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Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

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Museum für Hamburgische Geschichte Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919 Eine Ausstellung im Rahmen des Themenjahres der Stadt Hamburg

Die Revolution von 1918/19 markiert eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Hamburgs. Sie steht nicht nur am Anfang der modernen demokratischen Ordnung, sondern ist zugleich einer der frühen historischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Das Museum für Hamburgische Geschichte vermittelt mit einer großen Sonderausstellung erstmals einen umfassenden Beitrag zur Kenntnis und zur Bedeutung dieser komplexen Zeit in Hamburg. Die Ausstellung wird als zentraler Bestandteil des Themenjahres der Stadt Hamburg „Hamburg 1918.19 – Aufbruch in die Demokratie“ diese besondere Umbruchszeit in der zweitgrößten Stadt Deutschlands thematisieren.

Der Eingangsbereich stimmt in die Lage in der Stadt während der letzten Wochen des Ersten Weltkrieges ein. Durch die Rekonstruktion eines Straßenausschnitts erhält der Besucher einen Einblick in die damaligen Zustände in Hamburg. Anhand von Fotografien, Flugblättern, Plakaten, Dokumenten und Zeitungen aus dem betreffenden Zeitraum, aber auch mit Objekten wie Uniformen, Waffen und Alltagsgegenständen möchte die Ausstellung die unterschiedlichen gesellschaftlichen Prozesse und deren Einfluss auf das Alltagsleben in Hamburg dokumentieren.

Der Hauptausstellungsraum gliedert sich in vier Themenbereiche: „Bruch“, „Hunger“, „Leben“ und „Ordnung“. Der erste Bereich wird sich vor allem den Akteuren, den Machtstrukturen und der Topografie des Geschehens widmen. Auch die revolutionären Umwälzungen im Hamburger Umland werden dabei thematisiert. Ein weiterer Aspekt dieses Ausstellungsteils sind die wichtigsten Kommunikationsmittel der Zeit, denn immer wieder stellt sich die Frage: „Wer wusste was von wem? Wer informierte wen auf welche Weise?“. Im Kapitel „Hunger“ geht es dann um die wirtschaftliche Situation in Hamburg, die Elbblockade und Mangelwirtschaft, insbesondere wird auf die Arbeit des Kriegsversorgungsamtes eingegangen. Der Bereich „Leben“ verdeutlicht im Kontrast den politischen Umbrüchen auch Kontinuitäten etwa im Bereich der Kultur und Freizeit, geht aber auch auf die durch den Krieg veränderten Familienstrukturen, auf das Gesundheitswesen sowie die Reformen in der Bildung ein. Im Abschnitt „Ordnung“ geht es schließlich um die Demokratisierungsprozesse, vor allem das Frauenwahlrecht, die damaligen Parteien und deren Positionen in den Wahlen zur Nationalversammlung im Januar 1919 sowie zur Hamburgischen Bürgerschaft im März 1919, aber letztlich auch um die anhaltende Gewalt, wie sie u.a. in den Osterunruhen und den sogenannten „Sülzeunruhen“ im Juni 1919 zu erleben war.

Ein wichtiger Ort der Kommunikation der Ereignisse und deren öffentlicher Diskussion waren damals auch in Hamburg die Cafés. In der Ausstellung dient ein Café als Raum, in dem Menschen der Revolutionszeit aus allen Schichten anhand ihrer Biografien und Selbstzeugnisse vorgestellt werden.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Begleitband, der zahlreiche neue Forschungsergebnisse und Abbildungen zur Revolution 1918/19 in Hamburg versammelt.






  • 25.04.2018 - 25.02.2019
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    Öffnungszeiten Museum & Fabrikcafé
    Mo 13.00 – 21.00 Uhr
    Di – Sa 10.00 – 17.00 Uhr
    So + Feiertage 10.00 – 18.00 Uhr
    Achtung: ab dem 01.01.2018 hat das Museum montags von 10.00 – 21.00 Uhr geöffnet und dienstags geschlossen!



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  • Alfred Dunkel, Wahlplakat der USPD 1919, Lithografie  Foto: SHMH/MHG
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    Historischen Museen Hamburg
  • Anonym, Wahlwerbeplakat der Deutschen Volkspartei, 1919  Foto: SHMH/MHG
    Anonym, Wahlwerbeplakat der Deutschen Volkspartei, 1919 Foto: SHMH/MHG
    Historischen Museen Hamburg
  • Max Pechstein, Die Nationalversammlung, Plakat, 1919  Foto: SHMH/MHG
    Max Pechstein, Die Nationalversammlung, Plakat, 1919 Foto: SHMH/MHG
    Historischen Museen Hamburg
  • Martha Jäger, Eure Kinder,Wahlwerbeplakat, 1919  Foto: SHMH/MHG
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  • Fotoatelier Jaap, Heinrich Laufenberg und Wilhelm Heise, Vorsitzende des Arbeiter- und Soldatenrats, 1918  Foto: Staatsarchiv Hamburg
    Fotoatelier Jaap, Heinrich Laufenberg und Wilhelm Heise, Vorsitzende des Arbeiter- und Soldatenrats, 1918 Foto: Staatsarchiv Hamburg
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