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Heydt-Museum

Alfred Sisley – der wahre Impressionist

Heydt-Museum
Zeit seines Lebens hat sich Alfred Sisley um die französische Staatsbürgerschaft bemüht – vergeblich. Aber obwohl der in Paris geborene Sohn britischer Eltern nie einen französischen Pass bekam, wird er wie selbstverständlich mit Monet, Renoir, Degas, Pissarro in einem Atemzug genannt. Er gilt heute als einer der wichtigsten Künstler des französischen Impressionismus. Umso erstaunlicher ist, dass Sisley in Deutschland nie eine große Einzel- ausstellung gewidmet wurde.

Deshalb zeigt das Von der Heydt-Museum im Herbst 2011 nach den großen Ausstellungen zur „Schule von Barbizon", zu Renoir, Monet und Bonnard die erste große Sisley-Ausstellung in Deutschland.

1839 geboren und damit ein Jahr älter als Monet und zwei Jahre älter als Renoir, absolvierte Sisley 1857 bei seinem Onkel in London eine Kaufmannslehre und bewunderte dort das Werk von William Turner und John Constable. Von 1860 bis 63 studierte er in Paris im Atelier des Schweizer Malers Charles Gleyre, wo er mit Monet und Renoir Freundschaft schloss. Da seine Gemälde vom offiziellen Salon mehrfach zurückgewiesen wurden, nahm er 1874 an der ersten Impressionisten-Ausstellung teil. Auch in den folgenden Jahren war er häufig mit Monet, Renoir, Pissarro, Degas und Manet zusammen und stellte mit den Impressionisten aus. Als Galeristen waren für Sisley vor allem Durand-Ruel und Georges Petit, die auch die anderen Impressionisten vertraten, tätig. 1869 verließ Sisley die Hauptstadt Paris, um sich mit seiner Familie auf dem Land niederzulassen, zunächst westlich von Paris in Bougival, Couveciennes, Marly-le-Roy, dann in der Nähe von Barbizon, in Veneux-Nadon und ab 1882 in Moret- sur-Loing, wo er 1899 starb.

Das Oeuvre Sisleys umfasst 884 Gemälde, nahezu ausschließlich zauberhafte Landschaften, die er in der Umgebung von Paris malte. Wie Monet malte auch Sisley zum Teil in Serien. So gibt es zahlreiche Bilder, die an den Ufern der Seine entstanden, es gibt eine Reihe von Winterlandschaften, aber vor allem prächtige Frühlings- und Sommerbilder. Weiter gibt es die vielen Ansichten seines Wohnortes Moret-sur-Loing, eine Serie, die, analog zu Monets „Kathedrale von Rouen“, die Kirche von Moret-sur-Loing zum Thema hat und die Bildserie „Überschwemmung in Port-Marly", die er 1872 begann und 1876 noch einmal aufnahm.

Sisley selbst, der sein beträchtliches väterliches Vermögen im Krieg von 1870/71 eingebüßt hatte, lebte in bescheidenen Verhältnissen, aber seine Werke gehören zu den größten Kostbarkeiten des Impressionismus.






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  • Alfred Sisley Le canal du Loing
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