Erlesene Vielfalt der Bibliophilie auf der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse
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Millionenobjekte, Inkunabeln, Künstlerbücher, Erstausgaben, Graphiken von Rembrandt bis zur Avantgarde. Mittelalter und Moderne, Wissenschaft und Ästhetik, Schönheit für das Auge und für den Intellekt: Darin liegt der Reiz der Stuttgarter Antiquariatsmesse.
Grandioses Glanzstück der mittelalterlichen Buchkunst
und unumstrittener Höhepunkt der 50. Antiquariatsmesse ist eine „Bible Historiale“ mit 51 prachtvollen Miniaturen sowie über 60 Initialen in Blattgold. Die „Historia scholastica“ des Petrus Comestor, in französischer Übersetzung von Guiart des Moulins, entstand in Nordfrankreich oder Flandern um 1470. Sie wird am Stand von Heribert Tenschert alle Blicke auf sich ziehen (1.450.000 €).
„Dies die gerechte Strafe für meine Schwäche, die mich mein Leben an das Deine ketten liess“
„Person of the Century“ ist laut Time Magazine der Begründer der Relativitätstheorie Albert Einstein. Der von Kotte angebotene Briefwechsel Einsteins mit seiner später geschiedenen Frau Mileva Einstein-Maric zeigt das Genie als Privatmann von einer verletzlichen und zynischen Seite: „Dies die gerechte Strafe für meine Schwäche, die mich mein Leben an das Deine ketten liess“, klagt er in der 75 Briefe und Bildpostkarten aus den Jahren 1909 bis 1951 umfassenden Korrespondenz (250.000 €).
Briefe, handschriftliche Reiseberichte, Tage- und Skizzenbücher sind einzigartige Kulturzeugnisse und bilden einen besonderen Schwerpunkt auf der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse. Einen Brief des Revolutionärs Karl Marx, datiert (London) 25.VI.1878, offeriert J.A. Stargardt (18.000 €). Franz Kafkas briefliche Mitteilung an den Freund und späteren Nachlassverwalter Max Brod (Planá, Ende Juni 1922) ist beim Antiquariat Voerster zu bewundern (48.000 €). Das eigenhändige Manuskript Adalbert Stifters „Zur Psichologie der Thiere“ ermöglicht am Stand von Kotte Einblick in den künstlerischen Schaffensprozess (55.000 €).
Aus dem 16. Jahrhundert stammt das spanische Manuskript der Regeln und Regularien einer Bruderschaft aus Toledo (Stenderhoff 8.600 €), aus dem 17. eine mit 145 Federzeichnungen illustrierte „anthropologisch-chirognomische“ Studie über die Frage, ob der menschliche Charakter aus der Hand zu lesen sei (Inlibris 9.500 €), und aus dem 18. die bisher ungedruckten „Memoires du General Comte de Harrsch“ über seine militärische Laufbahn und eine Reise durch den Orient (Carlsen 26.000 €). Das Antiquariaat Junk (Amsterdam) zeigt Ernst von Bibras Skizzenbuch seiner berühmten „Südamerikanischen Reise“ 1849 bis 1850. Das mit detailgenauen handkolorierten Zeichnungen, wissenschaftlichen Fakten und persönlichen Erlebnissen durchsetzte Manuskript war, so das Vorwort, für den persönlichen Gebrauch gedacht: „Wen(n) Euch nicht gefällt was ich hier gezeichnet, so ist mir das gleich. Ist auch solches nicht desshalb geschehen, sondern nur damit ich selbst eine Erin(n)erung habe, an das, so ich in fremden Lande gesehen“ (29.500 €). Kulturgeschichtliche Quelle ersten Ranges wie „document humain“ sind die Briefe, die der Arzt und Forscher Ernst von Middendorf über seine Reise von Hamburg nach Australien schrieb. Sie sind bei Eberhard Köstler mitsamt der seltenen Erstausgabe von Middendorfs berühmtem Peru-Werk zu erwerben (9.800 €).
Unzweifelhaft eines der schönsten Malerbücher
ist Longus’ „Daphnis et Cloe“, ediert 1961 mit den Originallithographien Marc Chagalls. Der griechische Dichter Longus erzählt die Geschichte von zwei ausgesetzten Kindern, die von den Hirten Lamon und Dryas aufgenommen wurden und erst nach vielen Jahren als Kinder wohlhabender Eltern erkannt werden. Sie kehren nicht nach Mytilene zurück, bleiben bei den Hirten, und feiern dort Hochzeit. Chagalls farbige Lithographien machen dieses Buch nicht nur zu einem ganz besonderen bibliophilen Schmuckstück, sondern zu einem Hauptwerk zeitgenössischer Buchillustrationskunst (Schmidt & Günther 240.000 €).
