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It’s Not Me, It’s a Photograph Elina Brotherus

„In meinem Verständnis von Elina Brotherus’ 20-jährigem künstlerischen Schaffen steht weder das Autobiographische noch das Anekdotische im Vordergrund. Ihre Bilder sind für die Betrachter reine Projektionsflächen, die ohne Hintergrundgeschichten, deskriptive Titel oder Zusatzinformationen zur Verfügung stehen. Sie ermöglichen Prozesse der Identifizierung, Introspektion und Projektion, Voyeurismus oder Fetischismus. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, ihre Bilder und die Betrachter miteinander in Verbindung zu bringen“, schreibt die US-amerikanische Kunsthistorikerin und Autorin Abigail Solomon-Godeau im neuesten Katalog von Elina Brotherus anlässlich ihrer Ausstellung Règle du jeu im Pariser Centre Pompidou 2017.

Eine umfassende Mid-Career Show im KUNST HAUS WIEN stellt Elina Brotherus’ wichtigste Werkserien vor und präsentiert die in ihrer konsequenten Selbstbetrachtung oftmals an Cindy Sherman erinnernde finnische Fotografin, deren Bildsprache von Sensibilität, formaler Meisterhaftigkeit und ausgeführtem Perfektionismus geprägt ist. Neben Auszügen aus Brotherus’ jüngsten Arbeiten ist ein noch unveröffentlichter Werkkomplex zu sehen, den die Künstlerin auf Einladung des KUNST HAUS WIEN im Januar 2018 in Wien entwickeln wird. Elina Brotherus setzt sich dabei mit Werken von VALIE EXPORT, Erwin Wurm und anderen österreichischen KünstlerInnen auseinander und zieht diese Referenzen für neue fotografische und filmische Werke heran. Die 1972 in Helsinki geborene, in Frankreich und Finnland lebende Fotokünstlerin Elina Brotherus zählt aktuell zu den erfolgreichsten VertreterInnen ihrer Generation. International machte sie mit Fotoarbeiten und Filmen, immer als Serie konzipiert, auf sich aufmerksam, in denen sie sich selbst zeigt, in der Rolle der Fotografin oder auch in der Rolle des Modells. Selbstdarstellungen, mit subtilen Referenzen an die Kunstgeschichte oder mit autobiografischen Komponenten versetzt, sowie die Auseinandersetzung mit Landschaft und Landschaftsdarstellung sind seit 1997 charakteristisch für ihr weitläufiges Werk. Mit ihrer jüngsten Serie Règle du jeu beschreitet die Künstlerin neue Wege: In einer Mischung aus Appropriation Art und Re-Enactment nähert sie sich dem Fluxus als Kunstform, bei der schöpferische Idee und die Einheit von Kunst und Leben im Vordergrund stehen.

„Ich bin eine Künstlerin, was mir im Gegensatz zu „richtigen Erwachsenen“ erlaubt, verrückte Sachen zu tun. Je älter ich werde, desto mehr neige ich dem Spiel zu. Die Dinge, die mich im Moment am meisten interessieren, passieren mit einer gewissen Leichtigkeit und mit Humor, obwohl meine Arbeit ebenso eine ernste Seite hat. Die grundlegende Vorrausetzung für ein solches Spiel ist: Bestimme die verrückten Regeln selbst und lasse Dich dann einfach auf sie ein.“ Elina Brotherus, 2016

Kuratorinnen: Verena Kaspar-Eisert, Bettina Leidl

 

www.elinabrotherus.com






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