at artparis 20
at artparis 2009
Allen Jones zaehlt zu den großen Legenden der Pop Art. Mit David Hockney, Ronald B. Kitaj oder Richard Hamilton begruendete Jones die britische Pop Art, eine Bewegung, die so wie ihr US-amerikanisches Pendant die Alltags- und Konsumwelt in den hehren Tempel der Kunst Einzug halten liess. Mitte der 1960er Jahre tauchen erstmals Fetischsujets wie High-Heels, Latexbekleidung oder schlanke Damenbeine auf. Allen Jones hat sich seither Sex und Eros in seiner Malerei, Plastik und Grafik verschrieben. Zur Hochbluete der Pop Art definierte Jones den weiblichen Koerper und seine sexuell besetzten Fragmente und Fetische in einer deskriptiven realistischen Ausformulierung: Keine schemenhafte Flachheit der verfuehrerischen Figuren wie bei Lichtenstein oder Wesselmann, sondern koerperliche, ja zum Teil haptische Praesenz bei Jones. So entstanden Bilder in Kombination mit Latexgewaendern sowie Puppen in Lack und Leder gekleidet, die als Moebel fungierten. Im Laufe der fruehen 1980er Jahre setzte eine freie malerische, bzw. zeichnerische Interpretation der Figuration ein. Gestische Striche und offene Farbzonen bestimmten die Bildsituation.

Erde, Feuer, Wasser und Luft" hielten die griechischen Naturphilosophen (Empedokles) für die Grundlage unserer Welt. Diese Elemente beherrschen formal auch die Bildwelt Julie Monacos (geb 1973 in Wien), deren wildromantische Naturansichten aber abstrahierte Realität sind, wie sie in der Natur nie vorhanden sein können. Die verblüffende Nähe zur abgebildeten Natur ist gewollt und stellt unsere Wahrnehmung ziemlich auf die Probe. Durch einen Rechenprozess rein digital erzeugt, basierten diese künstlichen Landschaften anfänglich auf einem rein numerischen Code von „one" und „zero". Für das erstellte Image gab es weder konkrete Vorlagen wie Fotografien oder Scans, noch wurde das Bild von einem realen Abbild generiert. E.P.

Besonders stark ist die Präsenz der kämpferischen, politisch motivierten Attitüde auf den Collagen von Erró, wobei Erró gewisse ideologische Positionen und Klischees, Illusionen, Vorurteile mit den brutalen Bildern der Realität konfrontiert. Porträts von Politikern, politische Logos, Sinnbilder der unterschiedlichen Bewegungen, typische Motive und bekannte- symbolhafte- Orte, durch die Massenmedien bekannt gewordene Ereignisse, in den Zeitungs- und Fernsehberichten oft gezeigte Dokumente werden hier zu einem provokativen und enthüllenden visuellen Kaleidoskop zusammengetragen wobei der Betrachter sich von der elementaren Macht der Bilder provoziert fühlt. Es scheint die Technik der Collage besonders geeignet für diese frische, unmittelbare, provokative und aggressive Konfrontation unterschiedlicher Referenzen zu sein. Die kreative Fantasie, die unbegrenzten Assoziationen beleben die Narrativität dieser Collagen und machen diese Technik auch zum Experimentfeld für die größeren malerischen Kompositionen. L.H.

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