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Zeitgenössische Ikonen von Nikos Kypraios

Wien

„Fenster in eine andere Welt – Zeitgenössische Ikonen von Nikos Kypraios“

Der Begriff „Ikone“ leitet sich vom griechischen Wort für „Bild“ ab. Er findet sich zum ersten Mal im Buch Genesis „Gott erschuf den Menschen nach Seinem Bild“. Seit fast 2000 Jahren werden in der Ostkirche sakrale Bilder (Ikonen) mit Heiligen, Engeln und biblischen Themen nach vorgegebenen und bewahrten Traditionen angefertigt. Anders als in der Ikonographie der Westkirche, in der wiedererkennbare Attribute und Symbole Anwendung finden, erscheinen orthodoxe Ikonen oft rätselhaft für den ungeübten Betrachter. Eintönigkeit und tranceartige Distanziertheit dieser flächigen Bilder versuchen, das „Unwissbare“ durch die mystischen Kräfte anschaulicher Theologie zu vermitteln. Dieser Zugang spiegelt das frühchristliche Konzept des „vollkommenen Gläubigen“ wider, der ein düsteres Äußeres und im Inneren eine wunderschöne, leuchtende Seele haben sollte. Demnach ist eine Ikone ein „Fenster“ zu einem tieferen Bedeutungsinhalt, der durch verehrende Versenkung erschlossen werden kann.

Die in der Ausstellung des Dommuseums gezeigten Ikonen-Studien schuf Nikos Kypraios im Jahr 1993 und überarbeitete sie eigens für diesen Anlass. Der Künstler selbst versteht sie nicht als religiöse Bildwerke, sondern möchte mit ihnen – durch ihre historische Bezugnahme und ihr „gealtertes“ Aussehen – Tradition und Geist dieser byzantinischen Kunstform ins Gedächtnis rufen. Sowohl der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Australien als auch der Präsident Griechenlands bringen ihre Wertschätzung für Nikos Kypraios dadurch zum Ausdruck, dass sie seine Ikonen in ihren Büros hängen haben.

Nikos Kypraios wurde 1944 auf der griechischen Insel Samos geboren. In den 1960er-Jahren zog er nach Athen und wurde zunächst als Graphiker künstlerisch tätig. Durch eine Englandreise wurde ihm bewusst, wie sehr die politische Situation seiner Heimat (Griechische Militärdiktatur, 1967–1974) jedes künstlerische Schaffen erstickte. 1972 emigrierte er daher mit seiner Familie nach Australien und schloss sich der intellektuellen Exilgemeinschaft an, die sich „Griechische Diaspora“ nannte. In Melbourne fand Kypraios eine Künstlergemeinschaft und stürzte sich in seine künstlerische Arbeit. In den frühen 1990er-Jahren kehrte er wieder nach Griechenland zurück und wohnt seitdem abwechselnd in Athen und auf Samos. Hier begann er, intensiv farbige expressive Landschaften zu malen, deren Strahlen vom ionischen Licht der heimatlichen Insel in der östlichen Ägäis zu stammen scheint. Er erreichte beachtlichen Erfolg mit Einzelausstellungen in Griechenland und erlangte auch internationale Anerkennung durch Ausstellungen in Australien, Weißrussland und in den USA. Kypraios gilt als einer der namhaftesten griechischen Maler der Gegenwart.

Öffnungszeiten Langer Dienstag 10 bis 20 Uhr Mittwoch bis Samstag 10 bis 18 Uhr

Eintritt Erwachsene Ermäßigt Kinder ab 5 Jahre 7,00 € 5,50/4,50/3,50 € 3,00 €






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  • Foto 4: Hl. Maria mit Kind (Hl. Gottesmutter Eleusa) Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Foto 4: Hl. Maria mit Kind (Hl. Gottesmutter Eleusa) Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Dommuseum Wien
  • Hl. Georg Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Hl. Georg Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Dommuseum Wien
  • Hl. Stephanus Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Hl. Stephanus Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Dommuseum Wien
  • Christus in größter Erniedrigung Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Christus in größter Erniedrigung Öl auf Papier 118 x 82 cm © Nikos Kypraios
    Dommuseum Wien
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