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Lempertz zeigt Grafiken von Georg Baselitz zur Art Week

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Vom 12. September bis 13. Oktober stellt Lempertz in Kooperation mit der Galerie Sabine Knust aus München grafische Werke von Georg Baselitz aus. Die Ausstellung "Gartenbank" - Ausgewählte Drucke von Georg Baselitz widmet sich vornehmlich weiblichen Portraits, Paardarstellungen sowie dem Dialog von Baselitz mit Hokusai.

Ein großer Linolschnitt aus der Serie „Belle Voilette“ sowie die aktuelle Radierung „Gartenbank“ setzen eine Klammer um die Varianz der Darstellungen und der bildnerischen Mittel im Bereich der Druckgrafik des Künstlers. Bei beiden Motiven handelt es sich um Paardarstellungen. Der monumentale Linolschnitt ist als eine Hommage an Marcel Duchamp zu lesen, dem in bildnerisch unnachahmlicher Weise eine weibliche Gespielin zugeordnet wird. „Gartenbank“ wiederum setzt den Künstler und seine Frau kopfüber in die expressive Gestik der Pinselführung auf der Ätzplatte von Strichätzung und Aquatinta. Paardarstellungen seiner selbst nebst seiner Frau Elke geben Baselitz’ malerischer Recherche schon früh einen Gegenstand und tauchen in den Gemälden immer wieder auf. In der Grafik sind die Einzelportraits allerdings bis dato vorherrschend. Hier sind es Darstellungen von Elke oder auch die Frauen der Holzschnittserie 45 die in der Ausstellung die Möglichkeiten grafischen Ausdrucks sichtbar machen.

Baselitz befasst sich seit Jahren mit der Erforschung des eigenen Selbst und der Rolle des Künstlers zu seinem Werk. Dies führte ihn zu der bildlichen Kontaktaufnahme mit dem 1760 geborenen Meister des japanischen Farbholzschnittes Katsushika Hokusai. Baselitz widmete ihm 2015 eine Ausstellung in New York. In einer Serie von Diptychen ist rechts jeweils ein Porträt Hokusais wiedergegeben, das dieser wiederum im Alter von 83 Jahren als Selbstportraits von sich gezeichnet hatte. Diesem Portrait setzt Baselitz in einer ersten Serie sich drehende Beinpaare gegenüber und in einer zweiten Grafikbetrachtung sich selbst als Einzelfigur wie auch als Paar.

Die drei neuesten Radierungen des Künstlers lassen somit multiple Stränge des Werkes gebündelt erscheinen, die Referenz und den Dialog mit den Meistern der Kunstgeschichte, die Darstellung des Selbst in seiner Vereinzelung und die Auflösung dieser in der Paardarstellung auf der "Gartenbank".

Parallel präsentiert GEMS AND LADDERS während der Berliner Art Week vom 12. bis 16. September eine Kollektion von Schmuckstücken, die von zeitgenössischen Künstlern entworfen und in einer Vielzahl von Materialien in der Schweiz handgefertigt werden. Darunter zwei uhrenähnliche Armbänder des Briten Liam Gillick, eine Kette aus Aluminium und Stahl des New Yorkers Lawrence Weiner, herausragende Kreationen des Turner-Preisträgers Martin Boyce sowie drei Ringe des 1966 geborenen Tobias Rehberger.

Ausgangspunkt für die drei Ringe mit den Titeln "Yes", "No", "Maybe" des Professors der Frankfurter Städelschule war die Idee eines Ringes, dem der Edelstein aus der Fassung gebrochen war. "Wo zuvor ein Stein saß, wurde nun ein Stück Haut sichtbar, was den Ring in meinen Augen viel persönlicher machte." Rehberger arbeitete für seinen Entwurf dann mit drei klassischen Ringfassungen aus jeweils Gold, Silber oder Bronze, die er, die Frage nach dem (un-) sichtbaren Wert eines Schmuckstückes weiter thematisierend, mit einer Farbschicht überzog, die in ihrer Beschaffenheit eher an Plastik erinnert.

Neben den zeitgenössischen Künstlerkreationen werden auch legendäre Stücke der 1985 verstorbenen Künstlerin Meret Oppenheim offeriert, unter anderem ihr weltbekannter Sugar Ring sowie das Fur Bracelet.






  • 12.09.2017 - 13.10.2017
    Ausstellung »
    Kunsthaus Lempertz »

    12. September bis 16. September, 11 bis 17 Uhr

    18. September bis 13. Oktober, Mo - Fr 11 bis 15 Uhr



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