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WINTERPALAIS

Prinz Eugen von Savoyen 350 JAHRE

WINTERPALAIS

In der Eröffnungsausstellung im Winterpalais, einer barocken Sehenswürdigkeit von internationalem Rang, stehen anlässlich des 350. Geburtstags des Prinzen Eugen von Savoyen insbesondere seine Biografie, die Baugeschichte des Palais sowie die militärischen Verdienste des ehemaligen Hausherrn im Fokus. Ausgewählte Objekte verschiedenster Gattungen fügen sich in die bestehende Struktur der Prunkräume ein und unterstreichen diese. Einerseits werden der persönlicher Werdegang sowie die familiäre Herkunft des Prinzen Eugen veranschaulicht, anderseits gibt der baugeschichtliche Teil Aufschlüsse über das ursprüngliche Aussehen des Palais im Inneren.

Als Feldherr und Diplomat erlangte der einstige Hausherr nachhaltigen Ruhm und Reichtum. Daher überrascht es nicht, dass er seine militärischen Erfolge im Stadtpalais durch einen Zyklus großformatiger Schlachtenbilder von Ignace-Jacques Parrocel präsent hielt. Zudem zählen unter anderem die Collane des Ordens vom Goldenen Vlies aus dem Besitz des Prinzen, die zahlreichen Porträts von Familie und Zeitgenossen sowie kostbare japanische Lackschränke, die das Belvedere als Leihgabe aus Turin präsentiert, zu den ausgestellten Objekten. „Die museale Bespielung der Prunkräume durch das Belvedere ermöglicht nach Jahrhunderten eine Wiedervereinigung von Prinz Eugens Stadt- und Gartenpalais. Mit der Herbstausstellung in seiner ersten in Wien errichteten Residenz soll das Leben des Prinzen anhand ausgewählter Exponate greifbar werden. Da das Winterpalais kein klassisch- nüchterner Raum ist, erzeugt der Dialog zwischen Prunksälen und Exponaten eine besondere Spannung, die viel von der damaligen Zeit vermittelt“, erläutert Agnes Husslein-Arco, Direktorin des Belvedere.

Ist die Himmelpfortgasse heute eine begehrte Adresse in der Wiener Innenstadt, galt das Viertel zu Zeiten des Prinzen als bürgerlich. Während alteingesessene Familien über Bauten in den besten Lagen nahe der Hofburg verfügten, benötigten Neuankömmlinge viel Glück und Geld, um sich in dieser Nachbarschaft ansiedeln zu können. „Gerade anhand des Winterpalais lässt sich aufgrund der Bau- und Ausstattungsgeschichte der Aufstieg des Prinzen Eugen auf eindrucksvolle Weise nachvollziehen. Ursprünglich als mittelloser Flüchtling 1683 an den Hof der Habsburger gekommen, starb er 1736 als Besitzer von mehreren Schlössern. Es ist die unglaubliche Erfolgsgeschichte eines Selfmademan“, führt die Direktorin weiter aus. 1694, elf Jahre nach seinem Eintritt in die kaiserlichen Dienste, verfügte der Prinz über die notwendigen Mittel für den Kauf eines Gebäudes in der Wiener Innenstadt, erwarb in der Folge auch das Nachbargebäude und beauftragte den Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach 1696 mit der Errichtung eines siebenachsigen Palais, das in zwei darauffolgenden Etappen um jeweils fünf Achsen auf beiden Seiten erweitert wurde. So entstand ein nach außen hin beeindruckendes Gebäude, dessen wahrer Reichtum sich jedoch in den folgenden Jahren im Inneren entfaltete. Wandbespannungen aus Seide, kostbare Steinarten auf den Konsoltischen, Luster, Deckengemälde und -fresken berühmter italienischer Meister, englisches Silber, chinesisches Porzellan und viele andere Kostbarkeiten schufen ein Ambiente, dessen Pracht heute kaum vorstellbar ist.

