Weihnachtsauktion am 27. November 2010
Vor dem Jahreswechsel startet das Auktionshaus Stahl am 27. November 2010 mit der alljährlichen Weihnachtsauktion, die mit knapp 1100 Lot-Nummern viele Highlights verspricht. Man darf gespannt sein auf das hochwertige Angebot an Gemälden der Alten und Neuen Meister, außergewöhnlichen Pretiosen sowie verschiedensten Objekten aus dem kunstgewerblichen Bereich.
Die Alten Meistern sind in dieser Auktion mit einer ganzen Reihe herausragender Gemälde vertreten. Zum Spitzenlot avanciert sicherlich das Gemälde ‚Hirten am Flusstal' von Nicolaes Berchem, einem Hauptvertreter der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jhs. Die italienisierende Landschaft mit meisterlicher Lichtführung ist mit 4.900,- € äußerst attraktiv angesetzt und lässt ein großes Bietgefecht mit Preissteigerung erwarten. Liebhaber prunkvoller Stilleben mit ausgezeichneter Malqualität dürften sich für das Gemälde des ersten norddeutschen Stillebenmalers Georg Johann Hainz (10.000,-) oder das ‚Stilleben mit Früchten und Prunkschale' des Niederländers Jan Pauwel Gillemans d.J. (18.000,-) begeistern. Darüber hinaus wird die reizvolle, Françoise Boucher zugeschriebene ‚Schlafende Ceres' zu einer Offerte von 20.000,- € präsentiert. Die Ansicht einer nächtlichen Interieurszene bietet Cornelis van Cuylenburgs ‚Kartenspieler am Kamin' für 3.800,- €.
Unter den stimmungsvollen und italienisierenden Landschaften des 19. Jhs. verzaubert das Gemälde ‚Panorama mit Orvieto' des Romantikers Johann Joachim Faber nicht nur durch die besonders atmosphärische Stimmung der Landschaft sondern überzeugt vor allem durch seine virtuose Malqualität (20.000,-). Der dänische Maler Peter Johann Raadsig, der seine Motive in der ländlichen Schönheit der dänischen Künste und ihren dort ansässigen Fischern und Bauern fand, ist mit dem Werk ‚Abend am Strand' für 8.500,- € vertreten.
Unter den norddeutschen und Hamburger Malern sei das impressionistische Werk ‚Sommer in Klein Sörup' von Julius Rehder erwähnt, welches sich durch seine außergewöhnlich feine Lichtführung auszeichnet (3.800,-). Eine ‚Impression aus Schleswig-Holstein' des Pleinairmalers Otto Heinrich Engel startet bei 2.600,- €. Ebenfalls zum Aufruf gelangen bekannte Künstler wie Thomas Herbst mit drei Werken (1.700,- bis 3.500,-) und Ernst Eitner mit vier Werken (950,- bis 1.300,-). Das mit 1.500,- € äußerst moderat angesetzte Werk ‚Abendstimmung auf Sylt' von Franz Korwan dürfte besonders Liebhaber der Sylter Landschaft interessieren.
Robert Schmidt-Hamburg (1.200,-) und Carl Leipold (1.900,-) sind nur zwei namenhafte Künstler innerhalb des großen Marine-Programms. Von dem dänischen Marinemaler Anton Melby werden zwei eindrucksvolle Werke versteigert (1.300,- bzw. 2.000,-). Johannes Holst detailreiches Schiffsporträt eines Dreimasters in schwerer See ist mit 5.000,- € taxiert.
Von großem Interesse dürften auch die Arbeiten der Künstler der Hamburger Sezession sein, darunter ein Aquarell eines sommerlichen Blumenstraußes von Gretchen Wohlwill (2.800,-). Von Arnold Fiedler werden gleich drei ausdrucksstarke Arbeiten zum Aufruf gelangen, z.B. das frühe Werk ‚Hamburger Dom' für 3.600,- €. Für das farbenprächtige Gemälde eines großen Blumenstraußes von Ludwig Dettmann wird sich in dieser dunklen Jahreszeit sicherlich ein Sammler erwärmen (3.300,-).
Unter den Grafiken befinden sich fünf interessante Farblithographien bzw. -radierungen des Surrealisten Salvator Dalí, die zwischen 250,- und 600,- € taxiert sind. Helmut Newtons erotisch anmutende Heliogravüre ‚Berliner Pension' ist mit attraktiven 850,- € angesetzt.
Innerhalb der Möbel-Offerte kommen eine Reihe qualitätvoller Stücke aus dem Barock, Empire und Biedermeier unter den Hammer, darunter eine französische Louis-Quinze-Kommode mit fein ausgeführten Intarsien (3.500,-). Ferner konnte ein seltenes Paar rot gefasster Konsolen aus dem Venedig des 18. Jhs. für die Auktion gewonnen werden (5.500,-). Liebhaber von Empire-Möbeln dürften sich bspw. über eine elegante Sitzbank aus Frankreich (1.400,-) sowie einen außergewöhnlichen Sekretär aus dem Anfang des 19. Jhs. (3.000,-) freuen.
