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HFBK Designpreis der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst

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Zum dritten Mal in Folge wird der von der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst gestiftete Designpreis in Höhe von 4.000 Euro im Rahmen einer Ausstellung im MKG verliehen. Zwölf herausragende Designprojekte von jungen Nachwuchsgestaltern der Hochschule für bildende Künste Hamburg, die aufgrund ihrer Aktualität, Eigenständigkeit und Qualität für den Preis nominiert wurden, konkurrieren nun um die Aufmerksamkeit der externen Jury und interessierten Besucher. Experimentierlust und ein frischer, unverstellter Blick auf das, was Gestaltung heutzutage sein kann und künftig können sollte, zeichnet alle präsentierten Arbeiten aus und macht die Schau zu einem Erlebnis mit Überraschungseffekten: Ob es sich nun um einen Malroboter oder um einen Esstisch von der Länge eines ganzen Straßenzuges für eine Dorfge- meinschaft handelt – hier wird mutig gegen den Strich und über Grenzen hinaus gedacht. Auch wenn sie nicht gleich die Welt verändern, haben diese Designideen das Potential, für einen kurzen Moment den gewohnten Zugriff auf die Welt zu unterbrechen. Für den Designpreis 2012 sind nominiert: Sebastian Auray | Michael Bernard, Alexander Joly, Oliver Schau | Charlotte Dieckmann, Alexander Joly | Ruben Faber | Markus Hüppauf | Dahm Lee | Michael Leßmöllmann, Philipp Schott | Ina Marie von Mohl | Mario Pitsch | Johannes Schlüter | Andreas Schöller | Studio Marjetica Potrč. Die sechs- köpfige Jury ist besetzt durch: Dr. Claudia Banz, Leiterin der Sammlung Kunst und Design, Museum für Kunst und Gewerbe | Dr. Eva-Dorothee Leinemann, Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst | Prof. Glen Oliver Löw, Professor für Produktdesign, Hochschule für bildende Künste Hamburg | Roland Nachtigäller, Künstlerischer Direktor, Marta Herford | Ingeborg Wiensowski, Journalistin u.a. für KulturSpiegel.

Die nominierten Designprojekte
Sebastian Auray: About a Lamp Der Entwurf zeichnet leichthin das Bild einer Stehleuchte: Der Lampenschirm ist an der Wand fixiert und das herunterhängende Kabel funktioniert nur optisch als Fuß. Die gesamte Leuchte kommt ohne Verschraubungen oder Verklebungen aus, sie ist jederzeit einfach demontierbar und das einzelne Element austauschbar. Es bedarf lediglich einer Bohrung in die Wand für eine magnetische Schraube, die der Leuchte den nötigen Halt bietet. Ein Zustand der Schwebe. Michael Bernard, Alexander Joly und Oliver Schau: Niebuhr-Hochhaus-Gemeinschaft Bewohner des 1971 erbauten Niebuhr-Hochhauses im Hamburger Stadtteil St. Pauli kamen auf die Design-Studenten des Büros für Öffentliche Gestaltungsberatung mit dem Wunsch zu, einen Gemeinschaftsraum in dem 16-Geschosser einrichten zu wollen. Schnell wurde klar, dass es weniger um das Finden und die konkrete Ausgestaltung eines geeigneten Raumes, denn um den Impuls für gemeinschaftsbildende Prozesse gehen muss. So wurde ein Hochhausflur unter Zuhilfenahme von eigens hierfür entwickelten mobilen Stehtischen und Tresen zu einem dynamischen Empfangsraum transformiert und mit einem Punschabend belebt, bei dem sich die Bewohner untereinander kennenlernen konnten. Die Folgeveranstaltung, ein Frühschoppen, wurde bereits vom Haus selbst organisiert. Die Gestaltungsarbeit war damit erfolgreich abgeschlossen, aber die Idee der temporären Umnutzung halböffentlicher Räume für gemeinschaftsfördernde Aktivitäten lässt sich weiter entwickeln.
Charlotte Dieckmann und Alexander Joly: Gegenplanung Esso-Häuser Die 1959 im Hamburger Stadtteil St. Pauli erbauten Esso-Häuser bieten heute eine kieztypische Mischung aus Sozialwohnungen, einer Gewerbezeile mit Clubs, Kneipen, einem Sex-Shop und einer Esso-Tankstelle. Gegen Abriss- und Neubaupläne entstand eine Bewohnerinitiative, die Unterstützung bei dem von Professor Jesko Fezer mit Studierenden gegründeten Büro für Öffentliche Gestaltungsberatung suchte: Um einen alternativen Entwurf für den Erhalt der Häuser entwickeln zu können, mussten die Wünsche der Mieter gesammelt und dokumentiert werden.

Die Projektbearbeiter entwarfen hierfür einen Faltbogen der Esso-Häuser, der als Einladung zur Selbstgestaltung an jede Wohnungstür geheftet wurde, sowie ein im öffentlichen Raum platziertes Gebäudemodell aus Ytongsteinen, an dem die Ideen veranschaulicht werden konnten. Ein Film über diesen Gestaltungsprozess wurde auf dem Hamburger Architektursommer präsentiert. Das Modell verblieb vor Ort und kann als Sitzbank oder Grillplatz dienen.

Ruben Faber: AL99
Keine technisch wirkenden Kühlrippen, keine Strangprofile oder Gehäuse aus massivem Metall – stattdessen ist ein leichter Körper mit einer organisch anmutenden Struktur zu sehen. Diese garantiert gleichwohl die Stabilität von » AL99 « bei verhältnismäßig geringem Materialeinsatz. Das umlaufende, farbige Kabel zeichnet das Schaltbild der LED-Leuchtmittel nach und bestimmt den klaren geometrischen Aufbau der Leuchte, wodurch die Schaumstruktur in den Vordergrund rückt: So kann sich » AL99 « unaufdringlich in die verschiedensten Umgebungen einfügen. Der Leuchtenkörper aus offenporigem Aluminiumschaum ist dabei für die vier warmweißen LED-Leuchtmittel Kühlelement und Blendschutz zugleich.

Markus Hüppauf:

Lastenfahrrad-Netzwerk Güter transportieren, ohne ein Auto einsetzen zu müssen – das ist das Ziel des auf der Elbinsel Wilhelmsburg in Hamburg realisierten Workshop-Projekts. In Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und Nutzern werden aus alten Fahrrädern Transporträder gebaut und in ein kostenloses Verleihsystem eingebunden. So entsteht ein nachhaltiges Transportnetzwerk, das zugleich infrastrukturellen Mängeln entgegenwirkt. Das Projekt wächst bottom up, soll also durch seine Nutzer getragen und erweitert werden. Dabei ist es zugleich Teil einer international wachsenden Gemeinschaft von Initiativen, die sich der Förderung von Pedalkraft verschrieben haben.

Markus Hüppauf:






Mario Pitsch: Die Dreistigkeit des Objekts 1
Johannes Schlüter: rot
Andreas Schöller: Rodot


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