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Napoleon und Bayern

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200 Jahre nach der Niederlage Napoleons (1769─1821) bei Waterloo 1815, seiner endgültigen Abdankung und seiner Verbannung nach St. Helena ist es Zeit, die Geschichte des Feldherrn und Kaisers der Franzosen aus dem Blickwinkel des ehemaligen Verbündeten Bayern zu erzählen.

Bis heute blickt man in Bayern mit gemischten Gefühlen auf das Bündnis mit Napoleon. Einerseits führte es in die Katastrophe. Zu erinnern ist an die tausende bayerischen Soldaten, die vor allem 1812 in Russland ihr Leben ließen. Andererseits erfüllte sich für Bayern der Traum von militärischem Glanz und außenpolitischer Größe. Napoleon führte Bayern – anders als Preußen – nicht in die Niederlage, sondern zum Sieg. Das Bündnis mit dem Kaiser der Franzosen brachte Bayern die Königskrone, ein vergrößertes Territorium, das bis heute Bestand hat, und die erste liberale Verfassung. Damals begann das moderne Bayern – und sein „Geburtshelfer“ war Napoleon.

Allerdings war es eine schwierige Geburt, die vor allem für die Bevölkerung mit großen Opfern verbunden war. Es waren nicht nur die Soldaten, die Bayern stellen musste, auch im Land selbst waren Plünderungen, Verwüstungen, Hunger und Ängste durchzustehen. Denn Bayern war Durchzugsgebiet für die verbündeten und feindlichen Armeen. Bis heute finden sich an vielen Orten Erinnerungsspuren an den Einfall der Soldaten, der häufig genug leergeräumte Felder, Stallungen, Speicher und Vorratskammern hinterließ. Bayern war auch Schauplatz von Schlachten zwischen den französischen Heeren unter Napoleon und seinen Gegnern, allen voran Österreich. Hohenlinden und Eggmühl können davon Zeugnis ablegen. Nach den Schlachten blieben Tausende Gefallene und Verwundete zurück.

Am Ende der Geschichte war Bayern gerade noch rechtzeitig der Bündniswechsel gelungen: weg vom sinkenden Stern Napoleons, hin zum alten Verbündeten Österreich. An der letzten entscheidenden Schlacht gegen Napoleon, der Völkerschlacht von Leipzig im Oktober 1813, in der Napoleon eine verheerende Niederlage erlitt, nahmen die Bayern zwar nicht teil, sie standen jedoch auf der Seite der Sieger. So konnte man die durch Napoleon gewonnenen Territorien auch im Wiener Kongress sichern.

Am Ende dieser so glanzvoll begonnenen Epoche war Bayern bankrott, die Wirtschaft lag am Boden und man konnte sich erst Jahrzehnte später von den Verlusten wieder erholen. Dennoch bleiben das vergrößerte Staatsgebiet, die innenpolitischen Errungenschaften und eine spezifisch bayerische Erinnerung an diese Zeit: der Mythos Napoleon à la bavaroise.






  • 30.04.2015 - 31.10.2015
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    Haus der Bayerischen Geschichte »

    Öffnungszeiten:
    Di-Fr 9.00 bis 17.30 Uhr
    Sa-So 10.00 bis 17.30 Uhr

    Eintrittspreise:
    3,50 €; ermäßigt 3,00 €
    sonntags 1,00 €

     

     

    Ort: Neues Schloss

    Dauer: 30. April bis 31. Oktober 2015

    Veranstalter: Haus der Bayerischen Geschichte

    Partner: Stadt Ingolstadt und Bayerisches ArmeemuseumOrt: Neues Schloss

    Dauer: 30. April bis 31. Oktober 2015

    Veranstalter: Haus der Bayerischen Geschichte

    Partner: Stadt Ingolstadt und Bayerisches Armeemuseum



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  • BU: "Napoelon und Bayern" im Neuen Schloss © Haus der Bayerischen Geschichte
    BU: "Napoelon und Bayern" im Neuen Schloss © Haus der Bayerischen Geschichte
    Haus der Bayerischen Geschichte
  • as Bild nimmt Bezug auf den Russlandfeldzug Napoleons im Jahr 1812. An diesem gescheiterten Unternehmen nahmen auch etwa 30.000 Bayern teil, von denen nur etwa 3000 überlebten und in die Heimat zurückkehrten. © Digitalbild: Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
    as Bild nimmt Bezug auf den Russlandfeldzug Napoleons im Jahr 1812. An diesem gescheiterten Unternehmen nahmen auch etwa 30.000 Bayern teil, von denen nur etwa 3000 überlebten und in die Heimat zurückkehrten. © Digitalbild: Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
    Haus der Bayerischen Geschichte
  • Helme für Offiziere der Garde du Corps     Metall, Leder, Textil  1814 Bayerisches Armeemuseum  Inv. Nr. B 423, 426, 434        © Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt
    Helme für Offiziere der Garde du Corps Metall, Leder, Textil 1814 Bayerisches Armeemuseum Inv. Nr. B 423, 426, 434 © Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt
    Haus der Bayerischen Geschichte
  • Dose mit dem Porträt Napoleons als Kaiser     Dose, Aquarell, Gouache auf Gold/Elfenbein  Jean-Baptiste Isabey (Maler), Jacques Félix Viennot (Goldschmied),  Nach 1804  Fondation Napoléon, Paris  Collection Martial Lapeyre Inv. 1096        © Patrice Maurin Berthier
    Dose mit dem Porträt Napoleons als Kaiser Dose, Aquarell, Gouache auf Gold/Elfenbein Jean-Baptiste Isabey (Maler), Jacques Félix Viennot (Goldschmied), Nach 1804 Fondation Napoléon, Paris Collection Martial Lapeyre Inv. 1096 © Patrice Maurin Berthier
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  • Einzug Napoleons in München am 24. Oktober 1805     Gemälde, Öl auf Leinwand  Nicolas-Antoine Taunay (1755–1830)  Paris, 1808  Musée national des châteaux de Versailles et de Trianon, Versailles  Inv. Nr. MV 1709        © bpk / RMN - Grand Palais / Versailles, Châteaux de Versailles et de Trianon / Gérard Blot
    Einzug Napoleons in München am 24. Oktober 1805 Gemälde, Öl auf Leinwand Nicolas-Antoine Taunay (1755–1830) Paris, 1808 Musée national des châteaux de Versailles et de Trianon, Versailles Inv. Nr. MV 1709 © bpk / RMN - Grand Palais / Versailles, Châteaux de Versailles et de Trianon / Gérard Blot
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  • Ziviltrauung von Eugène de Beauharnais mit Prinzessin Auguste Amelie von Bayern in München, 13. Januar 1806  Gemälde, Öl/LW, Francois Guillaume Ménageot, 1808  Musée national des châteaux de Versailles et de Trianons     © bpk | RMN | Gérard Blot | Jean Schormans
    Ziviltrauung von Eugène de Beauharnais mit Prinzessin Auguste Amelie von Bayern in München, 13. Januar 1806 Gemälde, Öl/LW, Francois Guillaume Ménageot, 1808 Musée national des châteaux de Versailles et de Trianons © bpk | RMN | Gérard Blot | Jean Schormans
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