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Ernst Leitz


LEICA IN MEINER HAND
RATGEBER 1925-1945 Die Leica, so klein und funktional sie war, war er- klärungsbedürftig. Vor allem das Konzept „Kleines Negativ – großes Bild“ musste skeptischen Ama- teuren wie Profis näher gebracht werden. Denn nach wie vor war es üblich, von Glasnegativen in größeren Formaten (zwischen 9 x 13 und 18 x 24 cm) Kontaktkopien zu fertigen. Eine Flut von Leica-Literatur war ab 1925 die Folge, wobei die Autoren – und dies ist das Besondere dieser frü- hen Ratgeber – auf mustergültigen Druck und ein ansprechendes Layout achteten. Die Leistungs- fähigkeit der neuen Kleinkamera sollte auch und gerade über Lehrbücher erfahrbar werden. Auch Regelverstöße werden mitunter propagiert. Vor allem in den Publikationen von Werner Gräff oder Hans Windisch sind Einflüsse des Neuen Sehens bzw. der Bauhausästhetik auszumachen.

Exponate: Bildbände bzw. Ratgeber von Curt Em- mermann, Dr. Paul Wolff, Anton Baumann (Farbe), Hans Windisch, Kurt Peter Karfeld, Rudolf Pes- talozzi, Werner Gräff. Auch Zeitschriften wie Die Leica, Das Deutsche Lichtbild, Arts et Métiers Gra- phiques, Modern Photography

KAMERA DER AVANTGARDE 1925-1939
Früh haben sich fotografierende Seiteneinsteiger für die Leica bzw. die Möglichkeiten der neuen Kleinbild- oder Kleinfilmfotografie interessiert. Nicht nur die Idee einer diskreten Straßenfoto- grafie (Henri Cartier-Bresson) wurde durch die unscheinbare Kamera unterstützt – wenn nicht überhaupt erst möglich gemacht. Auch serielles Fotografieren in geistiger Nähe zum Kino oder kühne Perspektiven (Rodtschenko), steile Auf- oder Untersichten, Verwischungen, Bewegung- sunschärfen bis hin zum totalen Regelverstoß hat die Leica zumindest unterstützt. Auch verlangte die Kamera mit ihren kurzen Brennweiten stets eine große Nähe zum Geschehen. Leica Foto- grafen waren immer nah beim Ereignis, was vielen Bildern eine große Dynamik, Nähe und Authen- tizität vermittelt.

FOTOS WIE GEDRUCKT I
BILDJOURNALISMUS 1925-1935

Mit der Leica wurde der Bildjournalismus nicht erfunden. Aber das flexible Kleinbild hat das fo- tografische Erzählen entschieden verändert. Nicht nur wurde serielles Fotografieren mit bis zu 36 Aufnahmen möglich. Auch die sich zügig erwei- ternde Palette an Wechselobjektiven, die Unab- hängigkeit vom Stativ und damit verbunden die Möglichkeit, Motive regelrecht zu umkreisen, hat der berichtenden Fotografie in ihrer Sprache neue Wege gewiesen. Auffangbecken dieser neuen Form des Berichtens war in den 1920er Jahren eine sich stürmisch entwickelnde Illustriertenpres- se. Auch diesem Aspekt soll in der Ausstellung Rechnung getragen werden.

Exponate: u. a. Mehemed Fehmy Agha, Josef Al- bers, Ferenc Berko, Ilse Bing, Richard Fleischhut, George Grosz, Henri Cartier-Bresson, Elisabeth Hase, Heinrich Heidersberger, László Moholy- Nagy, Umbo, Alexander Rodtschenko, Ré Sou- pault, Heinrich Heidersberger, Ben Shahn, Alfons Walde

KAMERA IM KRIEG 1939-1945
Mit der Aufstellung von straff organisierten Propa- gadakompanien sicherten sich die Nationalsozial- isten auch die Deutungshoheit über einen Krieg, den sie – lange intendiert und vorbereitet – An- fang September 1939 mit dem Überfall auf Polen Wirklichkeit werden ließen. Neben den Wochen- schauberichten sind es vor allem die von PK-Fo- tografen gelieferten rund zwei Millionen Bilder (in Schwarzweiß, seltener in Farbe), die unsere Vor- stellungen vom Zweiten Weltkrieg in Europa bis heute bestimmen: In der Regel Leica-Bilder, nach- dem Leica und Contax (also Kleinbild-Kameras) zur offiziell verordneten Ausrüstung der Propa- gandafotografen gehörten.

Exponate: Das Wirken der PK-Fotografen
beispielhaft illustriert anhand des Nachlasses von Walter Henisch. Dazu Doppelseiten aus Sig- nal, der auflagenstarken, in nicht weniger als 20 Sprachen erschienenen Propaganda-Illustrierten der deutschen Wehrmacht (mit Beiträgen von u. a. Walter Frentz, Gerhard Gronefeld, Hanns Hub- mann, Hilmar Pabel, Wolfgang Weber)



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