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Hubert Looser

Hubert Looser Foto © Christian Scholz

Spannend fand ich auch den Dialog zwischen de Kooning und den Skulpturen von Chamberlain. In einem meiner Räume treffen die beiden wichtigen Künstler des Abstrakten Expressionismus der Nachkriegszeit aufeinander. Mit den Ankäufen von Werken von Agnes Martin, Robert Ryman und Tony Smith gelang es mir ebenfalls, weitere wichtige Künstler zu akquirieren. Der Kauf der Grossskulptur „Ten Elements“ von Tony Smith war der letzte grosse Höhepunkt in meiner Sammlung. Damit hatte ich einen starken Akzent im Bereich der Minimal Art geschaffen. Mir war es wichtig, Werke von Künstlern zu kaufen, die wenig oder kaum in europäischen Museen vertreten sind. Bei der Wahl sprach mich stets die Taktilität, Originalität, Sensibilität, das Sinnliche, Emotionale, Spirituelle an. Zudem war die Qualität des Kunstwerkes ein weiteres, wichtiges Kriterium. Interessant zu vermerken ist, dass ich die Pop Art entweder nicht in ihrer Bedeutung verstand oder einfach nicht meiner Kunstvorliebe entsprach.

Ein wichtiger europäischer Vertreter der Arte Povera ist für mich der Künstler Giuseppe Penone. Das erste Werk, welches ich von ihm erstand, war die Skulptur „Grand Geste Végétal“. 1989 kaufte ich diese Skulptur, die mich unmittelbar ansprach, ohne jegliche Kenntnis von diesem Künstler zu haben. 10 Jahre danach hatte ich die Gelegenheit, Penone in seinem Atelier in Turin zu besuchen und war beeindruckt von seinem vielseitigen Schaffen. Als Penone eine Ausstellung im Musée Centre Pompidou hatte, konnte ich eine wichtige Skulptur „Ombra die Terra“ erstehen. Ich lud ihn nach Zürich ein, zeigte ihm meine Sammlung und bat ihn, unter Einbezug meiner Skulpturen und neu zu erwerbenden Arbeiten von ihm, zwei Räume im Keller zu gestalten. Die beiden Räume vom Italiener Penone stellen nun ein Gegengewicht zur amerikanischen Kunst der beiden angrenzenden Räume mit den Künstlern de Kooning und Chamberlain dar und stehen so im Dialog zueinander.

Dies führte zum nächsten Schritt in meiner Sammlung. Fasziniert von der Idee, USA - Europa als Dialogprinzip auszubauen, erstand ich eine grosse Zeichnung von A. Gorky aus dem Jahr 1932. Bei Gorkys Werken ist die Herkunft aus Europa nachvollziehbar und der Bezug zu Miro und Picasso klar ersichtlich. In Amerika war er mit de Kooning befreundet und beeinflusste ihn und weite Kreise der Künstlergemeinschaft in den USA in deren Bewusstseinsbildung mit dem in Europa entstandenen Surrealismus.



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