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Von der Muse geküsst – Die Künstlerfamilie Reidel und deren bedeutende Glassammlung

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BEDEUTENDER KULTURSCHATZ AN GLÄSERN! Von der Muse geküsst – Die Künstlerfamilie Reidel und deren prachtvolle Glassammlung

Was die Familie Reidel generationenübergreifend phantasie- und wundervoll seit Jahrzehnten in ihrem Künstlertum zelebriert, davon können die wenigen Sätze eines Artikels nur einen Hauch vermitteln, um sich daraufhin mit dem Wunsch nach einem „Mehr“ tiefergehend mit diesem grandiosen Trio auseinanderzusetzen.

Marlene und Karl Reidel sowie deren älteste Tochter Beate Rose scheinen immer wieder aufs Neue von der Muse geküsst worden zu sein, welche sie über Jahrzehnte hinweg liebevoll und feinfühlig beflügelt hat. Dafür spricht auch ihr internationaler Erfolg: Mit unzähligen Kulturpreisen geehrt, ist das kongeniale Landshuter Künstlerpaar weit über die Grenzen Niederbayerns bekannt und fand weltweit Anerkennung.

Man kennt die Bilderbücher Marlene Reidels und die expressiven Figuren ihres Mannes. Beate Rose setzt die Familientradition als Malerin humorvoller Figurenbilder und dekorativer Fantasievögel fort.

Aufgrund der nahen Verwandtschaft und familiären Beziehung zueinander besteht zwar eine gegenseitige ästhetische Beeinflussung, jedoch konnte sich das jeweilige Oeuvre durch die unterschiedlichen künstlerischen Richtungen seine volle Eigenständigkeit bewahren.

Karl Reidel 1927 erblickt Karl Reidel in Landshut das Licht der Welt. Nach seiner Lehre als Steinbildhauer beginnt er ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Es folgen unversiegbar viele Preise und Auszeichnungen, wie beispielsweise der Bayerische Staatspreis. Fast zwangsläufig geschieht die Aufnahme in den Künstlerverband der Neuen Gruppe München. Seit 1957 ist Reidel auf (inter-)nationalen Ausstellungen und

-beteiligungen, von der Biennale bis hin zum Deutschen Künstlerbund vertreten. Sein Atelier und Refugium findet er 1959 in Obergangkofen in der Nähe von Landshut. An diesem Ort errichtet der Künstler 1970 eine eigene Gießerei. Viele Male werden Reidel Retrospektiven gewidmet, die größte 2002. Nur vier Jahre später verstirbt er im Alter von 78 Jahren.

Karl Reidel stattet über 30 Kirchen mit Sakralplastiken aus. Sein Steckenpferd sind jedoch Brunnen und Denkmäler, sowie Gedenk- und Schrifttafeln für den öffentlichen Raum. Nico Deussen beschreibt Reidels Oeuvre folgendermaßen: „In diesem Sinne sind Karl Reidels Plastiken ausgereifte Kompositionen, ein ästhetisch ausgeglichenes Angebot an die Sinne. Allerdings oft auch mit einem Schuss Ruppigkeit [...].“

Marlene Reidel 1923 in Landshut geboren und auf einem Einödhof aufgewachsen, macht sich Marlene Reidel einen Namen als Malerin, Grafikerin, Illustratorin und Kinderbuchautorin, ist aber auch als Bühnenbildnerin und Ausstatterin für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg tätig.

Sie studiert an der Akademie der Bildenden Künste in München und lernt dort den Bildhauer Karl Reidel kennen, mit dem sie sechs gemeinsame Kinder hat. Weit mehr als die Anzahl von sechs übersteigen ihre Preise und Auszeichnungen, wie beispielsweise der Deutsche Jugendbuchpreis oder der Kulturpreis Ostbayerns. 1997 erhält sie den Bayerischen Verdienstorden.

Hervorzuheben ist ihr Buch Kasimirs Weltreise, welches die New York Times zu den „10 besten Büchern“ gezählt hat. Da liegt es auf der Hand, dass 30 weitere von ihr verfasste Kinderbücher in andere Sprachen übersetzt wurden. Ihr Klassiker Der Gabriel mit dem Zauberstab wird zu den „Schönsten Büchern des Jahres 1964“ gewählt, Anna und die Weiherhex auf der Kinderbuchausstellung in Tokio 1977 zu den zehn besten Büchern kreiert. Ein Klassiker wird auch Der Räuber Kneißl.

Dabei entstehen die ersten Bilderbücher anfangs nur für die eigenen Kinder. Sie illustrieren familiäres Erzählgut und Kindheitserlebnisse. Doch schon bald folgen Illustrationsaufträge für Fernsehfilme der ARD, des ZDF und den BR. Reidels Protagonisten handeln mit Witz und Geschick. Sie entführen ihre zahlreichen und weltweiten Betrachter und Leser in ein Universum des Staunens, Lachens und Erkennens.

Bei so anhaltender Beliebtheit bleiben große Retrospektiven wie die der Jahre 2007 und 2009 natürlich nicht aus.

Beate Rose Auf gekonnte Weise führt die 1947 geborene, älteste Tochter Beate Rose den künstlerischen Weg ihrer Eltern fort.

Nach dem Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, setzt sie noch eine Ausbildung an der Staatslehranstalt für Photographie (beides in München) oben drauf.

Ihre Kreativität scheint keine Grenze zu kennen, so dass sich Beate Rose anschließend an der Hochschule für Fernsehen und Film in München einschreibt. Es folgen diverse Regietätigkeiten und redaktionelle Mitarbeit. Anfang der 90er trägt sie als Redakteurin die Verantwortung für das Kinderprogramm der ARD.

Ihre Bilder von Phantasie-Vögeln, von denen der Langewiesche-Brandt-Verlag Ebenhausen Drucke erstellt, erreichen in Japan derartige Beliebtheit, dass von ihnen dort sogar Raubdrucke angefertigt werden.

Seit 2000 betreibt Beate Rose in Landshut eine Galerie und kann seither auf so manche nationalen Ausstellungen und -beteiligungen zurückblicken.


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