Historische und glamouröse Schmuckstücke beeindrucken in dieser Weihnachtsauktion. Das Highlight ist ein außergewöhnliches Paar Solitär-Ohrringe mit zwei feinen Altschliffdiamanten von zus. ca. 9 ct. (45.000,-). Ebenfalls sehr reizvoll ist ein prachtvolles, um 1920/30 entstandenes Art-déco-Armband mit 300 Altschliffdiamanten und 42 Diamant-Baguetten (zus. ca. 20,5 ct.), welches für 16.000,- beboten werden kann. Liebhaber funkelnder Diamanten haben die Wahl zwischen einer Vielzahl hochkarätiger Pretiosen, u.a. kommt ein Diamant-Collier im Triangle Cut von ca. 3 ct. (13.000,-), ein Diamant-Ring mit einem ovalen Diamanten und 28 Princess-Diamanten von zus. ca. 5,5 ct. (45.000,-) sowie ein seltener Fancy Vivid Yellow Diamant-Ring mit 111 Brillanten von zus. ca. 3 ct. (17.000,-) zum Aufruf. Im Bereich der Armbanduhren dominiert die Rolex 'Day-Date' für Herren mit aufwendigem Besatz von Diamanten und Brillanten (16.000,-).
Mit einer besonders anspruchsvollen Palette präsentiert sich bei dieser Auktion die Porzellan-Abteilung. Ein Glanzstück unter vielen ist ein russischer Prunkteller aus dem Militärservice von Zar Nikolaus II. (12.000,-). Dieser gab 1907 den Auftrag für ein Service von über 140 Tellern. Der um 1911 in der Kaiserlichen Manufaktur von St. Petersburg gefertigte Teller besticht durch seine lupenfein gemalte Soldatendarstellung im Spiegel. Ebenso besonders ist ein um 1815 entstandener Prunkteller aus der französischen Manufaktur Sèvres mit einem minutiösen Früchte-Stilleben und seiner aufwendig gold radierten Fahne (6.000,-). Daneben wird eine Vielzahl an figürlichen Porzellanen angeboten. Herausragend ist dabei eine um 1740/50 entstandene Figur eines ‚Harlekin mit Dudelsack', die J.J. Kaendler 1736 für die Meissner Manufaktur entworfen hat. Die ebenfalls von ihm entworfene Tierfigur eines ‚Mops' aus der Mitte des 18. Jhs. ist mit 8.000,- € taxiert. Selten auf dem Kunstmarkt angeboten wird die komplette Serie der ‚Commedia dell'Arte' der Nymphenburger Manufaktur (28.000,-). Die 16 Charaktertypen des italienischen Stegreiftheaters hat Franz Anton Bustelli um 1760 als paarweise zusammengehörige Liebespaare entworfen. Abgerundet wir das Porzellan-Sortiment mit weit mehr als zwei Dutzend Servicen, darunter ein Kaffeeservice mit aufwendiger kupfergrüner Watteaumalerei für 12 Personen (7.900,-).
Die Abteilung Jugendstil und Modernes Design wartet mit großen Namen auf. Eine seltene, um 1900 entstandene Stehlampe ‚Pond Lily - Favrile' der New Yorker Tiffany Studios wird mit einer Offerte von 25.000,- € internationales Interesse hervorrufen. Ein um 1900 in Paris entstandener und signierter Etagèren-Tisch von Emile Gallé wird mit 1.600,- € offeriert. Im Gegensatz dazu steht der vergoldete Beistelltisch ‚Traccia - Vogelspur' der Surrealistin Meret Oppenheim (1.800,-). Besondere Aufmerksamkeit verdient die außergewöhnliche Schale ‚Serpente', die der italienische Glaskünstler Carlo Scarpa 1940 für Venini designte (1.500,-). Aus dem Jugendstil-Service von Richard Riemerschmid können ein Kaffee- und ein Speiseservice (3.500,- bzw. 5.500,-) sowie eine seltene Deckelterrine mit Knaufschwertern (1.500,-) beboten werden.
Innerhalb der Silber-Offerte dürfte ein Königsberger Empire-Aufsatz von 1831 die Sammlerherzen höher schlagen lassen (1.500,-). Unter den Art-déco-Arbeiten sind ein 5-teiliges Kaffee- und Teeservice des deutschen Meisters Otto Wolters (1.800,-) sowie ein 3-teiliges Teeservice der Wiener Werkstatt J.C. Klinkosch A.G. (1.200,-) hervorzuheben.
Das umfangreiche Auktionsprogramm wird durch ein ausgewähltes Asiatika-Programm abgerundet. Beispielsweise werden qualitätvolle Bronzen aufgerufen: eine chinesische Bronze-Figur ‚Guanyin' aus dem 17./18. Jh. für 900,- € sowie eine sinotibetanische Boghi-Sattva-Figur ‚Guanyin' für 800,- €.
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21.04.2012
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18.02.2012
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19.02.2011
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24.04.2010
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12.09.2009
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25.04.2009
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14.02.2009
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14.02.2009
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22.11.2008
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