Nach dem Tod des Besitzers und dem Ankauf des Palais durch Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1752 erfolgten unter dem Hofarchitekten Nicolaus von Pacassi zahlreiche bauliche Veränderungen. „Dennoch ist es ein besonderer Schatz, der nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten erstmals der Öffentlichkeit zugänglich ist: Trotz der Umbauten sind wesentliche Teile der wandfesten Ausstattung erhalten geblieben. Ein Großteil davon – insbesondere die Deckenfresken im Audienz- wie im Paradeschlafzimmer, das Goldkabinett und die fabelhaften Groteskenmalereien auf vergoldetem Grund – vermag den heutigen Besucher nach wie vor zu beeindrucken“, bestätigt Georg Lechner, der Kurator der Ausstellung.

DAS BELVEDERE
Einzigartiges Barockensemble und weltberühmte Kunstsammlung UNESCO-Weltkulturerbe und einzigartiges Barockensemble – die ehemalige Residenz des Prinzen Eugen von Savoyen gehört mit ihrem prachtvollen Garten zu den international schönsten Barockanlagen. Nachdem Prinz Eugen mit dem städtischen Winterpalais einen ersten Wohnsitz besaß, trachtete er danach, durch Grundstücksankäufe am Rennweg eine großzügige Gartenanlage mit entsprechend prunkvollen Bauwerken zu errichten. Während das zuerst erbaute Untere Belvedere als Wohnschloss samt Wirtschaftstrakten und Orangerien konzipiert wurde, diente das Obere Belvedere vor allem Repräsentationszwecken und wurde entsprechend reich ausgestattet. Von der ursprünglichen Pracht zeugen heute etwa der Marmorsaal, die Schlosskapelle, der Carlone-Saal sowie die Deckengemälde von Giacomo del Pò. Das Obere Belvedere beherbergt neben der weltgrößten Klimt- Gemäldesammlung, unter anderem mit den Jugendstilikonen Kuss und Judith, Meisterwerke von Schiele, Kokoschka, Waldmüller, Renoir, Monet und van Gogh sowie bedeutende Sammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts, des Barock und des Mittelalters. Im Unteren Belvedere und in der Orangerie werden nach umfangreichen Adaptierungen seit 2007 laufend Sonderausstellungen gezeigt. Im Herbst 2013 würdigt das Belvedere den Weltbürger und Jubilar Prinz Eugen von Savoyen mit zwei Ausstellungsprojekten – sowohl im neu eröffneten barocken Juwel in der Himmelpfortgasse, dem Winterpalais, als auch im Oberen Belvedere.






  • Barock, Stil der europ. Kunst von etwa 1600 bis etwa 1750. Sein letzter Entwicklungsabschnitt...
  • 18.10.2013 - 27.04.2014
    Ausstellung »
    Österreichische Galerie Belvedere »

    Öffnungszeiten
    Täglich 10 bis 18 Uhr
    Regulärer Eintritt
    € 9,- (Winterpalais)
    € 25,- (Winterpalais, Oberes und Unteres Belvedere)



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  •   Winterpalais  © Belvedere, Wien
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    Österreichische Galerie Belvedere
  •   Winterpalais  Die Prunkstiege  Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Winterpalais Die Prunkstiege Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Österreichische Galerie Belvedere
  •  Winterpalais  Das Goldkabinett  Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Winterpalais Das Goldkabinett Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Österreichische Galerie Belvedere
  •  Winterpalais  Der Gelbe Salon  Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Winterpalais Der Gelbe Salon Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Österreichische Galerie Belvedere
  •  Winterpalais  Blick in den Blauen Salon Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Winterpalais Blick in den Blauen Salon Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Österreichische Galerie Belvedere
  •  Winterpalais  Die Kapelle  Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Winterpalais Die Kapelle Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
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  •  Winterpalais  Der Blaue Salon  Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Winterpalais Der Blaue Salon Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Österreichische Galerie Belvedere
  •  Winterpalais  Detail, Roter Salon mit Deckenfresko von Andrea Lanzani (Figuren) sowie Marcantonio Chiarini (Architekturmalerei)  Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
    Winterpalais Detail, Roter Salon mit Deckenfresko von Andrea Lanzani (Figuren) sowie Marcantonio Chiarini (Architekturmalerei) Foto: Oskar Schmidt, © Belvedere, Wien
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  • © Belvedere, Vienna
    © Belvedere, Vienna
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