• Menü
    Stay
Schnellsuche

Gedenkausstellung

Konstanze Sailer: Malerische Erinnerungskultur

Gedenkausstellung

Memory Gaps – Blaue Winkel

Was passierte, wenn Menschen vor dem Nationalsozialismus in ein Nachbarland flohen und dieses nach Kriegsbeginn erneut in den Machtbereich der NS-Diktatur fiel? Die „Blauen Winkel“, eine Ausstellung der Erinnerungskultur unternehmen malerische Annäherungen an das Grauen der NS-Zeit.

Malva Schalek (* 18. Februar 1882 in Prag; † 24. März 1945 im Konzentrationslager Auschwitz) war eine österreichisch-jüdische Malerin. Sie lebte und arbeitete in Wien. 1938 floh sie ins tschechische Leitmeritz und nach Einnahme des Sudetenlandes weiter nach Prag. 1942 wurde sie von dort in das KZ-Theresienstadt deportiert und malte heimlich KZ-Alltagsszenen. Nachdem sie sich weigerte, 1944 einen NS-Arzt zu porträtieren, wurde sie in das Konzentrationslager Auschwitz überstellt und dort ermordet.

Bis zum heutigen Tag existiert in Wien keine Straße, die ihren Namen trägt. Hingegen ist nach Maria Grengg heute noch eine Gasse in 1230 Wien benannt. Grengg war Dichterin und Malerin, seit 1940 NSDAP-Mitglied und sympathisierte in ihren Schriften offen mit dem Nationalsozialismus. Anstelle von Maria Grengg sollte zukünftig in Wien-Liesing an Malva Schalek erinnert werden.

„Memory Gaps“ - die Kunstaktion des Gedenkens der deutsch-österreichischen Malerin Konstanze Sailer besitzt zwei Ebenen: eine realpolitische und eine historisch-politische Ebene, die mittels Tusche auf Papier erarbeitet werden.

Tusche auf Papier wurde als Technik gewählt, um der "Filigranität" von Flugblättern nahezukommen, die für Widerstandsgruppen wie etwa die Weiße Rose das wichtigste Kommunikationsmittel waren. Tusche auf Papier erinnert an die „Papierfetzen“, auf denen in Konzentrationslagern Kunstwerke entstanden.

Monat für Monat werden Ausstellungen in virtuellen Räumen eröffnet. Diese Galerien befinden sich ausnahmslos in Straßen oder an Plätzen Wiens, die es nicht gibt, die es jedoch geben sollte. Straßen mit Namen von Opfern der NS-Diktatur. Monat für Monat wird damit eine Erinnerungslücke geschlossen. Zusätzlich zu den vorgeschlagenen Straßennamen der Opfer werden auch Umbenennungen von Straßen angeregt: Von jenen Straßen und Plätzen, die heute noch Namen von Personen tragen, die im Naheverhältnis zum Nationalsozialismus standen.

http://memorygaps.eu/gap-juli-2015/

 






  • 10.07.2015 - 31.07.2015
    Ausstellung »
    Galerie Kunstquartier »

    Galerie Kunstquartier

    Malva Schalek-Gasse 45                    

    1230 Wien

     

    10.07. bis  31.07.2015

    tägl. 11:10 - 19:00 Uhr



Neue Kunst Ausstellungen
Norbert Kricke.
Die im Landesmuseum Münster konzipierte Ausstellung August...
Vincent Peters TIMELESS
A selection of 89 black-and-white works in which light takes...
« Sayed Haider Raza » im
Das Centre Pompidou widmet dem indischen Künstler Sayed...
Meistgelesen in Ausstellungen
« Léon Monet » im Musée du
In der Familie Monet ist der Bruder Léon zu erwähnen. Als...
Indigo Waves and Other Stories
Die Geschichten und Narrative des Indischen Ozeans sind der...
« Matisse. Kunsthefte zur 30er
Sie dachten, Sie wüssten schon alles über das Werk von...
  • "Aufschrei 04:18 Uhr", 2015, Tusche auf Papier, 48 x 36cm, copyright: Konstanze Sailer
    "Aufschrei 04:18 Uhr", 2015, Tusche auf Papier, 48 x 36cm, copyright: Konstanze Sailer
    Galerie Kunstquartier