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TheaterFigurenMuseum

Pinocchio und seine Brüder Ein Stück Holz wird lebendig

TheaterFigurenMuseum

Frech, naseweis, lustig: Im Jahr 1881 veröffentlichte Carlo Collodi in einer Wochenzeitung die ersten Geschichten über Pinocchio, eine Holzfigur, deren Nase mit jeder Lüge länger wird. Die Serie wurde damals so populär, dass Collodi 1883 beschloss, ein Buch daraus zu machen.

Heute ist Pinocchios Abenteuer eines der meistgelesenen Kinderbücher der Welt, übersetzt in 240 Sprachen. In Lübeck steht die liebenswerte Figur nun im Zentrum einer Ausstellung. Die Sonderausstellung Pinocchio und seine Brüder setzt mit internationalen Leihgaben die Serie der erfolgreichen Ausstellungen am TheaterFigurenMuseum fort. Die Schau zeigt Pinocchio als Romanfigur, als Marionette und Handpuppe sowie als Held von Trickfilmen. Am heutigen Nachmittag wurde sie im Rahmen einer Pressevorbesichtigung der Öffentlichkeit präsentiert.

„Pinocchio ist ein literarisches Thema und ein schwieriges Stück für das Figurentheater, denn die Figur soll ja ein Mensch werden. Faszinierend ist aber, dass und vor allem wie die Geschichte von dem hölzernen Bengel Figurenspieler und Gestalter immer wieder zu neuen Umsetzungen und auch Umdichtungen angeregt hat. Der Roman thematisiert die Kernszene des Figurentheaters – die Erschaffung und Verlebendigung der Puppe“, erklärte Dr. Antonia Napp, Leiterin des TheaterFigurenMuseums.

Ein Schwerpunkt liegt in der am Sonntag, 5. Juni, anlaufenden Ausstellung auf dem Werk des DDR-Puppenspielers Carl Schröder, der sich intensiv mit Pinocchio auseinandersetzte und dessen Abenteuer auch in einer DEFA-Produktion verfilmte. Schröders Figuren - unter anderem aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden - sowie Teile des Films sind im Museum zu sehen. Gezeigt werden auch Ausschnitte aus der Pinocchio-Serie des japanischen Studios Nippon Animation aus dem Jahr 1976.

In Russland gibt es einen eigenen Pinocchio: Collodis Roman inspirierte den russischen Schriftsteller Alexej Tolstoj 1936 zu dem Märchen „Das goldene Schlüsselchen“. Ausschnitte der Verfilmung durch den berühmten sowjetischen Filmregisseur Alexander Ptuschko werden ebenfalls in der Ausstellung präsentiert. Die einzigen vier noch erhaltenen Figuren des Films kommen als Leihgaben aus dem Moskauer Museum Sergej Obraszow nach Lübeck. Sie sind zum ersten Mal außerhalb Russlands zu sehen. Pinocchios Brüder, die Collodi beschreibt, sind die frechen Figuren im Theater: In Italien Pulcinella, in Frankreich Polichinelle/Guignol, in Deutschland der Kasper, in England Mr. Punch. Diese sind in der Dauerausstellung zu sehen.

Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Programm für Familien und Kinder begleitet. So gibt es den Schreibwettbewerb „Der neue Pinocchio“, der während der gesamten Ausstellungszeit läuft und dessen Sieger bei der Finissage am 4. September mit einem Preis geehrt wird. „In Geppettos Werkstatt“ gibt es museumspädagogische Angebote und im August findet ein dreitägiger Theaterworkshop unter Leitung der Schauspielerin Dafne- Maria Fiedler statt.






  • 05.06.2015 - 04.09.2016
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    Laufzeit
    5.6.2016 - 4.9.2016 | 10-18 Uhr

    Eintritt
    Erwachsene / Ermäßigt / Kinder (6-12): 7,00 / 3,50 / 2,50 EUR

    Adresse
    TheaterFigurenMuseum | Kolk 14 | 23552 Lübeck | Telefon 0451-78626 | www.theaterfigurenmuseum.de 

     



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