C. G. Boerner – neben Neidhardt, Stargardt, Laube und Schumann seit der ersten Messe 1962 als Aussteller in Stuttgart vertreten – glänzt 2011 mit Adriaen von Ostades Radierung „Der Brillenverkäufer“ (12.000 €). Goyas frühe Zyklen „Los Caprichos“ und „Los desastres de la guerra“ gelten als die wohl vollendetste Leistung des Künstlers auf dem Gebiet der Aquatinta-Radierung. Sie sind einer von vielen Höhepunkten am Stand von Reiss & Sohn (18.500 € und 12.000 €). Ein beeindruckendes Beispiel prärafaelitischer Buchkunst zeigt die Londoner Galeristin Sophie Schneideman mit James Russell Lowells kalligraphischer Meisterleistung „The Vision of Sir Launfal“ in einem opulent verzierten Einband von Sangorski & Sutcliffe (18.750 €). „Die Geschichte von Venus und Tannhäuser“, die Tusculum aus London nach Stuttgart bringt, besticht durch den kunstvollen Buchschmuck Aubrey Beardsleys sowie durch den von Dorfner signierten eleganten roten Ledereinband (2.900 €).
Gefährliche Liebschaften
„Les liaisons dangereuses“ präsentiert Hellmut Schumann in der ersten illustrierten Ausgabe von Choderlos de Laclos’ frivolem Briefroman, einem der bedeutendsten und berühmtesten Werke französischer Literaturgeschichte (17.000 €). Am Stand von Herbert Blank regiert dagegen die „eiserne Hand“ mit Goethes noch anonym herausgegebenem äußert seltenen „Götz von Berlichingen“ in der Erstausgabe (19.000 €). Die Märchen der Gebrüder Grimm, von David Hockney illustriert, rücken die traditionelle Literatur in eine moderne Perspektive. Die mit 39 Radierungen versehene und auf 100 Exemplare limitierte Ausgabe zeigt Peter Kiefer (11.000 €).
In der Moderne brillieren Günter Linke, KaraJahn und die Galerie Valentien mit reizvollen Seltenheiten wie der „Bauhauspostkarte Nr. 15“ von Ludwig Hirschfeld-Mack (Linke 4.800 €), der vollständigen Sammlung der legendären Zeitschrift „Die neue Linie“ (KaraJahn 32.000 €) und Jean Dubuffets „La Métromanie“, erschienen 1949 in Paris (Galerie Valentien 3.800 €). Die Avantgarde in Holland und Ungarn repräsentieren ein komplettes Exemplar der Internationalen Revue „I-10“ (Abeceda 14.500 €) und Lajos (Ludwig) Kassaks „MA-Buch“ (Linke 4.800 €). Mit bibliophilen Ausgaben des Futurismus und der ungarischen Avantgarde debütiert auch der Budapester Antiquar Zoltán Földvári 2011 in Stuttgart, während Die Schmiede zur 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse Feigls Zeichnung „Franz Kafka liest den ‚Kübelreiter‘“ zeigt (5.500 €).
Einen farbigen Kontrapunkt setzen wie immer die Kinderbuchillustrationen, wovon Sabine Keune, Winfried Geisenheyner und Robert Wölfle gesuchte Originalvorlagen präsentieren: Eugen Osswalds Gouachen „Gans und Katze, Ziege und Schwein, zwei Dachse“ (Wölfle 2.400 €) und Löhrs „Tändeleyen und Scherze für unsere Kinder“ in einem wundervoll kolorierten Originaleinband (Geisenheyner 2.400 €). Wer angesichts solch erlesener Vielfalt denkt „Nichts wie weg!“, kann kein Bibliophiler sein, es sei denn, er hat Löfflers Tuschezeichnungen am Stand von Sabine Keune entdeckt, die der Künstler der Wiener Sezession als Originalvorlagen zu den Versen der „Schwäbischen Tafelrunde“ fertigte (2.200 €). Löfflers Gestalten fliehen aus dem Bild. Wohin? In die Südsee?
Menschenköpfe aus der Südsee, Drohbriefe von Menschenfressern
Wer im mitteleuropäischen Schneechaos an Flucht in sonnige Gefilde denkt, wird bei den traditionsgemäß hochkarätig bestückten Spezialisten für Reiseliteratur und Naturwissenschaften fündig, oder er unternimmt eine graphische Reise nach Rom mit einer beeindruckenden Folge von Veduten, die das Antiquariat Schreyer anbietet. Als „Wetterwarnung“ zeigt Franz Siegle dazu eine interessante Reihe früher meteorologischer Beobachtungen, in denen es um Schäden durch „schreckliche Wasser-Ergießungen“ und „entsetzliche Eiß-Fahrten“ geht.
