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Alona Rodeh. DARK AGES 2020

Space = darkness; time = termination; and matter of architecture and cities = ruin and ashes. Arata Isozaki

Der Titel der Ausstellung DARK AGES 2020 bezieht sich auf eine herannahende bereits wahrnehmbare Zukunft. Alona Rodehs erste institutionelle Einzelausstellung in Österreich ist ein herausfordernder neuer Schritt in ihrer Untersuchung des Lichts als kulturelle und physische Einheit. Ihre Arbeiten stützen sich auf Forschungen kultureller, vor allem moderner Anwendungen von Licht und Dunkelheit, insbesondere einer architektonischen, sowie auf aktuelle Beleuchtungstechniken, die für Straßenbau, Not- und Rettungsdienste, Landebahnen und vieles mehr hergestellt werden.

Im mit schwarzen Wänden und schwarzem Boden abgedunkelten Ausstellungsraum begegnet man acht Skulpturen, die in einer Art Raster installiert sind. Sie erinnern an Hybride von Straßenlaternen, übergroßen Poller, lebensgroßen Säulen, Schachfiguren oder futuristischen Totems. In diese vertikalen, architektonischen Skulpturen sind eine Vielzahl von LED-Leuchten und Reflektoren eingearbeitet – Produkte der boomenden Fahrzeugbeleuchtungsindustrie. Diese leuchten periodisch, zusammen mit LED-Baustrahlern, die anderswo auf dem Raster platziert sind und dort wie kodierte Signale wirken, die miteinander kommunizieren. Alle Lichter blinken in einer choreografierten Kettenreaktion, während ein eigens gestalteter Raumklang den gesamten Ausstellungsraum erfüllt.

DARK AGES 2020 ist Teil von Alona Rodehs fortlaufender „Safe and Sound“ Serie, die die Geschichte der standardisierten Reflektor-, Phosphor- und Beleuchtungstechnologie, ihren magischen Ursprung und ihre Anpassung an die Sicherheitsindustrie erforscht. In einer Kultur, die überraschend stark mit Clubszene, Mode, Theater und Architektur verbunden ist, konstruiert Rodeh technische und materielle Performances ohne Perfomer_innen, die auf originale Soundtracks setzen, um Objekte in ihrer eigenen neu orientierten Ontologie zum Leben zu erwecken.

Alona Rodeh (*1979) ist bildende Künstlerin und lebt und arbeitet in Tel Aviv und Berlin. Ursprünglich der Bildhauerei verbunden, sind ihre Videos, Klang- und Lichtinstallationen, Fotografien, Performances, Künstlerpublikationen und andere Werke bereits u. a. von Institutionen wie Tranzit SK (2016), Künstlerhaus Bethanien (2014), Tel Aviv Museum (2013), CCA Tel Aviv (2013) oder dem PlugIn ICA Winnipeg (2012) gezeigt worden. Temporäre und permanente Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum entstanden in Berlin und Tel Aviv. Ihre Performances wurden u. a. beim Transmediale Festival, Berlin (2016); in der Zacheta National Gallery, Warschau (2014) oder im Israel Museum Jerusalem (2013) gezeigt. Rodeh arbeitet mit den Galerien Christine König Galerie, Wien und Rosenfeld Gallery, Tel Aviv zusammen und hatte Einzelpräsentationen bei den Messen ABC Berlin (2016), Art Cologne (2018) und MiArt Milan (2017). 2009 erwarb sie ihren MFA-Abschluss an der Bezalel Academy of Art and Design. In der kommenden Winter/Frühjahrssaison hat Rodeh zwei parallele Einzelausstellungen: eine im Salzburger Kunstverein und die andere im Kunstpalais in Erlangen (Vernissage am 15. März). www.alonarodeh.com

Gilly Karjevsky ist eine Kuratorin, die an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und der Politik der urbanen Gesellschaft arbeitet. Sie ist die Gründerin des City Artists Residency Programms, einer Plattform für künstlerische Interventionen in der Kommunalpolitik. Seit 2010 ist sie Ko-Direktorin von 72 Hour Urban Action, einem internationalen Schnellarchitekturwettbewerb. 2016 kuratierte sie die letzte Ausgabe der „Parckdesign“-Biennale in Brüssel mit dem Titel „Jardin Essentiel“. Zuvor war sie 2011-12 Associate Curator bei der Bat-Yam-Biennale für Landschaftsurbanismus und 2013-15 Ko-Kuratorin von „Glocal Neighbours“, einem Programm für Wissensaustausch zwischen Stadtvierteln, in Zusammenarbeit mit dem Israeli Centre for Digital Art und einer folgenden internationalen Konferenz „Das Stadtviertel als Globale Arena“. Gilly Karjevsky hat einen MA in Narrative Environments am Central Saint Martin’s College in London absolviert und schreibt gegenwärtig eine Doktorarbeit über praktisches Kuratieren an der Zürcher Hochschule der Künste. curatingurbanism.tumblr.com

Mit freundlicher Unterstützung des Senat Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa.






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    Öffnungszeiten Ausstellung: Di-So, 12-19 Uhr

    Öffnungszeiten Büro: Mo-Fr, 9-13 Uhr



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