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MODERNE | AFRIKA UND AUSSEREUROPÄISCHE KUNST

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Afrikanische und außereuropäische Kunst
Die afrikanische und außereuropäische Kunst wartet mit insgesamt rund 300 Objekten auf, darunter etwa 60 Skulpturen und Masken des Sammlerpaares Rolf und Christina Miehler. Die Spannweite reicht von Mali bis nach Ostafrika mit Schwerpunkt auf der Demokratischen Republik Kongo. Interessante Stücke kommen auch von den Mossi (Burkina Faso), den Baule (Elfenbeinküste) und den Yoruba (Nigeria). Zudem werden Bronze-Gottheiten aus Indien sowie Objekte der Inuit aus Alaska versteigert.

Aus der Demokratischen Republik Kongo stammt das teuerste Stück der afrikanischen Kunst, eine auf 40.000 bis 50.000 Euro geschätzte imposante Maske der Songye mit großer gewölbter Stirn. Sie kam bei Zeremonien der Kifwebe-Gesellschaft zum Einsatz. Im Südosten der D.R. Kongo leben die Bembe, von denen eine „echawokaba" Helmmaske aus der Sammlung Miehler (Taxe 20.000-22.000 Euro) angeboten wird sowie eine kleine Ahnenfigur von sehr guter Qualität (3.000-4.000 Euro). Ebenfalls aus dem Kongo kommen eine seltene kleine Lega-Figur „maginga" (1.500-2.500 Euro) sowie die männliche Zauberfigur „biteki" (Taxe 8.000-12.000 Euro), eine 47 Zentimeter hohe Schutz- und Zauberfigur mit Knöpfen in den Augen. Burkina Faso stellt eine große Maske der Mossi „karan-wemba" in superber Qualität; auch sie befand sich in der Sammlung Miehler (Taxe 25.000-30.000 Euro). Von den Baule an der Elfenbeinküste gefertigt wurde die auf 15.000 bis 22.000 Euro geschätzte große Schutzfigur „gbekre" in Affengestalt. Eine stolze, 2,27 Zentimeter hohe Ibo-Götterfigur „alusi" aus Nigeria zählt zu den größten Objekten ihrer Art (Taxe 8.000-10.000 Euro).

Angewandte Kunst
Wer am 19. Mai bei der NEUMEISTER-Sonderauktion des Nachlasses von Prof. Dr. Kurt Liebermeister nicht zum Zuge kam, kann nochmals aus einem reichhaltigen Angebot an Glas zu günstigen Taxen schöpfen, das von Gallé- (1918 bis 1931; Taxen 180-800 Euro) und Daum-Glas (1898 bis 1930er Jahre; Taxen 180-1.200 Euro) über ein Teeservice von Wilhelm Wagenfeld (1930er Jahre, 15 Teile, Taxe 1.200-1.500 Euro) bis hin zu Murano-Erzeugnissen reicht. Beispiele hierfür sind eine Amphorenvase von Cappellin für 1.000 bis 1.200 Euro (1925/30) aus grün getöntem, transparenten Glas, Venini-Vasen (1940 bis 1960, Taxen 600 bis 1.000 Euro) oder eine Frauenfigur aus der Commedia dell‘arte von Fulvio Bianconi aus dem Jahr 1948 für 1.000 bis 1.200 Euro.

Original vom Kopf bis hin zum patinierten Bronzefuß auf vier Voluten - im Gegensatz zu vielen anderen Stücken auf dem Markt - ist die große, 65 Zentimeter hohe und nummerierte Tiffany-Tischlampe (1990-1910; Taxe 24.000 bis 28.000 Euro). Rote Blüten dominieren den Schirm mit seinem feinen Netz aus verbleiten marmorierten Glasflächen. Höchst dekorativ wirkt auch die ebenfalls nummerierte Handel-Tischlampe (Connecticut, um 1910/20) für 2.500 bis 3.000 Euro. Ihr pilzförmiger Schirm ist innen mit roséfarbenen Wildrosen bemalt, die zart bei Licht durchscheinen.

In der Porzellan-Abteilung bestechen dekorative Nymphenburg-Porzellane, unter anderem ein Service von Max Rossbach mit violettem Anemonen-Dekor (25 Teile, 1900/02, Taxe 1.800-2.000 Euro). Ebenfalls aus Nymphenburg stammen ein eleganter Pfauhahn von Theodor Kärner (1905; Taxe 600-800 Euro), ein Gelbschopfpapagei von August Göhring (1920; Taxe 1.200-1.500 Euro) oder die Figur einer sitzenden „Tegernseerin" von Josef Wackerle (Ausführung nach 1952; Taxe 1.000-1.200 Euro). Besonders schöne Stücke im keramischen Bereich sind Produkte aus der Majolika-Manufaktur Karlsruhe, darunter das 1930 entstandene Unikat einer einfühlsam modellierten Aktfigur von Max Laeuger (Taxe 4.500-5.000 Euro). Auch zwei Figuren nach einem Entwurf von Fritz Behn werden angeboten: ein „Nijinski" im Harlekinkostüm und eine „Dame im Fuchspelz" (Entwürfe 1912 bzw. 1914, Ausführung 1970; Taxen je 400-450 Euro).

