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KPM – Gestalten, Benutzen, Sammeln. 250 Jahre Porzellan aus der Königlichen Manufaktur in Berlin.

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    KPM – Gestalten, Benutzen, Sammeln. 250 Jahre Porzellan aus der Königlichen Manufaktur in Berlin.
    19.09.2013 - 05.01.2014
Berlin

Anlässlich des 250. Jubiläums der KPM, der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin, zeigt das Bröhan-Museum eine Ausstellung, die den Blick auf die auߟergewöhnlich schönen Dekore der KPM lenkt. Im Fokus steht dabei die Ära von Theo Schmuz-Baudiß (1859-1942). Seit 1902 bei der KPM beschäftigt, war er von 1908 bis 1925 deren künstlerischer Direktor. Es entstanden neuartige Blumen-, Tier- und Landschaftsdekore in leuchtenden Farben und virtuoser Bemalung. Stilistisch bewegen sie sich zwischen Jugendstil und Art Deco. Eine breite Auswahl der besten Porzellane aus eigenem Museumsbestand wird ergänzt durch Leihgaben aus Museen, wie dem Kunstgewerbemuseum SMB, und Privatsammlungen. Eine Besonderheit stellen dabei die grafischen Vorlagen und Dekorentwürfe dar, die aus den umfangreichen Beständen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, KPM-Archiv (Land Berlin) stammen. Die Ausstellung ist zugleich ein Beitrag zum 40. Jubiläum des Bröhan-Museums. Dessen Gründer, der Sammler Professor Karl H. Bröhan, hegte eine besondere Vorliebe für Porzellane der KPM und erwarb im Laufe seiner Sammeltätigkeit zahlreiche Spitzenstöcke aus Jugendstil und Art Deco. So versteht das Museum die Ausstellung zugleich als Reverenz an seinen Gründer und die eigene Sammlungsgeschichte.

Noch auf der Pariser Weltausstellung von 1900 hatte die Präsentation der KPM herbe Kritik hervorgerufen: Historistische Modelle hatten Ãerwogen, während die wenigen Jugendstilporzellane kaum wahrgenommen wurden. Theo Schmuz-Baudiß engagierte sich hingegen für eine umfassende Modernisierung der Produktpalette. ZunÀchst stellte er ab 1902 die Unterglasurabteilung der KPM neu auf, womit er auf aktuelle Impulse aus Skandinavien reagierte. Ab 1908, als kÃŒnstlerischer Direktor, setzte er einen Schwerpunkt auf die Erneuerung der Dekore und ermutigte Entwerfer wie Adolf Flad, Willy Stanke und Franz TÃŒrcke, hier neue Wege zu gehen. Keine andere der großen europÀischen Porzellanmanufakturen brachte zu diesem Zeitpunkt eine vergleichbare Dekormalerei hervor. Die aus dem KPM-Archiv der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg entliehenen Entwurfszeichnungen vermitteln einen Eindruck vom Entstehungsprozess. Auch die Produktsparte der figürlichen Porzellane wurde in der Ära Schmuz-Baudiß modernisiert: Hermann Hubatsch, Joseph Wackerle, Rudolf Marcuse und Paul Schley schufen Figuren zu aktuellen Themen wie Mode, Sport, Tanz und Bühne. Von Anton Puchegger stammt eine Reihe markanter Tierfiguren.

Besonderes Augenmerk wird in der Ausstellung zudem auf zwei bedeutende Tafelensembles der KPM gelegt: den figürlichen Tafelaufsatz „Hochzeitszug“ von Adolf Amberg und das „Ceres-Service“ von Theo Schmuz-Baudiß.

Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Fhrungen, Workshops und einer Podiumsdiskussion statt. Ab 16. Oktober 2013 gibt es zudem ein Gemeinschaftsprojekt des Bröhan-Museums, der Universität der Künste und der Weißensee Kunsthochschule: Die Ausstellung in der Ausstellung GESCHMACKSSACHEN. INTERNATIONALE ESSKULTUREN IN BERLIN. Ein weiteres Projekt wird zusammen mit dem Deutschen Museumsbund und dem Nachbarschaftsheim Neukölln realisiert: Die „Ganghofer Girlzz“, eine Gruppe von MÀdchen mit Migrationshintergrund, lässt sich von den Jugendstilporzellanen zu eigenen EntwÃŒrfen inspirieren.






  • 19.09.2013 - 05.01.2014
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    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Sonntag (Montag geschlossen)
    April bis Oktober: 10 bis 18 Uhr
    November bis März: 10 bis 17 Uhr

    Stiftung Preußische Schlösser & Gärten
    Berlin-Brandenburg – Schloss Charlottenburg
    Spandauer Damm 20-24, 14059 Berlin
    Tel.: 0331 / 96 94 - 200 | www.spsg.de



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  • Foto: Wolfgang Pfauder, SPSG
    Foto: Wolfgang Pfauder, SPSG
    KPM Königliche Porzellan-Manufaktur
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