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Marianne Foers

Marianne Foersters Erbe ist sicher

Marianne Foers

Mit der jetzt erfolgten Ernennung eines Testamentsvollstreckers durch das Nachlassgericht Potsdam kann die von vielen Mitbürgern und Gartenliebhabern erwartete sorgsame Abwicklung des Erbes der vor knapp einem Jahr verstorbenen Marianne Foerster unter Zuhilfenahme ihrer engsten Vertrauten erfolgen. Ihr Haus und den nach ihrem Vater benannten Garten in Potsdam-Bornim hat die Tochter des berühmten Staudenzüchters und Gartenphilosophen Karl Foerster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Bonn hinterlassen. Sie wollte dadurch die dauerhafte Bewahrung dieses einzigartigen Kulturdenkmals sicherstellen.

Marianne Foerster übernahm die Verantwortung für das Anwesen ihres Vaters nach ihrer Rückkehr nach Potsdam am Ende einer erfolgreichen Berufslaufbahn in Belgien. Als Teil der Bundesgartenschau 2001 in der brandenburgischen Landeshauptstadt wurde der für interessierte Besucher stets öffentlich zugängliche Garten überarbeitet. Für die kontinuierliche Pflege sorgt die Stadt. Zudem gründete ein Berliner Wohltäter auf gemeinsame Initiative des Potsdamer Stadtkonservators und der DSD die Marianne Foerster-Stiftung in der Treuhandschaft der DSD. Durch Zuwendungen zahlreicher Liebhaber des Foerster-Gartens entwickelte sich diese Stiftung erfolgreich und fördert den Erhalt des Anwesens tatkräftig. In ihren letzten Lebensjahren setzte sich Marianne Foerster intensiv mit der Frage auseinander, wie die Zukunft ihres Besitzes dauerhaft sicherzustellen sei. Sie berief einen wissenschaftlichen Beirat in der Marianne Foerster-Stiftung, um bei Entscheidungsprozessen die fachliche Beratung zu gewährleisten. Sie entschied, dass die Marianne Foerster-Stiftung in der Treuhandschaft der DSD die geeignete Einrichtung sei, um die Verantwortung für ihr Anwesen zu übernehmen.

Nun wird der Wissenschaftliche Beirat der Marianne Foerster-Stiftung gemeinsam mit dem Testamentsvollstrecker zunächst Lösungen insbesondere für die denkmalgerechte Bewahrung von Haus und Inventar erarbeiten. In einigen Räumen des Obergeschosses soll ein fachkundiger Bewohner einziehen. Der für das Leben und Werk von Karl und Marianne Foerster wichtige Erdgeschossbereich soll sorgsam dokumentiert, inventarisiert und soweit möglich in der überkommenen Gestalt bewahrt bleiben. Zu besonderen Anlässen sollen diese Räume auch interessierten Besuchern zugänglich sein.

Da das Anwesen außen wie innen restaurierungsbedürftig ist, will die Marianne Foerster Stiftung und ihr Wissenschaftlicher Beirat in den kommenden Jahren die Bemühungen intensivieren, Mittel für die würdevolle Erhaltung des Gebäudeseinzuwerben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die fachliche und finanzielle Unterhaltung des bedeutendsten Privatgartens Potsdams.

Bonn, den 31. Januar 2011/Schi


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