Wurden die Batak von den „tuan“, ihren weißen Kolonialherren, nicht angemessen entlohnt, ritzten sie Drohbriefe in Bambusröhren, deren besondere Brisanz wohl darin lag, dass die Batak Kannibalen waren. Deren „Pustaha“, reich illustrierte handgeschriebene „Zauberbücher“, dienten den Priestern als Nachschlagewerk und Notizbuch. Brockhaus / Antiquarium präsentiert damit eines der ausgefallensten Objekte auf der Antiquariatsmesse 2011 (3.000 €).
Von den Menschenfressern zu den Menschenköpfen: Bei Michael Banzhaf wird ein Artefakt zur Völkerkunde des Pazifikraumes besonderes Aufsehen erregen. Das „Ethnographische Tableau von Menschenköpfen von Bewohnern verschiedener Südseeinseln“ wurde aus bemalter Papiermasse geformt, unter Aufsicht Karl Ernst Ritter von Baers, der durch sein um 1860 in St. Petersburg veröffentlichtes (beiliegendes) Werk „Types principaux des différentes races humaines“ den frühen Versuch einer weltumspannenden Darstellung der Menschenrassen lieferte. Das „Tableau“ galt bislang als verschollen (35.000 €).
Mit Abel Aubert Du Petit-Thouars „Voyage autour du monde sur la frégate la Vénus“ zieht bei Ralf Eigl eines der seltensten Pazifik-Werke die Blicke auf sich (89.000 €). Die gesuchte handkolorierte Subskribentenausgabe von David Roberts „The Holy Land, Syria, Idumea, Arabia“, ebenfalls am Stand von Eigl, überzeugt durch die wundervollen lithographischen Tafeln, die in der Forschung ob ihrer „unübertroffenen Brillanz“ gerühmt werden (92.000 €). Über Turkestan berichtet Sir Marc Aurel Stein in seinem 1907 in nur 300 Exemplaren veröffentlichen „Detailed Report of Archaelogical Exploration in Chinese Turkestan“ (Schwarzfischer 25.000 €).
Bibliophile Superlative bieten seit 50 Jahren die naturkundlichen Tafelwerke auf der Stuttgarter Antiquariatsmesse, wie etwa Shelleys „Monograph of the Nectariniidae, or family of Sun-Birds“, dessen farbenprächtige Tafeln von dem im 19. Jahrhundert überragenden Vogelmaler W. Hart koloriert wurden (Neidhardt 18.000 €), Schneevogts „Icones Plantarum Rariorum“, das zu Recht zu den schönsten Blumenbüchern zählt (Neidhardt 18.000 €), oder Goulds klassisches Werk „Birds of Europe” aus den Jahren 1832 bis 1837: mit 448 kolorierten Lithographien ein Höhepunkt ornithologischer Illustrationskunst (Kiefer 95.000 €).
Vexierbücher und Venezianische Buchkunst
Vexierbücher sind faszinierende Objekte. Ein besonders schönes und sehr seltenes Exemplar ist bei Reiss & Sohn im Angebot: Der „Sechsfacheinband“ entstand in Deutschland um 1580. Dabei wurden die einzelnen Bände nicht nebeneinander, Rücken an Rücken, zusammengebunden, sondern verschachtelt, so dass von jeder der vier Seiten das Buchobjekt geöffnet werden kann (28.000 €). Venezianische Buch- und Einbandkunst wird gleich bei mehreren Spezialisten für wertvolle Frühdrucke zu sehen sein. In einen goldverzierten Pergamentband gebunden ist die erste Aldus-Ausgabe der „Strozii poetae pater et filius“. Das von Büchel-Baur empfohlene Exemplar war früher im Besitz des Ferrareser Humanisten Daniele Fini (14.000 €).
Als schönstes Produkt venezianischer Drucker gilt das mit zahlreichen Illustrationen Giambattista Piazettes versehene Werk Torquato Tassos „La Gerusalemme Liberata“. Es ist in den Vitrinen der Libreria Editrice Goriziana zu bewundern (24.000 €). Ein prachtvolles Exemplar von Caesars „De bello Gallico“ offeriert Tusculum: Die zweite Aldinen-Ausgabe 1518 stammt aus der Bibliothek des Aldus-Bibliographen Renouard (16.000 €). Pontanos „De rebus coelestibus“, gedruckt in Basel 1530, liegt in einem außerordentlich seltenen Ottheinrich-Band vor (Tusculum 28.000 €). Der kunstliebende Mäzen Pfalzgraf Ottheinrich von Pfalz-Neuburg gilt als größter deutscher fürstlicher Büchersammler der Renaissance.
