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Denkmalschutz

Wasserturm in Opladen

Denkmalschutz

Am Sonntag, den 13. November 2011 feiern die Karnevalisten der Altstadtfunken Opladen vun 1902 e.V. ab 11.11 Uhr Richtfest in dem Anfang des Jahres von der Stadt Leverkusen erworbenen denkmalgeschützten Wasserturm. Um das Bemühen der Idealisten bei der Restaurierung des Turmes zu unterstützen, erhielt Norbert Roß von der Altstadtfunken-Turm gGmbH auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) Fördermittel in Höhe von 40.000 Euro.

Auf dem Gelände der ehemaligen Königlichen Eisenbahn-Hauptwerkstatt Opladen entstanden 1903 zahlreiche Betriebsbauten, darunter der Wasserturm als eines der ältesten und der wenigen noch erhaltenen Baulichkeiten. Das sich parallel zur Bergischen Eisenbahnlinie östlich der Stadt erstreckende Werk war 1899 von Baurat Robert Meyer als Lokomotivwerkstatt geplant worden und beschäftigte 1918 über 3000 Angestellte.

Der 25 Meter hohe, zentral gelegene Wasserturm überragt das Gelände der neuen Bahnstadt Opladen. Der 1903 auf einer Grundfläche von 130 Quadratmetern in Massivbauweise errichtete Turm ist heute noch das Wahrzeichen der Anlage. Mit seinem Standort wollte man eine kurze Leitungsführung für die Wasserversorgung und eine gute Erreichbarkeit für die Beschäftigten garantieren.

Der viergeschossige, konisch zulaufende Turmschaft ist aus rotem Ziegelmauerwerk gebaut. Das Erdgeschoss trennt ein breites, gemau-ertes Gesimsband mit Sohlbank und Klötzchenfries vom Obergeschoss. Der südwestlich gelegene Eingang tritt wie ein Portikus aus der Flucht hervor. Hohe Rundbogenfenster mit originalen Metallsprossen aus der Bauzeit belichten den Turm. Ihn bekrönt ein zylindrischer, mit Blech verkleideter Aufbau, in dem sich der 300 Kubikmeter fassende Wasserbehälter befindet. Zwölf schmale schießschartenartige Fensteröffnungen gliedern die Fassade. Im Südwesten befindet sich noch der Wasserstandsanzeiger. Ein leicht hervorragendes, flach geneigtes Kegeldach mit einem verglasten Lüfteraufsatz schließt den Turm ab, der früher auf drei Geschossen eine Badeanstalt mit Brause- und Wannenbädern hatte. Die Vertiefungen und Abflüsse im Boden sind noch heute sichtbar. Auch die alte halbrunde Treppe, die der gekrümmten Fassade folgend die Geschosse erschließt, ist erhalten.

Der Leverkusener Wasserturm, der künftig unter Beibehaltung des Industriecharakters und der alten Technik für Veranstaltungen, Besprechungen und das Archiv zur Opladener Karnevals- und Stadtgeschichte genutzt werden soll, ist eines von über 270 Projekten, die die 1985 gegründete Denkmalschutz-Stiftung in Bonn dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Bonn, den 11. November 2011/Schi


Leverkusen, Presse






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