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Kassel

Wiedereröffnung der Neuen Galerie

Kassel

Nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet am 23. November 2011 die sanierte und umgestaltete Neue Galerie. In dem großen hessischen Investitionsprojekt zur Neuordnung und Sanierung der Kasseler Museen ist damit eine wichtige Etappe zurückgelegt.

Die Malerei und Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart hat damit nun wieder einen Ort, an dem sie ihre Wirkung entfalten kann. Für die Stadt Kassel werden zwei wichtige und glanzvolle Bestandteile ihrer kulturellen Identität wieder erlebbar: die große Tradition der Kasseler Kunstakademie im 19. Jahrhundert und die Geschichte der documenta, die sich durch regelmäßige Erwerbungen seit 1982 in der Sammlung der Neuen Galerie widerspiegelt.

Am 23. November werden der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, gemeinsam mit dem Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel, Prof. Dr. Bernd Küster, vor geladenen Gästen das Museum wieder dem Publikum übergeben.

Der dreitägige Eröffnungsreigen findet einen weiteren Höhenpunkt und seinen Abschluss mit dem Tag der offenen Tür am 25. November. Dann sind alle Kunstbegeisterten eingeladen bei freiem Eintritt und mit kostenlosen Führungen die neu gestaltete Architektur des historischen Museumsbaus an der „Schönen Aussicht“ sowie die neu präsentierte Sammlung kennenzulernen. Auch in den folgenden Wochen gibt es natürlich viele Führungen durch das Haus. Eine Übersicht bis zum Ende des Jahres finden Sie im Anhang.

Selbstverständlich wird die Neue Galerie künftig auch wieder Raum für Sonderausstellungen bieten. Schon mit der Eröffnung können Sie dort eine kleine Ausstellung mit Leihgaben aus dem Duisburger LembruckMuseum und dem Museum Schloss Moyland entdecken, die dem Zusammenhang zwischen den Künstlern Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) und Joseph Beuys (1921-1986) nachspürt.

Das neu eingerichtete Museum wurde im Rahmen des umfassenden hessischen Landesinvestitionsprojektes zur Neuordnung und Sanierung der Kasseler Museen als Erstes fertig gestellt. Wir laden Sie ein zum

Tag der offenen Tür am Freitag, 25. November 2011, 10 – 20 Uhr

Sie können die Neue Galerie mit ihrer hochkarätigen Sammlung besichtigen und die Erneuerung und Modernisierung durch das Architektur-Büro Volker Staab Berlin bestaunen.
Zu jeder vollen Stunde können Sie zwischen 11 und 19 Uhr an Führungen durch das Museum teilnehmen. Die jüngeren Besucher sind außerdem dazu eingeladen, um 14.30 Uhr oder um 16.30 Uhr mit der Kinderführung und Aktion „Sieh die Welt, wie sie Dir gefällt“ das neue Haus kennenzulernen.

Eintritt und Führungen sind kostenfrei.

Die Neue Galerie ist das erste Museum, das im Rahmen des 200 Millionen Euro umfassenden, hessischen Investitionsprojektes zur Neuordnung und Sanierung der Kasseler Museen nach fünfjähriger Bauzeit fertig gestellt wird. Das Haus der Moderne mit seiner städtischen und staatlichen Kunstsammlung ist damit eines der Aushängeschilder des Gesamtkonzepts.
Die Neue Galerie wurde nach Plänen des Berliner Büros Staab Architekten vom Foyer bis zum Glasdach generalsaniert, um den Anforderungen an einen zeitgemäßen Museumsbau gerecht zu werden. Der neue Eingangsbereich nimmt die Besucher hell und freundlich in Empfang. Das beginnt schon im Außenbereich mit der neuen Treppe und der barrierefreien Rampe und setzt sich im Inneren fort. Das Foyer vermittelt eine Vorstellung von der Größe des Hauses und setzt ein deutliches gestalterisches Signal. Obwohl die Architektur von Heinrich von Dehn-Rothfelser scheinbar wenig Spielraum für eine heutige Gestaltung ließ, hat das Büro Volker Staab das vorhandene Potential ausgeschöpft und den originären Charakter des Gebäudes wieder klarer hervorgeholt. So haben die Abfolgen der Ausstellungsräume eine viel stärkere Wirkung gewonnen, insbesondere in den Oberlichtsälen mit ihren neuen Lichtdecken. Die neue Offenheit zeigt sich auch ganz besonders in den beiden Loggien. Der Besucher kann jetzt einen unverstellten Blick in den Park Karlsaue werfen so wie es ursprünglich einmal gedacht war. Dies ist eine wunderbare Abwechslung im Rundgang und ein deutliches Signal gegen die hermetische Geschlossenheit vieler Museen. Erweitert und vor allem neu organisiert wurden auch die Ausstellungsräume im Untergeschoss, die vorher einen wenig einladenden Charakter hatten. Lichte, helle Räume laden den Besucher ein, länger zu verweilen und die Atmosphäre zu genießen, die nicht mehr durch hässliche und unpraktische Stellwände getrübt wird. Für die Kunstwerke und die Besucher im Gebäude ist auch die neue Klimaanlage von Vorteil.








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