• Menü
    Stay
Schnellsuche

Margot Pilz

Meilensteine Von der performativen Fotografie zur digitalen Feldforschung

Margot Pilz

Margot Pilz gehört zu den Konzept- und MedienkünstlerInnen der ersten Stunde. Bereits ihre frühen fotografischen Arbeiten zeigen einen experimentellen und performativen Ansatz. Konzeptuell ist das Werk durch die avantgardistische Szene der 1960er und 1970er Jahre geprägt. Die Bedeutung ihrer performativen Arbeiten im Medium Fotografie als auch ihre Vorreiterrolle im Bereich der Neuen Medien und der digitalen Kunst werden in der Ausstellung im MUSA und im begleitenden Katalogbuch erstmals umfassend dargestellt und dokumentiert.

Margot Pilz ist eine Grenzgängerin, die in ihrem Werk stets wagemutig neue Techniken und Materialien auslotete und gesellschaftliche Tabus und Stereotypen aufzeigte. Radikal, aktionistisch und feministisch, selbstbestimmt sind Charakteristika ihrer Biografie und ihres Werkes, die aufs Engste miteinander verbunden sind und zu einer umfangreichen Serie an seriellen und konzeptuellen Fotografien führten. Als eine der ersten Kunstschaffenden Österreichs verwendete sie den Computer in ihren Arbeiten und begann ab 1986 über die Grenzen der analogen Fotografie hinaus neue Möglichkeiten zu entwickeln. Der Computer diente ihr als Werkzeug, um die Einheit einer Abbildung in viele Einzelbilder aufzulösen und sich dessen binäre Rechnungsdaten formal und ästhetisch für die Bildkomposition zunutze zu machen.

Das Interesse von Margot Pilz galt früh schon dem öffentlichen Raum, den sie mit Performances und Aktionen bis hin zum legendären Projekt „Kaorle am Karlsplatz“ (Wien 1982) bespielte. Ebenso intervenierte sie mit Medienskulpturen im Raum, 1991 mit „The Spirit of St. Lucifer 1“ für die Kunststraße Innsbruck etwa zum Thema Heimat. Im selben Jahr entstand auf Einladung der Ars Electronica in Linz gemeinsam mit Roland Alton-Scheidl die Installation DELPHI DIGITAL – eine Skulptur mit öffentlichem Terminal, in der mehr als 5.000 damals aktuelle Dokumente zu Umweltthemen abrufbar waren. Die BenutzerInnen konnten in Mailbox-Foren Fragen zu Umwelt und Politik stellen und Beiträge als Zeitungen ausdrucken lassen. Das Thema hat an Brisanz nicht verloren und ist präsenter denn je.

Im Rahmen der Ausstellung lassen Margot Pilz und Roland Alton-Scheidl daher die Installation DELPHI DIGITAL als interaktive Installation wieder aufleben, an der sich BesucherInnen mit ihren Smartphones über eine autonome PirateBox beteiligen können. Silvie Aigner, Kuratorin der Ausstellung






  • Die CAMERA WORK AG besitzt eine der weltweit größten Photo- und Photobuchsammlungen. Die Sammlung...
  • Ernst Leitz
    Eine Notiz im Werkstattbuch belegt: Spätestes im März 1914 – vor genau 100 Jahren also...
  • 18.11.2015 - 15.03.2016
    Ausstellung »
    MUSA Museum Startgalerie Artothek »

    1010 Wien, Felderstraße 6-8 (neben dem Rathaus)
    Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr: 11.00 – 18.00 Uhr | Do: 11.00 – 20.00 Uhr | Sa: 11.00 – 16.00 Uhr



Neue Kunst Ausstellungen
VIEW #2 nicht im ernst
Eine Gruppenausstellung mit acht Künstler*innen in der...
TILL BRÖNNER: BILDER
Till Brönner (*1971) ist einer der bekanntesten und...
Karl Korab in Krems und
Wir freuen uns in der kommenden Ausstellung wieder Werke des...
Meistgelesen in Ausstellungen
THE BATTLE BETWEEN CARNIVAL
 An exhibition of new works at Palazzo Cini Gallery to...
Schwimmbad von Hockney für
08.08.07 (aabykk) - Das kühle Nass von David Hockney "Study...
KUNST. BEWEGT. 01 – Neues aus
Zum ersten Wechsel der Sammlungspräsentation im...
  • Trotz dem, Nr. 2 der 7-teiligen Fotosequenz, aus: „The White Cell Project“, 1983, Schwarzweißfoto, 40,5 x 50,7 cm
    Trotz dem, Nr. 2 der 7-teiligen Fotosequenz, aus: „The White Cell Project“, 1983, Schwarzweißfoto, 40,5 x 50,7 cm
    MUSA Museum Startgalerie Artothek
Bilderaktuell von den Ausstellungen
3 Wochen endet
2 Wochen endet
1 Woche endet
Künstler