, eine Studienskizze besitzt, bereits im Entwurfsjahr oder erst 1924 im Porzellanpalais gezeigt wurde, bleibt noch zu klären. Immerhin griff Meisel die Chinesen-Thematik während der 1. Hälfte der 1920er Jahre mehrfach auf wie mehrere vergleichbare, aber deutlich kleinere Statuetten für die Schwarzburger Werkstätten belegen. Und auch die übrige Porzellan-Offerte, insbesondere zahlreiche altthüringer Porzellane aus Gotha, Pößneck, Gera, Rauenstein, Tettau, Volkstedt, Closter Veilsdorf, Limbach, Ilmenau sowie eine ansehnliche Anzahl biedermeierlicher Ansichtentassen (Meissen, KPM, Nymphenburg, Schumann/Moabit, Fürstenberg, Pirkenhammer, Gotha, Volkstedt, Gera, Wallendorf), Teile aus dem Krokus-Service und eine Fülle von Art Déco-Statuetten verleihen dem Angebot zusätzlich Potential. Unter den zahlreichen hochwertig bemalten Porzellanbildplatten, u. a.. Meissener und Berliner Provenienz, findet sich auch ein Paar Porträtbildnisse von der Hand des Porzellanmalers Alfred Brödel (1861-1927), das ihn selbst und seine Frau Lina auf Platten aus Klösterle zeigt (1900).

Museale Meissen-Kumme, Böttgerporzellan

Im Glasbereich lassen sich Schwerpunkte bei Barock, Historismus und Jugendstil ausmachen. Mit von der Partie sind eine reizvolle Tischlampe von Daum und andere schöne Jugendstil-Beleuchtungskörper, eine seltene metallmontierte Kralik-Vase sowie Vasen, Lampenschirme, Schalen und Formgläser von Gallé, Schneider, Lötz, Josephinenhütte, Poschinger, Haida & Steinschönau sowie die ganze Bandbreite an böhmischem Glas des 20. Jh.

Die Uhren-Sparte hat neben mehreren Barock-Uhren einige Goldsavonettes und einen Flieger-Chronograph aus Glashütte zu bieten.

Seltener Jugendstil-Sektkübel. Deutsch. 1312 g. Halbmond/Krone/ Firmenname Foehr/800 gepunzt.

Das Angebot an Silber reicht vom 18. bis zum 20. Jh. und verzeichnet folgende herausragende Stücke: barocker silberner Deckelpokal um 1680 (5500), barocke Augsburger Stielkanne (1400) und barocke Silberkanne (2200) von Christian Gottlieb Schu(h)mann (Meister 1784), vergoldeter Abendmahlskelch, wohl 17./18. Jh. (2200), Augsburger Silberdöschen, Mitte 17. Jh. (650), Paar Augsburger Gewürzstreuer, wohl Mitte 18. Jh. (850), barocke Dresdner Silberdose, Johann Wilhelm Mühldech, Meister 1707 (550), barockes Nürnberger Reisebesteck, Meister Johann Jacob Fern, Meister 1694 (390), die massiv silberne Plastik eines Athleten von Ernst Hegenbarth von 1901 mit 2800 Gramm (2800), eine große barocke Kölner Silberplatte von Hans Peter von Isselburg (3900), eine barocke friesische Kaffeekanne (6500) und ein außergewöhnliches, Ravissant bezeichnetes Silberkernstück im Art Déco-Stil mit Bergkristallknäufen und -griffen (4200).

Für russische Sammler dürften außer einer Knabenbüste, wohl Gardner, Anfang 19. Jh. (60), und einem St. Petersburger Porzellanbild mit Hl. Familie, 1825-55, nach Raffael (1.900), ein St. Petersburger Porträtbecher mit Zar Nikolaus I. (nach Gemäldevorlage von Franz Krüger, Anfang des 19. Jhs. (1300) sowie russische Silberarbeiten (Paar große Silberleuchter, Ende 19. Jh., € 2200, Moskauer Becher mit Stadtmarke von 1790, €1400 und etliche russische Silberbecher, 2. H. 19. Jh. zu moderaten Limiten) von speziellem Interesse sein

Mehrere barocke Runddeckel-Truhen, ein Tabernakel-Schränkchen des 18. Jh. (65), ein Barocker Baseler Halbwellenschrank (4800), allein drei barocke Aufsatzsekretäre (süddeutsch, um 1770/1800, € 3900-6500), mehrere Barockkommoden, darunter ein reich intarsiertes Braunschweiger Exemplar (5900), ein repräsentativer klassizistischer Sekretär mit figürlichen Motiven (4900) und ein Palisander-Schreibtisch, um 1800 (2400), ragen im rund 150 Positionen starken Möbel-Sortiment mit Schwerpunkten beim Biedermeier hervor.

