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HIERONYMUS ORT

HIERONYMUS ORTELIUS (BUCH DES MONATS)

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    HIERONYMUS ORTELIUS (BUCH DES MONATS)
    04.09.2009 - 04.10.2009
HIERONYMUS ORT

Im Sommer 1529 zog Sultan Süleyman („der Prächtige"; um 1495-1566) mit einem ungefähr 150000 Mann zählenden Heer gegen Wien. Am 26. September bezog er seine prächtige Zeltburg bei Kaiserebersdorf, auf jenem Gelände, wo später das Schloss „Neugebäude" errichtet wurde. Die Stadt Wien wurde von rund 12000 Söldnern König Ferdinands (I.; 1503-1564) und 5000 Mann der erst kurz zuvor auf dem Reichstag zu Speyer bewilligten „eilenden Reichshilfe" verteidigt. Nach mehreren, für die Angreifer sehr verlustreichen Sturmangriffen fiel am 14. Oktober, knapp drei Wochen nach Beginn der Belagerung, im osmanischen Staatsrat die Entscheidung, den Feldzug zu beenden und den Rückzug nach Konstantinopel anzutreten.

HIERONYMUS ORTELIUS

Hieronymus Ortelius (Oertl) kam bereits mit fünfzehn Jahren an den kaiserlichen Hof in Wien, wo er später die Stelle eines kaiserlichen Hofprokurators und Notars bekleidete. 1580 wurde er wegen seiner aktiven Teilnahme an der protestantischen Bürgerbewegung in Wien zunächst zum Tode, dann zu ewiger Verbannung verurteilt. Oertl liess sich in der freien Reichsstadt Nürnberg nieder, wo er im Jahr 1614 starb. Bekanntheit erlangte er vor allem als Verfasser der vorliegenden, im 17. und 18. Jahrhundert sehr geschätzten „ungarischen Kriegschronik". Oertl bietet darin eine umfangreiche Darstellung der Türkenkriege in Ungarn seit dem Jahr 1395, Ansichten aller wichtigen Schauplätze und zahlreiche Porträts der Kriegsherren beider Seiten. Das Werk enthält ausserdem Kurzbiographien der ungarischen und der osmanischen Herrscher von Stephan I. (997-1038) bis Rudolf II. (1576-1038) bzw. von Osman I. (um 1258-1326) bis Mehmed III. (1566-1603).

Die Anregung zur Abfassung der „Kriegschronik" ging von Oertls Schwager Johann Siebmacher (1561-1611), dem bekannten Nürnberger Verleger, Kupferstecher und Herausgeber des nach ihm benannten Wappenbuchs aus, von dem auch die beigegebenen Porträts und die Abbildungen der Festungen, Belagerungen und Schlachten stammen.


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