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Kunsthaus Züri

Kunsthaus Zürich veranstaltet Kunsthausnacht Kitsch & Kunst

  • Ausstellung
    Kunsthaus Zürich veranstaltet Kunsthausnacht Kitsch & Kunst
    13.11.2010 - 13.12.2010
Kunsthaus Züri

Am Samstag, 20. November, von 19 bis 24 Uhr dreht sich im Kunsthaus Zürich alles um Kitsch und Kunst. Ein Abend mit Werken von Meret Oppenheim, Thomas Hirschhorn, Adolf Treidler und Unbekannten, ad hoc kommentiert von Dr. Laura Arici, Kerstin Bitar sowie dem Künstler und Professor an der ZHdK, Thomas Müllenbach. Noch bis zum 12. November sind Besucher eingeladen Objekte anzubieten, die zur Ausstellung gelangen könnten.

Von Kitsch und Kunst wird die Rede sein, wenn an der Kunsthausnacht Gemälde und Skulpturen aus der Kunsthaus-Sammlung präsentiert werden, deren Realitätsferne das alltägliche Mass der Vorstellungskraft übersteigt. Was heute der deutsche Gartenzwerg oder die winkende japanische Katze verkörpern - Folklore, Disneysierung - hat im späten 19. Jahrhundert seine Wurzeln: das Attribut des Kitschigen. Im Gegensatz zu einer künstlerischen Bemühung um das Wahre oder das Schöne, bewerteten Kritiker den einfachen, naiven, überhöhenden Weg Gefühle auszudrücken, als sentimental, trivial oder eben kitschig. Diesem Phänomen und der Frage, wie wir es heute mit der Trennung von Hoch- und Populärkultur halten, geht die Kunsthausnacht nach.

RAPPER-KETTE UND ITALIENISCHE LANDSCHAFT
Das Kunsthaus Zürich stellt Werke aus seiner Sammlung vor, die sich durch ein hohes Mass an Künstlichkeit auszeichnen. Sie lassen die realen Gegebenheiten hinter sich, übertreiben oder übersteigen die Wahrnehmungsmöglichkeiten des Betrachters. Darunter sind die mit einer Rapper-Kette assoziierbare Plastik «CNN» von Thomas Hirschhorn (2002), Meret Oppenheims stilllebenartige Materialcollage «Why Why» (1968) und «Am Posillipo bei Neapel» (1888), ein Gemälde von Adolf Treidler. Dieses wäre als Wandschmuck in einer Pizzeria kaum aufgefallen; im Kunsthaus jedoch versetzt die überaus farbige Komposition einer italienischen Landschaft den unvoreingenommenen Betrachter in Erstaunen. Wie einige andere Gemälde und Skulpturen dieses Abends, darunter Werke von Auguste Renoir, Johannes Itten, Hans Thoma und Heinrich Keller, wird es nur selten gezeigt.

OBJEKTE UND KUNSTWERKE VON BESUCHERN WILLKOMMEN
Besucher können noch bis zum 12. November kleinformatige Bilder und Objekte zur Einlieferung vorschlagen, die ihrer Meinung nach originale Kunstwerke sind, das Kitschige repräsentieren oder in der Grauzone zwischen Kitsch und Kunst liegen. Diese Leihgaben werden zusammen mit Werken aus der Kunsthaus- Sammlung in einer «Kitsch & Kunst-Vitrine» im Barocksaal ausgestellt. Das Los entscheidet. Niemand weiss, ob Kunst oder Kitsch zum Aufruf gelangt. Kunstwissenschaftlerin Dr. Laura Arici und der Künstler und Professor an der Zürcher Hochschule der Künste, Thomas Müllenbach, werden vor Publikum einige der Werke ad hoc analysieren und in einen Kontext mit der offiziellen Kunstpraxis und -geschichte stellen. Das Antragsformular für Einlieferungen (Anzahl begrenzt) ist zum Download bereit unter http://www.kunsthaus.ch.

FÜHRUNGEN, WORKSHOP FÜR JUGENDLICHE
Steigt das Glück proportional zur Grösse des Objekts, wie es manche Pop-Ikone vermuten lässt? An Führungen beantwortet Kunsthistorikerin Kerstin Bitar diese und andere Fragen. Wie reagieren wir, wenn ein alltäglicher Akt im Bild etwas Sakrales bekommt, oder das grösste Gefühl in einer kleinen Geste des Malers so lächerlich wirkt, dass uns nicht nur die Umsetzung des edlen Gefühls dilettantisch erscheinen muss? Jugendlichen wird der Workshop «Macht Kitsch glücklich?» mit Künstlerin Manù Hophan angeboten. In den Ateliers sprayen, malen und kleben die Teilnehmer ihr persönliches Glücksbild. Vor dem praktischen eigenen Gestalten stehen Fragen nach dem Original, der Qualität einer Kopie und dem feinen Grad von Verfremdung und Überzeichnung, den die Teilnehmer definieren müssen, bevor sie selbst eine Manipulation vornehmen und Original-Motive ins Kitschige kippen lassen.

PROGRAMM VON 19 BIS 24 UHR IM ÜBERBLICK
Sound-J Tom variiert Klassik und Pop, legt Arien und Schnulzen auf. Nonstop.
Workshop für Jugendliche (14 bis 18 Jahre) «Macht Kitsch glücklich?» mit Künstlerin Manù Hophan. Dauer: 19.30-21.30 Uhr (Teilnehmerzahl begrenzt).
Kitsch & Kunst im Dialog zwischen Dr. Laura Arici und Prof. Thomas Müllenbach: 20, 21, 22, 23 Uhr. Dauer ca. 20 Minuten.
Führungen ohne Voranmeldung mit Kerstin Bitar: 19.30, 20.30, 21.30, 22.30 Uhr.
Dauer ca. 30 Minuten.
Vitrinenschau: Kitsch & Kunst. 19-23.30 Uhr.
Die Ausstellungen (Picasso, Kolbe) sind durchgängig bis Mitternacht geöffnet und im Eintrittspreis inklusive.

Unterstützt von Credit Suisse - Partner des Kunsthaus Zürich

ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, CH-8001 Zürich
Tel. 41 (0)44 253 84 84, [url]http://www.kunsthaus.chÖffnungszeiten: Samstag, 20. November, 19-24 Uhr. Kunsthausnachttarif ab 18 Uhr. Das Museum ist ab 10 Uhr durchgehend geöffnet.
Eintritt: CHF 22.-/14.50 reduziert und Mitglieder der Zürcher Kunstgesellschaft. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre gratis.








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