Landschaft und Genre dominieren den rund 700 internationale Werke vom Barock bis zur Neuzeit umfassenden Gemäldesektor, bei dem deutsche Künstler ein gewisses Schwergewicht aufweisen - unter anderem mit einem größeren Nachlass des Weimarer Malers Franz Huth (1876-1970) und einigen Gemälden von Max Uth (1863-1914), Schüler der Berliner Akademie, u. a. von Eugen Bracht, und Mitbegründer der Secession.


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  • Museale Meissen-Kumme, Böttgerporzellan mit Hoeroldt-Chinoiserien. Um 1725. Am glasierten Boden handgeschriebene Goldziffer 44. Steilwandige Schale auf Standring mit ausgestelltem Mündungsrand, eierschalfarbener Scherben.
    Museale Meissen-Kumme, Böttgerporzellan mit Hoeroldt-Chinoiserien. Um 1725. Am glasierten Boden handgeschriebene Goldziffer 44. Steilwandige Schale auf Standring mit ausgestelltem Mündungsrand, eierschalfarbener Scherben.
    Kunstauktionshaus Martin Wendl
  • Seltener Jugendstil-Sektkübel. Deutsch. 1312 g. Halbmond/Krone/ Firmenname Foehr/800 gepunzt. Glockenförmiger Kübel mit 2 geschwungenen Blattgriffen und fließendem Blumenrelief auf der Wandung. H 21,5 cm. ABB.B 54
    Seltener Jugendstil-Sektkübel. Deutsch. 1312 g. Halbmond/Krone/ Firmenname Foehr/800 gepunzt. Glockenförmiger Kübel mit 2 geschwungenen Blattgriffen und fließendem Blumenrelief auf der Wandung. H 21,5 cm. ABB.B 54
    Kunstauktionshaus Martin Wendl
  • Prunkvoller Biedermeier-Sekretär. Nussbaum furniert. Rückseitig bez.: A.B. (Doppelpfeil) 1. Breiter Korpus mit halbrundem, tempelartigem Aufsatz mit 2 messingbeschlagenen Säulen und 1 Tür. Unterbau mit schmalem, auskragendem Schub, großer, von 2 Säulen flankierter Schreibklappe und 2 hohen Schüben, auf Klotzfüßen. Innen mit unterschiedlichen Furnierhölzern aufwändig gestaltet: 9 getreppte Schübe mit Messingknäufen und portalförmiges, durch intarsierte Tür verschlossenes Mittelfach (ohne Schlüssel), mit Geheimfächern. Reich reliefierte Messingbeschläge, teils mit Ringhandhaben. 4 Schlösser, 1 Schlüssel. Alt restauriert, m. Gebrauchsspuren. 201 x 110 x 57 cm. ABB.B 351
    Prunkvoller Biedermeier-Sekretär. Nussbaum furniert. Rückseitig bez.: A.B. (Doppelpfeil) 1. Breiter Korpus mit halbrundem, tempelartigem Aufsatz mit 2 messingbeschlagenen Säulen und 1 Tür. Unterbau mit schmalem, auskragendem Schub, großer, von 2 Säulen flankierter Schreibklappe und 2 hohen Schüben, auf Klotzfüßen. Innen mit unterschiedlichen Furnierhölzern aufwändig gestaltet: 9 getreppte Schübe mit Messingknäufen und portalförmiges, durch intarsierte Tür verschlossenes Mittelfach (ohne Schlüssel), mit Geheimfächern. Reich reliefierte Messingbeschläge, teils mit Ringhandhaben. 4 Schlösser, 1 Schlüssel. Alt restauriert, m. Gebrauchsspuren. 201 x 110 x 57 cm. ABB.B 351
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