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Fine Art 2. Juni 2021 | Artemisia Gentileschi, Sofonisba Anguissola und Emilie Preyer

Geballte Frauenpower erwartet die Sammler:innen der „Fine Art“ in der diesjährigen Frühjahrsauktion: Mit Artemisia Gentileschi, Sofonisba Anguissola und Emilie Preyer sind gleich drei unverkennbare weibliche Positionen mit starken Werken in der Auktion vertreten, die zudem in internationalen Ausstellungen gezeigt und gefeiert werden.

Artemisia Gentileschi gilt als eine der Ikonen der italienischen Barockmalerei und zählt zu den berühmtesten Malerinnen der Kunstgeschichte. 2020 wurde ihr in der National Gallery in London eine umfassende Einzelausstellung gewidmet – dieses Jahr wird der Palazzo Reale in Mailand ihr Werk zusammen mit anderen Künstlerinnen ihrer Zeit, darunter auch Sofonisba Anguissola, zeigen. Gentileschis biografisches und künstlerisches Profil sind untrennbar miteinander verwoben: Die Künstlerin nutzt die Leinwand als Mittel, um ihre Geschichte als Frau und Malerin zu erzählen. Das Leben der gefeierten und einflussreichen Künstlerin ist durchzogen von verschiedenen Stationen – Rom, Florenz, London und Neapel – wo sie Gelegenheit hatte, mit Fürsten und Intellektuellen, Künstlern und Mäzenen zu verkehren. Die vorliegende Maria Magdalena in Ekstase – eines der Lieblingssujets Gentileschis – schuf Artemisia zwischen 1650 und 1654 in Neapel (Schätzpreis: 30.000 – 40.000 Euro).

Zu Unrecht geriet das Œuvre von Sofonisba Anguissola nach Ihrem Tod im Jahre 1625 in Vergessenheit, war sie doch zu Lebzeiten eine hochgeachtete Künstlerin, die neben der spanischen Königsfamilie auch zahlreiche italienische und spanische Adelige ihrer Zeit porträtierte und Zeitgenossen wie Michelangelo, Peter Paul Rubens und Anthonis van Dyck zu ihren Freunden und Bewunderern zählte. Nun kommt Anguissola wieder zum Vorschein – unter anderem in der oben erwähnten Ausstellung im Sommer dieses Jahres im Palazzo Reale in Mailand. Bei Van Ham taucht die italienische Malerin nun erstmals auf – mit einem Knabenporträt, das in den ersten Aufenthalt in Sizilien eingeordnet werden kann. Hierher kam Sofonisba 1573 mit allen Ehren und - dank der Großzügigkeit des Monarchen - einer reichen Mitgift, um Fabrizio Moncada, Gouverneur von Paternò, zu heiraten. Es gibt nicht viele Informationen über dieses recht kurze Kapitel der Tätigkeit von Sofonisba. Verglichen mit der unendlichen Folge von Selbstportraits und den Portraits Anguissolas Schwestern ist der Knabe Teil eines eher kleineren männlichen Repertoires der Künstlerin. Sie behält sich dabei eine weniger eindringliche und etwas unbekümmerte Charakterisierung vor und bezieht sich dabei auf eine fast offizielle Idealisierung, jedoch nicht ohne etwas Raum für Ironie zu lassen. Es handelt sich bei dem vorliegenden Werk um eine wichtige Ergänzung des Oeuvres der Porträts von Sofonisba Anguissola. Aufgrund der noch relativ geringen Anzahl an Werken der sizilianischen Schaffenszeit, ist die Darstellung des jungen Sprosses aus einer lokalen Familie, die durch die zukünftige Forschung noch identifiziert werden kann, eine große Bereicherung dieses Kapitels.

Emilie Preyer steht eng in der Maltradition ihres Vaters Johann Wilhelm Preyer, einem der bedeutendsten Stilllebenmaler der Düsseldorfer Malerschule. Schon früh wurde sie von ihm künstlerisch ausgebildet und erhielt im Anschluss privaten Unterricht an der Düsseldorfer Akademie, da ihr ein reguläres Studium als Frau offiziell verwehrt blieb. Heute gilt Emilie Preyer als Meisterin der Stillleben. Ihre detaillieren und feinen Gemälde sind unverkennbar, Früchte haben es ihr dabei besonders angetan. Auch auf dem nun angebotenen Werk sind die Aprikose, die Pflaumen und die Trauben so realistisch dargestellt, dass der Betrachter am liebsten herzhaft zugreifen würde (Schätzpreis: 20.000 – 25.000 Euro).






  • 02.06.2021
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