Theodor Fahrner hatte sowohl ein Händchen fürs Kreative wie auch fürs Geschäft: Der Wegbereiter des Jugendstilschmucks machte aus der Ringfabrik seines Vaters eine der besten und erfolgreichsten Schmuckfirmen Europas, was zum Beispiel eine Brosche in Form einer Blütenrosette (um 1910/14) oder ein paar tropfenförmige Ohrringe (um 1935) zu günstigem Schätzpreis von je 150 bis 180 Euro beweisen. Weitere preiswerte Accessoires bietet eine umfangreiche Kollektion an klas-sischem Modeschmuck von Christian Dior, Givenchy und den New Yorker Designern Coro, Miriam Haskell, Lisner oder Trifari (50er bis 80er Jahre; Taxen 20-320 Euro). Wer es lieber echt mag, könnte an einem Goldcollier mit Smaragden, Rubinen und Diamanten von Anton Frühauf Gefallen finden: Ab 1.600 bis 2.000 Euro bekommt Frau geometrisch-geschmeidiges, zeitloses Design.

Im Haushalt trägt das vierteilige Kaffee- und Teeservice aus Belgien (um 1930; Taxe 8.000-10.000 Euro) mit seiner facettierten Wandung und Griffen aus Mahagoni zur geschmackvoll gedeckten Tafel bei. Ein wahrlich üppiges Schmuckstück ist der silberne Nautiluspokal für 3.200 bis 3.500 Euro nach einem Entwurf von Franz von Stuck (WMF Geislingen, 1890, Höhe 49 Zentimeter), bestehend aus einem Putto auf einer Schildkröte, der eine Nautilusmuschel hochhält.

Nach dem erfolgreichen Verkauf von Quilts in der letzten Auktion werden jetzt unter anderem Stücke aus der Quilt-Sammlung von Felicitas Lampert, Giessen, versteigert, die auch in deren Buch „Quilts und Frauen" abgebildet sind (die Expertisen liegen jeweils bei). Die Schätzpreise für die dekorativen Objekte aus der Zeit von 1850 bis 1940 liegen bei 750 bis 3.500 Euro; der teuerste Quilt „North Carolina Lily" stammt aus Maryland und lebt von beigefarbenen, in regelmäßiger Folge angeordneten abstrahierten Blütenblättern (1880, 200 x 250 cm, Taxe 3.200-3.500 Euro).


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    NEUMEISTER Kunstauktionen
  • Zum Jahresanfang präsentierte die Klasse des Münchener Bildhauerei-Professors Albert Hien ihre Winterspiele mit frischem Blick auf die stille Zeit. Auch ein designorientiertes Publikum kam auf seine Kosten mit einem Einblick in das Sammlerleben bei der Schau 4 Verrückte. Bauhaus Sammeln. Mit gleich zwei Ausstellungen würdigte NEUMEISTER mit der Zürcher Galerie Katharina Büttiker Art Deco - Art Nouveau das Jugendstilgenie Alfons Mucha, dessen Todestag sich 2009 zum 70. Mal jährte: im Sommer in unserer Dependance am Wiener Lobkowitzplatz 1 sowie derzeit in unserer Galerie im Museumsquartier München.

Im Rahmen des Open-Art Wochenendes brachten wir gemeinsam mit der Galerie Mueller & Plate mit der Schau Indian Art zeitgenössische indische Kunst nach München, zeigten mit der Bozener Malerin Christina Gallmetzer Kunst in der Tradition der Leipziger Schule. Unter dem Titel Next Generation begleitete eine Schau von edlem Spielzeug und Einrichtungsgegenständen fürs Kinderzimmer aus verschiedenen Epochen unsere Online-Auktion.
    Zum Jahresanfang präsentierte die Klasse des Münchener Bildhauerei-Professors Albert Hien ihre Winterspiele mit frischem Blick auf die stille Zeit. Auch ein designorientiertes Publikum kam auf seine Kosten mit einem Einblick in das Sammlerleben bei der Schau 4 Verrückte. Bauhaus Sammeln. Mit gleich zwei Ausstellungen würdigte NEUMEISTER mit der Zürcher Galerie Katharina Büttiker Art Deco - Art Nouveau das Jugendstilgenie Alfons Mucha, dessen Todestag sich 2009 zum 70. Mal jährte: im Sommer in unserer Dependance am Wiener Lobkowitzplatz 1 sowie derzeit in unserer Galerie im Museumsquartier München. Im Rahmen des Open-Art Wochenendes brachten wir gemeinsam mit der Galerie Mueller & Plate mit der Schau Indian Art zeitgenössische indische Kunst nach München, zeigten mit der Bozener Malerin Christina Gallmetzer Kunst in der Tradition der Leipziger Schule. Unter dem Titel Next Generation begleitete eine Schau von edlem Spielzeug und Einrichtungsgegenständen fürs Kinderzimmer aus verschiedenen Epochen unsere Online-Auktion.
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