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Sammlung Amann

Gotische Skulpturen der Sammlung Amann und mehr: 673. Auktion mit Kunst und Antiquitäten

Sammlung Amann

Die 673. Auktion von Kunst und Antiquitäten, die am 5./6. Oktober 2011 in Stuttgart stattfindet, umfasst eine Sammlung gotischer Skulpturen, europäisches Kunsthandwerk und sowie Gemälde alter und neuerer Meister.

STUTTGART. Eine bedeutende Sammlung gotischer Skulpturen gehört zu den Höhepunkten im Angebot der kommenden Herbstauktion von Nagel. Sie wurde Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts von Prof. Dr. Josef Albert Amann (1866-1919), Gynäkologe und Universitätsprofessor, zusammengetragen. Eine Festschrift des Münchener Altertums-Vereins zur Erinnerung an das 50-jährige Jubiläum im Jahr 1914 dokumentiert diese Sammlung. Zu Amanns frühen Erwerbungen gehörte ein hl. Nikolaus der Zeit um 1500, erhalten in musealer Qualität (Schätzpreis 15.000 €). Ebenfalls in sehr gutem Zustand befindet sich ein hl. Oswald des Memminger Meisters Christoph Scheller, um 1510 (18.000 €). Auch eine eine hl. Katharina von Meister Jörg Stein, Ulm um 1460/70 (10.000 €), und eine hl. Barbara vom Meister der Heggbacher Madonna, Ulm um 1470, stehen zum Verkauf (5.000 €).

Ulm um 1470, stehen zum Verkauf (5.000 €). Das übrige Kunsthandwerk der 673. Auktion enthält eine schöne Auswahl an feinen Tabatièren und Objects d’Art des 18. Jahrhunderts. Sie sind aus Schildpatt, Lack, Goldpiqué und Gold-Emaille und stammen unter anderem aus süddeutschem Sammlungsbesitz. Ins Auge sticht eine Louis XV goldmontierte Lack-Tabatière mit Miniaturmalerei von Jean-Guillaume Véalle (1667/10), Paris 1764/65 (Schätzpreis 14.000 €).

Unter den prunkvollen englischen Silberobjekten des 18. und 19. Jahrhunderts findet sich ein George-II-Deckelpokal, London 1732, von Meister John Hugh Le Sage (6.000 €). Auch das russische Kunsthandwerk ist mit einem großen Silberhumpen der Zeit um 1900 vertreten. Er ist mit Münzen und Medaillen dekoriert, stammt aus St. Petersburg und ist eine Arbeit von Meister Wassili Klenkow (6000 €).

Die Einrichtungsgegenstände umfassen zwei bedeutende Terrakotta- Modelli für Deckenampeln, auch lampada da santuario genannt. Sie tragen das Wappen einer italienischen Adelsfamilie aus der Lombardei und stammen möglicherweise aus der Werkstatt von Giuseppe Valadier (1762- 1839), 1. Drittel 19. Jahrhundert (18.000 €)

In der Abteilung Teppiche und Textilien ragt eine seltene Tischdecke mit dem Allianzwappen des niederländischen Königs Wilhelm II. (1792- 1849) und der russischen Großfürstin Anna Pawlowna Romanowa (1795- 1865) heraus. Es handelt sich wohl um ein Geschenk der Schülerinnen der St. Petersburger oder Moskauer Bildungsanstalt für adelige Mädchen zur Königskrönung von 1840 (Maße ca. 300 x 300 cm, 30.000 €).

