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AUGEN-BLICKE. Barocke Elfenbeinkunst im Dialog der Künste

Im Sponsel-Raum des Neuen Grünen Gewölbes im Dresdner Residenzschloss empfängt den Besucher eine exklusive Kabinettausstellung. Im Fokus steht, fast genau ein Jahr nach dem ersten Teil der Ausstellung mit dem Titel „AN-SICHTEN“, erneut Elfenbeinkunst aus dem Grünen Gewölbe, die zum „Dialog“ mit unterschiedlicher Gattungen und Genres einlädt.

Barocke Festlichkeiten, die Macht der Liebe, der Zauber der Commedia dell' Arte, aber auch die Dresdner Hofnarren Hante und Fröhlich leben auf in Statuetten und Reliefs aus Elfenbein, Terrakotta, Meissener Porzellan, in grafischen Vorlagen und Zeichnungen. Bildnisse und Porträts als Gemälde, Kupferstich, Medaillenbild, Büste oder Relief aus Elfenbein, Terrakotta und Böttgersteinzeug prägen den eleganten Charme der Ausstellung, die insgesamt 64 Exponate vereint.

Raffiniert und kunstvoll eingefangene „AUGEN-BLICKE“ erwarten den aufmerksamen Blick des Betrachters. Die meisten Elfenbeinwerke stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, doch das früheste entstand 1691/92 und das späteste um 1764.

Neben den Exponaten aus dem Grünen Gewölbe finden sich Leihgaben aus weiteren Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, darunter die Gemäldegalerie Alte Meister, das Kupferstich-Kabinett, die Porzellansammlung und das Münzkabinett. Weitere Leihgaben kommen von Schloss Moritzburg sowie Museen in Hamburg, Schwerin, Berlin, Braunschweig, Stuttgart, Hannover, Kassel und Nürnberg. Zu sehen sind Elfenbeinwerke von Balthasar Permoser, Paul Heermann, Carl A. Lücke der Ältere und Carl A. Lücke der Jüngere und Johann Christoph Ludwig Lücke, figürliche Porzellane von Kaendler und Reinicke, Gemälde von Ismael Mengs und Johann Georg Dathan, Grafiken von Jacques Callot, Zeichnungen von Samuel Mock und Ernst Hassebrauk.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Sandstein Verlag. Herausgegeben von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Jutta Kappel; ISBN 978-3-95498-430-5, 156 Seiten, 88 farbige Abbildungen, 19,90 €.






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    Zigeunerin zu Pferde, Elfenbeingruppe: wohl in Dresden tätiger Künstler, Juwelierarbeit: wohl Johann Christoph Neßler, Dresden, um 1710–1715, Inv.-Nr. VI 220
    Staatliche Kunstsammlung, Dresden
  • Zigeuner zu Pferde aus der Folge "Les Bohémiens", Jacques Callot, wohl 1621 oder 1621–1625, Radierung, Inv.-Nr. A 59021
    Zigeuner zu Pferde aus der Folge "Les Bohémiens", Jacques Callot, wohl 1621 oder 1621–1625, Radierung, Inv.-Nr. A 59021
    Staatliche Kunstsammlung, Dresden
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