Einen Klassiker medizinisch-pharmazeutischer Frühdrucke präsentiert Sophie Schneideman mit Walter Ryffs „Confect Buch“, gedruckt in Frankfurt 1554 (11.000 €). Weinek präsentiert gleich eine ganze Reihe rarer Kräuterbücher, darunter Leonhard Fuchs’ „De Historia Stir-Pivm Commentarii Insignes“ aus dem Jahr 1642 (84.000 €). Und fühlen wir uns nicht manchmal alle wie Don Quijote im Kampf mit den Windmühlen?, fragt Norbert Donhofer, der mit Miguel de Cervantes Saavedras „Primera y segunda parte del ingenioso hidalgo don Quixote de la Mancha“ zugleich einen der menschlichsten Helden aus einem der berühmtesten Romane der Literaturgeschichte, dazu in einem sehr seltenen frühen Exemplar vorstellt (26.000 €). So viele Superlative – in einem Buch wie in den Regalen und Vitrinen der 80 Aussteller – zeigt die Stuttgarter Antiquariatsmesse 2011 zum 50. Mal. Bibliophile und Händler aus aller Welt werden die erlesene Vielfalt zu schätzen wissen.
50 Jahre Stuttgarter Antiquariatsmesse 25 Jahre Antiquaria/Ludwigsburg
Mit der Stuttgarter Antiquariatsmesse und der Antiquaria/Ludwigsburg wird die Region alljährlich zu einem Mekka der Büchersammler. Nirgendwo sonst sind in Deutschland zur selben Zeit so viele seltene und wertvolle Bücher, Handschriften und Graphiken zu sehen und zu erwerben, wie in der letzten Januarwoche 2011 im Württembergischen Kunstverein und in der Musikhalle Ludwigsburg. Hier treffen Antiquare und Kunstsammler auf ein Publikum, das sich durch eine einzigartige bibliophile Neugier und intellektuelle Zugeneigtheit auszeichnet. Die starke kulturelle und merkantile Tradition Stuttgarts und Ludwigsburgs, aus deren kreativen Zentren seit jeher neue Konzepte, Ideen und Strömungen in Literatur, Kunst und Musik hervorgehen, haben die Entwicklung dieser beiden ältesten Antiquariatsmessen Deutschlands (mit Stuttgart zugleich der zweitältesten Messe Europas) begünstigt. Die Stuttgarter Messe und die Antiquaria/Ludwigsburg sind Teil dieser Tradition geworden, deren wirtschaftliche und kulturelle Kraft bis ins 21. Jahrhundert ausstrahlt. In den Sechziger- und Achtzigerjahren aus unterschiedlichen Konzepten mit einem gemeinsamen Ziel entstanden, sind die Stuttgarter Antiquariatsmesse und die Antiquaria/Ludwigsburg „Stützen des Buches“ in einer zunehmend virtuell geprägten Zeit, indem sie die gesamte Vielfalt der Bücher-Lust und des Antiquariatsbuchhandels vereinigen – nur wenige S-Bahn-Minuten voneinander entfernt.
Zum 50. und zum 25. Jubiläum laden die Veranstalter am 24. Januar 2011 um 20 Uhr daher zu einem Bücher-Abend der besonderen Art ins Literaturhaus Stuttgart (Breitscheidstraße 4).
Auftakt zur Messewoche
Wie viele Bücher braucht der Mensch? Denis Scheck und Rainer Moritz klären diese und andere Fragen
Loriot verdanken wir die empirisch verbürgte Einsicht, dass plötzliche Regenfälle zum Betreten einer Buchhandlung führen können. Denis Scheck, Redakteur beim Deutschlandfunk und Moderator der ARD-Sendung „druckfrisch“, und Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses und Autor zahlreicher Bücher, gehören zu jener Spezies von Menschen, die selbst bei größter Hitze forschen Schrittes jede erreichbare Buchhandlung ansteuern.
Das Leben dieser Sonderlinge gilt ganz und gar (oder: fast ganz und gar) den Büchern, und deshalb reden sie an diesem Abend über frühe Leseerinnerungen, die Schönheit von Bibliotheken und Buchhandlungen, über Lieblingsautoren, Lebensbücher („Zettel’s Traum“, „Die kleine Hexe“) und die Möglichkeit, aus Romanen etwas fürs Leben zu lernen. Es steht zu erwarten, dass sie im Laufe des Abends zudem über die Zukunft des e-books, den Bahnhof als Motiv in der Weltliteratur und die Chancen des VfB Stuttgarts sprechen. Am Ende werden beide die titelgebende Frage der Veranstaltung exakt beantworten.
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28.01.2011 - 30.01.2011
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28.01.2011 - 30.01.2011
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28.01.2011 - 30.01.2011
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29.01.2010 - 31.01.2010
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30.01.2009 - 01.02.2009
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25.01.2008 - 27.01.2008
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