• Menü
    Stay
Schnellsuche

ALEC SOTH PHOTOGRAPHY IS A LANGUAGE

Noch bis 30. August 2020!

Der Amerikaner Alec Soth zählt seit einigen Jahren zu den wichtigsten Fotografen weltweit. Mit der Serie Sleeping by the Mississipi wurde er 2004 schlagartig berühmt: In die Fußstapfen von Robert Frank tretend, dokumentierte der Künstler auf seinem Roadtrip entlang des Mississippi das amerikanische Leben – subjektiv, mit viel Poesie und Melancholie. Soths fotografisches Werk – er ist Mitglied der renommierten Agentur Magnum Photos – findet sich seither in allen namhaften Ausstellungshäusern und Fotografie-Institutionen. Seine Personale im KUNST HAUS WIEN kann als Österreichpremiere bezeichnet werden: Soths bekannteste Serien Sleeping by the Mississippi (2004), Niagara (2006), Broken Manual (2010) und Songbook (2014) sind erstmals in Wien zu sehen, ebenso seine jüngste Arbeit I Know How Furiously Your Heart Is Beating (2019). Mit dieser verdichteten Porträtserie hat der Künstler nach einer einjährigen Schaffenspause erneut Furore gemacht.

Alec Soths fotografisches Werk besticht durch seine poetische Bildsprache. Soth gelingt es virtuos, vorstädtische und ländliche Gegenden in den USA, Menschen und Situationen ins Bild zu setzen. Seine groß angelegten Serien können als Fallstudien der US-amerikanischen Gesellschaft gelesen werden. Soths Fotografien geben Einblick in das Leben gewöhnlicher wie auch manch ungewöhnlicher Menschen; sein Interesse gilt der breiten Mittelschicht abseits der Metropolen sowie Menschen am Rande der Gesellschaft.

Der thematische Zugang von Soth ist von einem philanthropischen Interesse geprägt. Er bedient sich einer dokumentarischen Herangehensweise, wobei er sich von seinem poetischen Blick leiten lässt. Seine in großen Serien zusammengefassten Fotografien bewegen sich zwischen Realität und Fiktion und entwickeln eine außergewöhnliche narrative Kraft. Manche Aufnahmen sind schon allein aufgrund ihres Sujets poetisch, wirken malerisch, sind bisweilen romantisch aufgeladen, etwa wenn Soth die Niagarafälle in all ihrer Pracht ablichtet. Aber auch den konkreten Darstellungen von Menschen und Orten wohnt stets etwas Träumerisches, Entrücktes inne. Der Blick der Dargestellten spielt dabei wohl eine ebenso gewichtige Rolle wie das Licht, in das die Schauplätze getaucht sind. In Soths Aufnahmen spiegeln sich Vorstellungen von Lebenssituationen oder (Liebes-)Beziehungen wider, wie sie im amerikanischen Film, in Literatur und Musik geprägt wurden. In seinen vielfach ausgezeichneten Fotobüchern werden die fotografischen Arbeiten von Essays, Kurzgeschichten oder Auszügen aus Songtexten von verschiedenen AutorInnen (etwa dem Pulitzer-Preisträger Richard Ford) begleitet. Sie tragen zur Gesamterzählung bei und unterstreichen die sehnsuchtsvolle, mitunter melancholische Tendenz, die den eigenwilligen Reiz der Aufnahmen ausmacht.

Soth schafft außergewöhnlich eindringliche Porträts von Menschen und Orten. In seiner einzigartigen fotografischen Sprache erzählt er von großen Gefühlen wie Liebe und Einsamkeit und reflektiert weitreichende gesellschaftspolitische Themen, etwa wenn er AussteigerInnen oder AußenseiterInnen der US-amerikanischen Gesellschaft porträtiert. In seinen Bildern widerhallen zutiefst menschliche Sehnsüchte und Bedürfnisse, sie erzählen von trivialen wie von komplexen Lebensrealitäten, von physischen und psychischen Landschaften gleichermaßen.

BIOGRAFIE
Geboren wurde Alec Soth 1969 in Minneapolis, Minnesota, wo er auch lebt. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u. a.: Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg (2018); London Science Museum, London (2015); The Finnish Museum of Photography, Helsinki (2016–2017); Detroit Institute of Arts, Detroit, Michigan (2016); Museo de Bogotá (2013); Walker Art Center, Minneapolis, Minnesota (2010); Fotomuseum Winterthur (2008); Jeu de Paume, Paris (2008). Werke von Alec Soth befinden sich u. a. in folgenden Sammlungen: Art Collection Deutsche Börse, Frankfurt am Main; Los Angeles County Museum of Art; Museum of Contemporary Art, Chicago; Museum of Modern Art, New York; The Museum of Fine Arts, Houston; San Francisco Museum of Modern Art; Walker Art Center, Minneapolis; Whitney Museum of American Art, New York. Weitere Informationen zum Künstler finden Sie auf seiner Website unter alecsoth.com/photography






  • Ernst Leitz
    Eine Notiz im Werkstattbuch belegt: Spätestes im März 1914 – vor genau 100 Jahren also...
  • 27.02.2020 - 16.08.2020
    Ausstellung »

    Street.Life.Photography
    Street Photography aus sieben Jahrzehnten

    Ausstellungsort                      KUNST HAUS WIEN
    Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien
    Kuratorin                                Sabine Schnakenberg (Haus der Photographie / Deichtorhallen Hamburg),
    Verena Kasar-Eisert (KUNST HAUS WIEN)
    Ausstellungsdauer                 11. September 2019 – 16. Februar 2020
    Öffnungszeiten                      Täglich 10 – 18 Uhr

    www.kunsthauswien.com
    www.facebook.com/kunsthauswien/
    www.instagram.com/kunsthauswien_hundertwasser/

     



Neue Kunst Ausstellungen
LETZTER TAG DER
Am letzten Tag der Anselm Kiefer Ausstellung Für Walther von...
ANDY WARHOL EXHIBITS a
Ausstellungskünstler, Installationskünstler oder doch...
INGEBORG STROBL. GELEBT
Ingeborg Strobls Arbeit steht in der Tradition konzeptueller...
Meistgelesen in Ausstellungen
ORF MUSEUMSZEIT
Vom 3. bis 10. Oktober gibt es im Rahmen der „ORF-...
Sussi Hodel - DEEP, eine
Zum ersten Mal zeigt unsere Galeristin und Kuratorin ihre...
MAKING HISTORY Hans Makart und
Das 1881 für die Hamburger Kunsthalle erworbene Hauptwerk von...
  • ALEC SOTH PHOTOGRAPHY IS A LANGUAGE
    Kunst Haus Wien Museum Hundertwasser