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Roswitha Haftm

Roswitha Haftmann-Preis für Künstlerin Vija Celmins.

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    Roswitha Haftmann-Preis für Künstlerin Vija Celmins.
    11.08.2008
Roswitha Haftm

Der höchstdotierte europäische Kunstpreis, der Roswitha Haftmann-Preis, geht 2009 an die amerikanische Künstlerin Vija Celmins.

Der Stiftungsrat der Roswitha Haftmann-Stiftung vergibt 2009 den mit CHF 150'000.- dotiertenRoswitha Haftmann-Preis an die amerikanische Künstlerin Vija Celmins (*1938).

Vija Celmins Foto © Renee McKee, Courtesy McKee Gallery, New YorkCelmins malt mit Öl auf Leinwand und mit Kohle auf Papier; ihre Motive sind gegenständlich und nicht immer frei von Gewalt: die Schusswaffe an einem ausgestreckten Arm oder der brennende Mann, der aus einem Auto steigt, suggeriert dem Betrachter eine latente Bedrohung.

Vor allem die Arbeiten aus den 1960er Jahren reflektieren diese von Krieg und innenpolitischen Aggressionen destabilisierte Welt. Ganz anders hingegen präsentieren sich Celmins Werke, die nach der Jahrtausendwende entstanden. Sie lösen den Betrachter aus der unmittelbaren Gegenwart heraus - geben ihm die Zeit und Ruhe zurück, die er auf den Strassen und unter dem Druck der Massenmedien verloren hat. Das Augenmerk der Künstlerin liegt jetzt auf der Natur. Und sie richtet den Blick in die Ferne: Nächtliche Himmel, mithilfe der Photogravur- Technik abstrahiert, wirken beruhigend, verweisen auf universelle Gesetzmässigkeiten. Beim Anblick eines Spinnennetzes in Nahaufnahme weicht die Angst und macht Verwunderung über natürliche Phänomene Platz. Celmins späte Bilder entstehen in sehr vielen kleinen, sich oft wiederholenden und das Papier überarbeitenden Schritten. Sie stärken das Innere nicht nur der Künstlerin während des schöpferischen Akts, sondern fördern dieselbe Konzentration und Tiefe bei der Rezeption durch den Betrachter. Es sind Introspektionen in das Wesen der eigenen Kraft und höherer Mächte. Dabei versteht es die Künstlerin meisterhaft, die Stärken eines jeden Mediums für ihre Zwecke einzusetzen. In Anerkennung dieser ausserordentlichen künstlerischen Leistung verleiht der Stiftungsrat ihr den Roswitha Haftmann-Preis.

VIJA CELMINS

Vija Celmins, 1938 in Riga, Lettland geboren, lebt und arbeitet seit 1981 überwiegend in New York. Bereits 1948 emigrierte ihre Familie in die USA. Celmins besuchte das John Herron Institute in Indianapolis und schloss ihr Studium 1965 mit einem Master of Fine Arts in Malerei an der University of California ab. Sie arbeitete als Kunstlehrerin in Los Angeles und unterrichtete später u.a. an der Cooper Union, New York, und der Yale Graduate School in Connecticut.

Seit dem Jahr ihres Studienabschlusses ist sie in Galerien und Museen in den USA präsent.

Nach ersten Einzelausstellungen wie jener im Whitney Museum of American Art (1973), wurden in den kommenden Jahrzehnten oft Teilaspekte ihrer Arbeit gezeigt, bevor 1992 die erste Retrospektive, organisiert vom Institute of Contemporary Art, Philadelphia, stattfand. In europäische Museen kam Vija Celmins Werk erstmals 1995 auf Einladung der Fondation Cartier pour l'art contemporain in Paris. 1996 erhielt Celmins den American Academy Award of Arts and Letters und kam ein Jahr später in den Genuss des Fellowship of John D. and Catherine T.

MacArthur.

Eine vom Institute of Contemporary Art in London organisierte Tour führte die Arbeiten Celmins 1997 auch ins Museum für moderne Kunst nach Frankfurt und ins Kunstmuseum Winterthur.

Im Jahr 2002 organisierte das New Yorker Metropolitan Museum of Art eine ausschliesslich den Zeichnungen gewidmete Ausstellung. 2006 erhielt Celmins den Athena Award for Excellence in Painting. Im selben Jahr zeigte das Centre Pompidou eine Gesamtschau ihrer Zeichnungen.

In europäischen Sammlungen ist ihr Werk nur selten anzutreffen. Hingegen ist die Zahl der Gruppenausstellungen, an denen sie seit den 1990er Jahren präsent war, beachtlich.

Aktuell sind Celmins Werke an der 55th Carnegie International zu sehen, die das Carnegie Museum of Art in Pittsburgh, Pennsylvania, organisiert.

STIFTUNG UND PREISTRÄGER

Vija Celmins ist nach Maria Lassnig und Mona Hatoum die dritte Künstlerin, der Europas höchstdotierter Kunstpreis zuteil wird. Andere Preisträger waren Walter de Maria, Jeff Wall, Robert Ryman, Peter Fischli und David Weiss, Richard Artschwager und Douglas Gordon.

Die Auszeichnung geht auf eine Initiative von Roswitha Haftmann (1927-1998) zurück. Seit 2001 vergibt ihre Stiftung den Preis alle ein bis drei Jahre an lebende Künstlerinnen und Künstler, deren Werk von überragender Bedeutung ist. Das Vermächtnis der ebenso schönen wie vermögenden Galeristin wird seitdem viel beachtet. Wer den Preis erhält, wird vom Stiftungsrat bestimmt. Ihm gehören die Direktoren des Kunstmuseums Bern, des Kunstmuseums Basel, des Museum Ludwig in Köln und des Kunsthaus Zürich an. Hinzu kommen Mitglieder, die im Stiftungsbrief persönlich benannt sind oder vom Stiftungsrat berufen werden. Weitere Informationen über die Stifterin, die Jury, den Preis und die Preisträger unter

www.roswithahaftmann-stiftung.com.

Kristin Steiner

+41 (0)44 253 84 13

kristin.steiner@kunsthaus.ch


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