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Auktionshaus Stahl.

Nachbericht zur Auktion am 29. November 2014

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    Nachbericht zur Auktion am 29. November 2014
    10.12.2014
Auktionshaus Stahl.

Erneut kann das Auktionshaus Stahl einen Spitzenzuschlag für eines der gesuchten Fotounikate von Peter Beard vermelden. Die mit einer Rahmung aus Blut gestaltete großformatige Aufnahme eines einzelnen Geparden erbrachte 55.000 Euro. Die „Entführung der Helena durch Paris“ gehört zu den besten Arbeiten des großen deutschen Rokokomalers Christian Wilhelm Dietrich, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen. Ein Kenner würdigte die Bedeutung des Bildes mit 40.000 Euro.

Weiter im Aufwind sind die Preise für Ivo Hauptmann. Für die „Badenden am Strand“ vom Beginn der 1920er Jahre fiel der Hammer erst bei 33.000 Euro. Stahl hält damit die drei welthöchsten Zuschläge für diesen Künstler. Sehr solide 20.000 Euro erzielte eine kleinformatige Capri-Ansicht von Konstantin Gorbatov.

Ein sensationeller Erfolg läßt sich für den selten gehandelten und lange unterschätzten rheinischen Expressionisten Ulrich Leman verbuchen. Seine hochexpressive Darstellung einer mallorquinischen Landschaft in glühenden Farben konnte sich ein Sammler erst nach einem längeren Bietgefecht für 17.000 Euro sichern. Das repräsentative Capriccio einer südlichen Hafenstadt des holländischen Barockmeisters Abraham Storck schmückt für 13.000 Euro in Zukunft eine russische Sammlung. 8.000 Euro legt der neue Besitzer für das hochelegante Rokoko-Portrait eines Herren von Johann Georg Ziesenis an.

Aus dem Nachlaß eines deutschen Sammlers kam eine Reihe von zeitgenössischen polnischen Künstlern zum Aufruf. Spitzenreiter ist hier ein großformatiges Gemälde von Jan Tarasin, das mit 26.000 Euro die Erwartungen noch übertraf und eine neue deutsche Bestmarke für den Künstler markiert. Ein freundliches Frühlingsbild von Tadeusz Dominik wechselt für 7.700 Euro ebenso in eine polnische Sammlung wie eine abstrakte Darstellung von Stanislaw Fijalkowski für 5.700 Euro. Für 7.700 Euro konnte das Bild einer Frau im Garten von Erich Hartmann verkauft werden, ein dynamisches Gemälde des selten gehandelten Dänen Orla Muff erbrachte 5.200 Euro. Mit 6.500 Euro einen hohen Preis erzielte auch der „Sturm“ von Siegward Sprotte. Sehr erfreulich für die Einlieferer sind die Zuschläge von 6.000 Euro für eine Ansicht des Heidelberger Schlosses von Friedrich Kallmorgen, von 5.000 Euro für ein kleines Spätwerk von Fritz Overbeck und 5.200 Euro für eine dramatische Seenotrettung von Hugo Schnars-Alquist.

Sensationelle Zuschläge wurden erneut beim Schmuck verbucht. So konnte ein seltener, äußerst farbintensiver Purple-Saphir-Brillant-Ring für 15.000 Euro an einen norddeutschen Bieter vermittelt werden, der mit Kennerblick darüber hinaus einen hochwertigen Ceylon-Saphir-Anhänger für 10.000 Euro erstand. Auch das internationale Publikum konnte Erfolge verzeichnen, so dass ein Paar eleganter Saphir-Brillant-Ohrringe von Van Cleef & Arpels nun einen New Yorker Käufer erfreut, der bereit war, mit 9.500 Euro nahezu den doppelten Limitpreis zu zahlen. Für einen Aquamarin-Ring von exzellenter Farbqualität konnten 6.600 Euro erzielt werden und ein prachtvolles Gold-Collier mit passendem Armband von FOPE lag mit 5.500 Euro ebenfalls deutlich über dem Startgebot. Eine mit über 240 Diamanten besetzte „Tank“-Damen-Armbanduhr von Cartier wechselte für 6.000 Euro in den Besitz eines Bieters, der auch das Duell um eine „Oyster Perpetual Date Deepsea – Sea-Dweller“-Herren-Armbanduhr von Rolex bei einem Zuschlag von 4.400 Euro für sich entscheiden konnte.

Eine bedeutende Augustus-Rex-Deckelvase mit „Holzschnittblumen“-Dekor der Meißner Porzellanmanufaktur kam mit 11.000 Euro zum Aufruf und wurde nach spannendem Bietgefecht für 18.000 Euro einem Käufer aus Abu-Dhabi zugeschlagen. Geschirrteile aus dem Kopenhagener „Flora Danica“-Service konnten mit einem Ergebnis von insgesamt 11.100 Euro die Erwartungen weit übertreffen.
Ein museales Meißner Kaffee- und Teeservice mit „Holzschnitt-Blumen und Insekten“ war einem der Mitbietenden 8.000 Euro wert und für 6.000 Euro kam eine Meißner Deckeldose mit Chinoiserien unter den Hammer. Erfreuliche Resultate wurden mit 5.500 Euro auch für ein umfangreiches „Wellenspiel“-Frühstücks- und Kaffeeservice und mit 4.200 Euro für eine Kumme des bedeutenden Meißner Porzellanmalers Christian Friedrich Herold erzielt.
Bei den Plastiken überzeugten drei Barockskulpturen der Heiligen Drei Könige. Für diese war ein Bieter bereit, 5.000 Euro zu zahlen und pünktlich zur Vorweihnachtszeit finden sie nun ein neues Heim in einer deutschen Sammlung.

Eines der spannendsten Bietgefechte entbrannte um einen von einem Moskauer Meister um 1700 gefertigten vergoldeten niellierten Becher, den sich ein per Telefon zugeschalteter Sammler aus Russland sichern konnte. Dass der Hammer bei 7.200 Euro deutlich über dem Aufrufpreis fiel, mag als Hinweis auf die herausragende Qualität dieses Stückes dienen. Auch qualitätvolle Entwürfe des 20. Jahrhunderts sind beim Silber nach wie vor gut verkäuflich, so dass der Erlös von 3.000 Euro für ein elegantes Art-Déco-Kaffee- und Teeservice von Mappin & Web Ltd. aus den 1930er Jahren die Erwartungen des Einlieferers mehr als nur erfüllte.






  • 10.12.2014
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    28. November 10 bis 14 Uhr



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  • Augustus-Rex-Deckelvase mit „Holzschnittblumen“-Dekor der Meißner Porzellanmanufaktur Zuschlag: 18.000 Euro
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  • Moskauer Meister um 1700 gefertigten vergoldeten niellierten Becher Zuschlag: 7.200 Euro
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