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Glanzlichter der Gemäldegalerie Alte Meister

Der internationale Ruhm der Gemäldegalerie Alte Meister an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) gründet sich auf Meisterwerke wie Raffaels „Sixtinische Madonna“, Giorgiones „Schlummernde Venus“, Vermeers „Bei der Kupplerin“ oder etwa Bellottos Dresdner Stadtansichten. Während der sanierungsbedingten weitestgehenden Schließung des Semperbaus am Zwinger ermöglichen die SKD aktuell dennoch den Zugang zu diesen und anderen Hauptwerken. Die Sonderausstellung „Glanzlichter der Gemäldegalerie Alte Meister“ bietet vom 2. August bis zum 3. November 2019 eine konzentrierte Zusammenschau quer durch Schulen und Epochen des insgesamt rund 3.800 Werke umfassenden Gemäldebestandes. Von der Frührenaissance bis zur Aufklärung sind die wichtigsten Maler wie Lucas Cranach der Ältere, Albrecht Dürer, Andrea Mantegna, Tizian, Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn oder Nicolas Poussin vertreten. Die Schau spiegelt den Geschmack der sächsischen Kurfürsten wider und gibt einen Überblick über die Sammlungs- und Galeriegeschichte.

Die Anfänge der Gemäldegalerie Alte Meister liegen in der Kunstkammer des Kurfürsten August I. von Sachsen (1526–1586). Ab 1560 sammelte er Kuriositäten aus den Gebieten der Natur, der Kunst, des Handwerks und des technischen Instrumentenbaus. Die Kurfürsten des 17. Jahrhunderts erwarben bereits bedeutende Bilder. Doch Friedrich August I. (1670–1733), Kurfürst von Sachsen und als August II. König von Polen, intensivierte seine Sammlungstätigkeit in nie dagewesenem Umfang. Im großen Stil erwarb er neben römischen Antiken, ostasiatischem Porzellan und Meisterwerken der Schatzkunst auch kostbare Gemälde, die er in Italien und in den Niederlanden beschaffen ließ. Beispielsweise gelangte die von Giorgione unter Mitwirkung Tizians ausgeführte „Schlummernde Venus“ 1699 durch den Amsterdamer Kunsthändler Charles Le Roy als eines von 15 Werken in die kurfürstliche Kunstkammer.

1718 ließ August II. erstmals einen eigenen Galerieraum im Johanneum am Jüdenhof einrichten. Aufgrund von veränderten Bedürfnissen und den Erfordernissen des 19. Jahrhunderts wurde 1838 der Architekt Gottfried Semper (1803–1879) für einen neuen Museumsbau beauftragt. Nach Sempers Plänen entstand 1855 die Galerie am Zwinger als zu ihrer Zeit hochmoderner Museumsbau. Architektur und Kunstschätze verschmolzen hier zu einer Einheit, wie sie selten zu sehen war. Diese Wirkung verdankt sich sowohl der zielgerichteten Sammeltätigkeit von August dem Starken und seines Sohnes August III., als auch dem sensiblen Gespür Sempers für museale Inszenierung. Sempers wegweisender Bau übte somit einen großen Einfluss auf die nachfolgende Museumsarchitektur in ganz Europa aus.

Seit 2013 wird der Semperbau am Zwinger umfangreich und in mehreren Etappen renoviert. Bauphysikalische Faktoren und altersbedingte Verschleißerscheinungen machten eine komplette Sanierung des Gebäudes notwendig. Grundlage des aktuellen Umbaus bildet die Anlehnung an das ursprüngliche Museumskonzept Sempers. Bei der Sanierung bleibt die historische Grundstruktur des Gebäudes bestehen, optimiert werden die Bereiche Besucherführung, Fluchtwege und Barrierefreiheit sowie Raum- und Klimatechnik. Trotz intensiver Umbauarbeiten ermöglichten die SKD stets einen Zugang zu den Meisterwerken der Gemäldesammlung in paralleler Teilöffnung des Ostflügels, der in der ersten Bauphase bis 2015 erfolgreich erneuert wurde.

Ursprünglich angedacht sollte die Interimsausstellung „Glanzlichter“ bereits zum 12. Juli 2019 eröffnen. Auf Grund von unvorhergesehenen eingeschränkten Ressourcen der Fachfirmen hat sich die Ausführung von Teilen der Arbeiten geringfügig verzögert.

In der letzten Phase der Bauarbeiten muss der Semperbau vom 4. November bis zum 6. Dezember 2019 erneut vollständig geschlossen werden, bevor die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung bis 1800 am 7. Dezember 2019 im frisch sanierten Gebäude eröffnen werden.

Informationen zur Sonderausstellung „Glanzlichter der Gemäldegalerie Alte Meister“ gibt es unter:

https://gemaeldegalerie.skd.museum/ausstellungen/glanzlichter-der-gemaeldegalerie-alte-meister/








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  • Giorgione/Tizian, Die schlummernde Venus, um 1508/10, Gemäldegalerie Alte Meister, © SKD, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut
    Giorgione/Tizian, Die schlummernde Venus, um 1508/10, Gemäldegalerie Alte Meister, © SKD, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut
    Staatliche Kunstsammlung, Dresden
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