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Vorbericht 'Norddeutsche Kunst' Februar 2011

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    Vorbericht 'Norddeutsche Kunst' Februar 2011
    19.02.2011
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Vorbericht zur Auktion 'Norddeutsche Kunst - Tradition und Moderne' am 19. Februar 2011

‚Norddeutsche Malerei' ist das Thema der großen Sonderauktion am 19. Februar 2011 in der Hamburger Stadtvilla des Auktionshauses Stahl. Erneut ist es den Experten des Hauses gelungen, eine umfangreiche Auswahl von Kunstwerken zusammenzutragen, die die Entwicklung der Malerei in Norddeutschland in ihrer ganzen Bandbreite spiegeln - im Mittelpunkt stehen dabei die Hamburger Maler, aber auch überregional bedeutende Meister aus Worpswede sowie von der Ost- und Westküste sind prominent vertreten.

Hauptmann 1955. - Das Gemälde entstammt Hauptmanns besonders fruchtbarer Periode in den 1950er Jahren, in dem sich sein reifer Stil mit seinen klaren Konturen und leuchtenden Farben voll ausgeprägt hat.

Ein zentrales Thema der Hamburger Kunst um 1900 ist die Freilichtmalerei mit ihrer spätimpressionistischen Seh- und Ausdrucksweise nach französischem Vorbild. Ein frühes, bedeutendes Beispiel dieser Zeit stellt Thomas Herbsts sorgfältig komponiertes Hauptwerk ‚Auf dem Heimweg' dar, das um 1880 entstand und mit einer Taxe von 12.000,- in die Auktion geht. In der Tradition der plein-air-Malerei stehen auch die Mitglieder des Hamburgischen Künstlerclubs, wie beispielsweise Friedrich Schaper mit seinem stimmungsvollem Gemälde ‚Landschaft bei Duhnen' (7.000,-) oder Ernst Eitner mit dem ‚Frühling im Park' (2.500,-). Auch Arthur Illies (1.200,-), Arthur Siebelist (1.500,-), Henning Edens (3.500,-) und Franz Nölken (2.000,-) sind mit charakteristischen Werken im Angebot.

Friedrich Ahlers-Hestermann ist mit einem bedeutenden impressionistischen Frühwerk von 1905 vertreten, das seine Schwester Gertrude zeigt (9.500,-). Die ‚Gärten der Kindheit' (7.500,-) von 1955 gehören zu den wohl schönsten Schöpfungen seiner reifen Schaffensphase.

‚Zwei Köpfe', ein Pastell des sehr seltenen Altonaer Künstlers Alfred Mohrbutter, ist mit 1200,- sicher nicht zu teuer angesetzt.

Die Auktion bietet außerdem eine Vielzahl von Werken der hervorragendsten Hamburger Sezessionskünstler, darunter Dorothea Maetzel-Johannsens ‚Expressives Frauenportrait' (3.800,-) und Gretchen Wohlwills ‚Finkenwerder' (12.000,-). Ein für Fritz Flinte charakteristisches, in seinem Oeuvre immer wiederkehrendes Tisch-Stilleben, bekannt auch als ‚Flinte-Tisch', wird für 2.800,- angeboten. In der Tradition der Hamburger Sezession steht auch das ‚Stilleben mit Meeresfrüchten', ein seltenes Frühwerk von Herbert Spangenberg (1.800,-). Mitte der 1930er Jahre schuf Eduard Bargheer das Aquarell ‚Portrait eines sinnenden Knaben' (3.700,-). Fritz Kronenbergs Pendants ‚Hamburg im Sommer' und ‚Hamburg im Winter', gemalt im Sezessionsstil der späten 30er Jahre, sind mit je 5.900,- taxiert. Unter den zahlreichen modernen Ansichten der Hamburger Stadt- und Hafenlandschaft ragen ‚Schlepper im Hamburger Hafen bei Nacht' von Paul Kayser hervor (5.400,-). Aus dem Oeuvre von Erich Hartmann können u.a. die ausdrucksstarken ‚Dostojewski Gestalten' für 5.500,- und das frühe Werk ‚Am Hafen von Niendorf' für 5.800,- erworben werden. Das Ölgemälde ‚Zwei Kinder mit Rummelpott' (5.500,-) von Willem Grimm zeigt das typisch norddeutsche Sujet der Rummelpottfiguren, das im Oeuvre Grimms seit den 1930er Jahren immer wieder auftaucht.

Von Ivo Hauptmann kommen gleich sieben farbenprächtige Bilder zum Aufruf, darunter das herausragende in pointillistischer Manier gemalte Frühwerk ‚Ruhendes Mädchen und Jüngling' (16.000,-) von 1921. Hauptmanns 1955 entstandene Ansicht von ‚Baurs Park' in Altona (6.500,-) besticht durch klare Konturen und leuchtende Farben. Weniger tief in die Tasche greifen muss man für Arnold Fiedler, vom dem Stahl drei ansprechende Gemälde im Angebot hat (1.700,- bis 2.600,-).

Auch von Horst Janssen kann Stahl gleich mehrere Werke anbieten, darunter das Aquarell ‚Planken' (5.800,-) und die kolorierte Zeichnung ‚Für Dicky nach Wunsch' (2.900,-).

Von der vielfältigen landschaftlichen Schönheit der Ostseeküste ließ Otto-Heinrich Engel sich inspirieren. Die ‚Heimkehr' (3500,-) dürfte zu seinen Hauptwerken gehören. Liebhaber von Darstellungen der Baltischen See können sich auf Ernst Bischoff-Culms Pastell ‚Treibholzsammlerinnen an der Kurischen Nehrung' von 1911 (2.800,-) und Fritz Neuenhahns ‚Badegäste in Dievenow, Westpommern' (1.500,-) von 1924 freuen. Großes Interesse bei den Sammlern dürften auch die ‚Fischerboote an der Kurischen Nehrung' erregen, die Hermann Dienz 1939 schuf (1.800,-).

Franz Korwans ‚Sylter Dünenlandschaft' (1.200,-) und Magnus Weidemanns ‚Sturm vor Sylt' (900,-) zeigen stimmungsvolle Ansichten der unterschiedlichen Wetterlagen an der Nordseeküste. Der nordfriesische Maler Hans Peter Feddersen ist mit einer seiner seltenen religiösen Gemälde, der ‚Heimkehr des verlorenen Sohnes' (2.800,-) vertreten.

Mit der Akquise von Otto Modersohn ‚In der Surheide' ist Stahl ein besonderer Coup gelungen. Die um 1920 in Fischerhude entstandene sommerliche Heidelandschaft dürfte mit ihrem moderaten Ansatzpreis von 9.500,- das Herz so manchen Sammlers höherschlagen lassen. Von Heinrich Assmann, dem in Worpswede tätigen und im Ersten Weltkrieg viel zu früh gefallenen Studienfreund Heinrich Morgners, hat Stahl ein in expressiver Farbkraft leuchtendes ‚Mohnfeld' für sehr günstige 1.200,- im Angebot. Ebenfalls für 1.200,- wird ein Blumenstilleben von Ernst Müller-Scheeßel aufgerufen.


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