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Salzburg

Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun 1616 - 1668

Salzburg

Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun prägte in den knappen 14 Jahren seiner Regierungszeit (1654 - 1668) das barocke Bild der Stadt Salzburg.

Zu den bedeutenden Baumaßnahmen zählen die Errichtung der Dombögen sowie der Platzgestaltungen von Residenzplatz / Errichtung des Residenzbrunnens, und des Domplatzes / Bau seiner Gemäldegalerie - heute „Langer Gang" von St. Peter - in der Bel Etage dieses Traktes.

Guidobald Thun schuf somit jenen Rundgang, der durch LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer im Rahmen des von Dieter Bogner 2006 ausgearbeiteten Salzburger Museumsleitplanes wieder für Besucher der Salzburger Residenz zugänglich gemacht werden soll: ein Rundgang um den Domplatz - mit neuen prachtvollen Aussichtspunkten auf die Stadt und die Stadtberge und neuen überraschenden Einblicken in die Raumabfolge eines Repräsentationsbaus des Barock.

Die Ausstellung bietet einen Überblick zu diesem historischen Rundgang, der in Zukunft wieder erlebbar sein soll und präsentiert eine Auswahl an Meisterwerken des 17. Jahrhunderts Künstler:

Johann Heinrich Schönfeld

Luca Giordano, Jan Liss Werkstatt, Philipp Jakob Nickhl, Joachim von Sandrart, Johann Heinrich Schönfeld, Thiemo Sing, Frederik I. van Valckenborch, Hans Vredeman de Vries sowie Franz Anton Danreiter

ZUR PRÄSENTATION (Wandtexte: Roswitha Juffinger) AUFTAKT

Raum XV Erzbischof Guidobald Graf von Thun 1654 - 1668

Ein Bauherr für die Zukunft

Den Visionen Guidobald Thuns sind wesentliche Elemente der barocken Bausubstanz Salzburgs zu danken.

Jenen, die heute Salzburgs Innenstadt betreten und die schöne Abfolge von Plätzen und monumentalen Bauten des Dombezirkes bewundern, ist zumeist nicht bewusst, dass die Stadt 75 Jahre lang - von knapp vor 1600 bis Anfang der 1670-er Jahre - eine riesige Baustelle war: die Bautätigkeit an der fürsterzbischöflichen Residenz, an Residenz-, Dom- und Kapitelplatz sowie am Dom führten zu massiver Lärm- und Staubbelästigung und zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

 

Guidobald Thun ließ den Residenzbrunnen errichten und akzentuierte damit diesen zentralen Platz nördlich des Domes. Er baute den nördlichen und südlichen Dombogen als repräsentative Übergänge von der Residenz in den Dom und vom Dom in „seine" Gemäldegalerie, die er im heutigen Langen Gang von St. Peter einrichten wollte. Für diese geplante Gemäldegalerie wurde ein neuer Trakt erbaut, der den Domplatz nach Süden abschloss und dem Platz sein heutiges Aussehen verleiht.

Neben der Vollendung des Domplatzes ist die Errichtung der Winterreitschule, damals ein prächtiger Nutzbau für kostspielige, edle Pferde, heute ein prachtvoller Pausenraum (Karl-Böhm Saal) des Salzburger Festspielhauses, auf Guidobald Thun zurückzuführen.

 

„ ... ein mächtiger Nachbar ist ein gefährliches Übel"

Ausspruch von Abt Amand Pachler OSB (1624 - 1673) - Stift St. Peter, sich auf Guidobalds Methoden bei der Durchsetzung seiner Bau-Wünsche beziehend Rücksichtslos verfolgte Guidobald Thun sein Projekt der Errichtung eines Südtraktes am Domplatz für seine neue Gemäldegalerie; sein Plan sah in der Mitte des Traktes den Einbau eines nach Süden angebrachten Treppenhauses, verbunden mit einem Latrinenturm, vor, die beide in den Klostergarten von St.

Peter hineingeragt hätten und von den Klosterbrüdern zu Recht als unzumutbare Baumaßnahme beurteilt wurden. Daher wagte Abt Amand Pachler von St. Peter einen Vorstoß beim Erzbischof und unterbreitete diesem eine neue Variante; diesem Vorschlag stimmte Guidobald zu - wobei jedoch St. Peter die Kosten der Errichtung des heute bestehenden Südtraktes des Domplatzes (fast) zur Gänze zu tragen hatte.

Die Salzburger Erzbischöfe hatten bis 1803 in diesem Trakt das alleinige Nutzungsrecht für die beiden Kellergeschosse und die Bel Étage.

Künstler: Thiemo Sing, Franz Anton Danreiter RAUM XIV

 

Salzburger Museumsleitplan

Der von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer 2006 in Auftrag gegebene Salzburger Museumsleitplan wurde von Dr. Dieter Bogner (bogner cc.) ausgearbeitet.

Ein zentraler Bestandteil dieses Planes betrifft den von Guidobald Thun geschaffenen Rundweg um den Domplatz, der wieder begeh- und erlebbar gemacht werden soll: Residenz / Prunkräume bzw. Residenzgalerie Salzburg - nördliche Dombögen - Dom / Dommuseum zu Salzburg - südliche Dombögen / Kunst- und Wunderkammer - Langer Gang von St. Peter / Gemäldegalerie der Erzabtei St. Peter - Hofbogengebäude (heute „Wallistrakt") / Kunstschätze der Erzabtei St. Peter - Residenz / Prunkräume. Dieser neue Rundgang schafft in der Bündelung musealer Einrichtungen ein neuartiges Zentrum für die Kunst Alter Meister und bietet außerdem spektakuläre Panorama-Ausblicke auf die Stadt und die sie umgebenden Berge, sowie einzigartige Einblicke in die Innenräume des Salzburger Domes (von der Orgelempore aus) und in den spätgotischen Chor der Franziskanerkirche (Zugang über der Kreuzkapelle).

Erzbischof Guidobald Graf von Thun (1616 – 1668

Zu den bereits bestehenden musealen Institutionen: Prunkräume der Salzburger Residenz, Residenzgalerie Salzburg und Dommuseum zu Salzburg kommt als neuer Partner die Erzabtei St. Peter hinzu, die im Langen Gang sowie im Wallistrakt Spitzenwerke ihrer Kunstsammlungen erstmals für eine langfristige, museale Präsentation zur Verfügung stellt.








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  • Johann Heinrich Schönfeld © Residenzgalerie Salzburg
    Johann Heinrich Schönfeld © Residenzgalerie Salzburg
    Residenzgalerie Salzburg
  • Erzbischof Guidobald Graf von Thun (1616 – 1668 © Residenzgalerie Salzburg
    Erzbischof Guidobald Graf von Thun (1616 – 1668 © Residenzgalerie Salzburg
    Residenzgalerie Salzburg
  • Franziskanerkirche, Ansicht des spätgotischen Chores vom Umgang der Chorkapellen; Standpunkt: über der Kreuzkapelle, Aufnahme: Ulrich Ghezzi, Oberalm © Residenzgalerie Salzburg
    Franziskanerkirche, Ansicht des spätgotischen Chores vom Umgang der Chorkapellen; Standpunkt: über der Kreuzkapelle, Aufnahme: Ulrich Ghezzi, Oberalm © Residenzgalerie Salzburg
    Residenzgalerie Salzburg
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