Art Nocturne Knocke
Positive Nachrichten auf dem Kunstmarkt
Obwohl die Brüsseler Börse den schlechtesten Sommer in ihrem zwanzigjährigen Bestehen erlebte (der BEL20 sank um fast 12 %) und wir einen nassen und grauen Sommer hinter uns haben, hat die Art Nocturne Knocke hierdurch keinen Schaden genommen.
Innerhalb einer Woche lockte die 36. Art Nocturne Knocke über 12.000 kauffreudige Kunst- und Antiquitätenliebhaber. Nie zuvor hat eine Kunstmesse in Europa eine so hohe durchschnittliche Besucheranzahl pro Teilnehmer erzielt.
So hörten wir bei den Ausstellern positive Berichte. Einige Beispiele: Ming-K’I hat ihr Prunkstück, das außergewöhnlich große Pferd aus der Tang-Dynastie, verkauft; Peter Pappot, der einen herrlichen Stand im intimen Saal des neu hinzugekommenen Veranstaltungsorts im Hotel La Réserve hatte, hat seinen prächtigen Renoir erfolgreich an den Mann gebracht und seine schöne Venus von Yves Klein verkauft. Über einige andere wichtige Werke, darunter ein Sluijters, Dufy und Théo van Rysselberghe, führt er derzeit noch Verhandlungen. Es zeigt sich, dass viele wichtige Werke immer häufiger im Anschluss an eine Messe verkauft werden.
Dass Qualität verkauft, bewies auch Anto Prnic (Libertas): Er hat seine schönsten Werke verkauft, darunter ein kleines Stillleben von Henri de Braekeleer, das auch das Herz der Expertenjury erobert hatte, die Landschaft 'Sonnenuntergang im Zwin’ von De Lamornière und ein sehr schönes Werk von Cesar de Cock - und zwar allesamt an Privatleute. Bei der M&L Gallery wurden verschiedene Werke der Künstlerin Lita Cabellut verkauft, darunter das große Porträt, das im Foyer hing. Inzwischen haben wir gehört, dass sie vor Kurzem in die berühmte Opera Gallery aufgenommen wurde.
Die Galerie Van Campen & Rochtus machte gute Geschäfte mit den Holzskulpturen von Willy Verginer, ebenso wie die LKFF Gallery mit ebenfalls hölzernen Skulpturen von Isabelle Dethier. Dem Neuankömmling auf der Messe, der Galerie Oudenhoven, gelang es, viele Besucher für die russische Kunst zu interessieren. Sie verkaufte aber auch Werke von u. a. Karel Appel, Madeleine van der Knoop, Renso Tamse ... Auch die Knokker Galerie d’Haudrecy war nicht nur hoch erfreut über das Interesse der Besucher, sondern auch über die Verkäufe an neue Kunden. Jan Muller hingegen erntete das größte Interesse mit seinen Gemälden aus dem 19. Jahrhundert.
Auffallend war auch das Interesse für Design, das jedes Jahr mehr Terrain auf dieser Messe gewinnt. Dieses Jahr präsentierte das Geschäft 'Bronz' einen gelungenen Stand und gewann sogar neue Kunden aus Russland auf der Messe.
Der Stand daneben, die Galerie Ridderplaat, erzielte wiederum große Erfolge mit der Kobraperiode. Frans Jacobs, der letztes Jahr auf der Art Nocturne Knocke einen frühen Vincent Van Gogh verkaufte, präsentierte dieses Jahr wieder einen Stand von TEFAF-Niveau und erntete großes Interesse für u. a. Spitzenwerke von Emil Nolde, Picasso und Mondriaan. Auch Schmuck war sehr beliebt. So finden wir u. a. bei Epoque Fine Jewels exklusiven Schmuck aus der Zeit nach 1850, welcher auch auf Spitzenmessen in Maastricht oder London präsentiert wird. Auch englische Antiquitäten fanden reißenden Absatz, so u. a. bei Anthony Short Antiques. Dasselbe gilt für das Silber von The Old Treasury. Ein erfolgreicher Stand war auch der von Kronleuchterentwerfer und Hoflieferant Louis-Pierre Denil.
Auch die parallel laufende und ebenfalls von Tuteleers & Tuteleers organisierte Skulpturenpromenade ?Sculpture Link Knokke“ war gut besucht. Bildhauer Ronald Westerhuis berichtete uns enthusiastisch, dass er Werke im Wert von über 750.000 € verkauft und zusätzlich noch einige wichtige Aufträge an Land gezogen hat!
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