Die Möbel-Sparte wartet mit einem musealen, klassizistischen Dielenschrank aus Leipzig auf (um 1800). Er ist aus Kirschbaum gearbeitet und nach einem Meisterriss, der sich im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig befindet (Schätzpreis 20.000 €). Sehr wahrscheinlich aus der Danhauser’schen Möbelmanufaktur in Wien stammt eine fantasievolle und seltene klassizistische Deckenkrone in Schlangenform (um 1815). Sie ist in Holz geschnitzt und vergoldet und nach einer Entwurfszeichnung entstanden, die im Österreichischen Museum für Angewandte Kunst (MAK) in Wien aufbewahrt wird (Schätzpreis 8.000 €). Zum Aufruf gelangt außerdem ein feines Biedermeier- Salontischchen, vermutlich von Tischlermeister Carl Schmidt in Wien (um 1825). Die Zeichnung für das einst zur Einrichtung von Schloss Sigmaringen gehörende Kirschbaum-Möbel ist ebenfalls im MAK zu finden (2.500 €). Ebenfalls ist ein bemerkenswertes, 14-teiliges Biedermeier- Ameublement zu erstehen, welches von den Besitzern der Fürther Löwen-Apotheke bei Schreiner Johann Hieronymus Haar 1839 in Auftrag gegeben worden war und sich seit dem ununterbrochen im Besitz dieser Familie befunden hat (27.000 €).

Unter den Gemälden alter Meister ist das Bildnis eines Herrn, wohl gemalt von einem rudolfinischen Hofkünstler (Öl auf Leinwand, Maße 69 x 53 cm, Preis auf Anfrage). Von Jan B. Lodewijk Maes (1794-1856) ist eine “Betende Römerin” im Angebot, rückseitig mit Inventaretikett von Ludwig I. Bayern (Maße 90 x 73 cm, 15.000 €).

Aus dem 19. Jahrhundert stammen die exotischen Darstellungen eines “Beduinenlagers in der Wüste bei Abendlicht” von Tadeusz Ajdukiewicz (1852-1916) und eines “Tscherkessischen Reiters” von Franz Roubaut (1856-1928). (Maße 80 x 160 cm, 25.000 € bzw. Maße 63 x39 cm, 18.000 €).

Die Vorbesichtigung findet vom 30. September bis 3. Oktober 2011 statt.

Pressekontakt: Beate Kocher-Benzing








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  • Gotische Skulpturen  aus der Sammlung Prof. Dr. A. Amann. Teilweise abgebildet in: Festschrift des Münchener Altertums-Vereins zur Erinnerung an das 50jährige Jubiläum, München 1914.
    Gotische Skulpturen aus der Sammlung Prof. Dr. A. Amann. Teilweise abgebildet in: Festschrift des Münchener Altertums-Vereins zur Erinnerung an das 50jährige Jubiläum, München 1914.
    NAGEL AUKTIONEN
  •  Feine Lacktabatière mit Goldpiqué  Mitte 18. Jh.
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    NAGEL AUKTIONEN
  • Museale Tischdecke mit dem Allianzwappen von dem niederländischen König Wilhelm II. (1792-1849) und der russischen Großfürstin Anna Pawlowna Romanowa (1795-1865).  Stramingewebe mit Stickerei und Perlenbesatz, ca. 300 x 300 cm. Russisch, um 1840.
    Museale Tischdecke mit dem Allianzwappen von dem niederländischen König Wilhelm II. (1792-1849) und der russischen Großfürstin Anna Pawlowna Romanowa (1795-1865). Stramingewebe mit Stickerei und Perlenbesatz, ca. 300 x 300 cm. Russisch, um 1840.
    NAGEL AUKTIONEN
  • St. Petersburg  um 1900 Wassili Klenkov
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    NAGEL AUKTIONEN
  • Albarello aus der Fürstlichen Apotheke St. Emmeram  Thurn & Taxis, Regensburg mit fürstlichem Wappen, Amberg, um 1760/70
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    NAGEL AUKTIONEN
  • Franz Roubaud (1856-1928)  Tscherkessischer Reiter Öl/Lwd., signiert. 63 x 39 cm
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    NAGEL AUKTIONEN
  • Maes, Jan Baptist Lodewijk (1794 - 1856) Betende Römerin  Öl/Leinwand/Leinwand, unten rechts signiert, datiert "1832" und bezeichnet "Roma", rückseitig auf dem Keilrahmen altes Inventaretikett von König Ludwig I. von Bayern.  Provenienz: 1833 durch Ludwig I. von Bayern für seine Sammlung erworben gelangte es in die Neue Pinakothek in München und wurde 1924 an den Wittelsbacher Ausgleichsfonds abgegeben.
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