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Das Piet Mondrian Conservation Project, 2019–2021

«Unsere Partnerschaft mit La Prairie ist Katalysator für Innovation und Impuls für einen spannenden kreativen Dialog. Mit dieser Patenschaft bündeln La Prairie und die Fondation Beyeler ihre Kräfte für das Piet Mondrian Conservation Project mit dem Ziel, die Bedeutung der Konservierung von Kunst zu beleuchten. Arbeit auf höchstem Qualitätsniveau gehört zur DNA der Fondation Beyeler. Wir streben immer nach Perfektion. Und genauso auch La Prairie», sagt Ulrike Erbslöh, Kaufmännische Direktorin der Fondation Beyeler.

Das Restaurierungsprojekt wird mit einer Serie von sechs Video-Episoden dokumentiert, die exklusiv auf der Webseite von La Prairie verfügbar sind und die eindrücklich veranschaulichen, wie wichtig Kunstrestaurierung für heutige und zukünftige Generationen ist.

Website
Das gesamte Piet Mondrian Conservation Project wird umfassend auf der Website dokumentiert. Hier sind der aktuelle Forschungsstand der einzelnen Werke sowie reichhaltiges Bildmaterial einsehbar. Neueste Forschungsergebnisse werden hier regelmässig veröffentlicht. Besonders erwähnenswert sind die «technical-imaging Bilddateien», die auf der Website veröffentlicht sind. Interessierte Besucher*innen der Website können sich hier von allen sieben Sammlungswerken hochaufgelöste fotografische Gesamtaufnahmen, im Auflicht, Streiflicht, Durchlicht und unter UV- und Infraroten sowie Röntgenstrahlung angefertigten Aufnahmen anschauen. Dieses Material ist essenzieller Bestandteil der wissenschaftlichen Dokumentation und dient anderen Wissenschaftlern als erste Anlaufstelle für Vergleichsmaterial. Zudem werden Episoden Videos über den Künstler, die einzelnen Werke und die Arbeit der Restaurator*innen gezeigt.

fondationbeyeler.ch/pietmondrianconservationproject

Das Piet Mondrian Conservation Project wird vom Restauratorenteam der Fondation Beyeler, Markus Gross (Leiter Restaurierung), Friederike Steckling (Restauratorin) und Cathja Hürlimann (Assistenz-Restauratorin), durchgeführt.

Weiterführende Informationen
Die sieben Piet-Mondrian-Werke der Sammlung Beyeler Die Fondation Beyeler besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen von Piet-Mondrian-Gemälden in der Schweiz. Insgesamt sind es drei wichtige Frühwerke und vier Gemälde, die zu den späten Klassikern zählen. Mondrians Entwicklung von der Figuration zur Abstraktion lässt sich anhand dieser sieben Bilder besonders anschaulich nachvollziehen. Die Gemälde Eukalyptus (1912) und Composition No. XVI (Compositie I, Arbres) (1912/13) lassen noch Bäume als Motiv erahnen, Composition No. VI (Compositie 9, Blue Façade) (1914) wiederum nimmt Bezug auf die Seitenwand eines Gebäudes, auf der ein abgebrochenes Nachbarhaus Spuren hinterlassen hat. Tableau No. I (1921–1925) zeigt eine Anordnung von Farbflächen, die von schwarzen Linien eingefasst sind. In den späteren Bildern Composition with Yellow and Blue (1932) und Composition with Double Line and Blue (1935) entfalten sich spannungsvolle Beziehungen zwischen den Linien, die flächiges Weiss und farbige Zonen umschliessen. Lozenge Composition with Eight Lines and Red (Picture No. III) (1938) wirkt wie ein Ausschnitt aus einem viel grösseren Bild. Hier entsteht der Eindruck, dass sich die Linienkonstruktionen ausserhalb des Bildfeld ins Unendliche fortsetzen.

Der Künstler – Piet Mondrian
Piet Mondrian (1872–1944) ist einer der bedeutendsten Maler der Moderne und zählt zu den Begründern der abstrakten Kunst. Er lebte und arbeitete in den Niederlanden, Paris und – nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs – in London und den USA. Konsequent hat er seine Kunst von figurativen Anfängen hin zu radikaler Abstraktion entwickelt. In seinem Frühwerk widmete er sich der Landschaftsmalerei, wobei er zunächst stark vom impressionistischen Stil der Haager Schule, ab 1908 von den Gemälden Vincent van Goghs und der Fauvisten beeinflusst wurde. Nachdem er 1911 mit der Malerei Georges Braques und Pablo Picassos in Berührung gekommen war, zeigten seine Werke ausgeprägt kubistische Stilmerkmale. 1917 war Mondrian Gründungsmitglied der Künstlervereinigung De Stijl und einer Zeitschrift gleichen Namens. In seiner Schrift Le Néo-Plasticisme (1920) formulierte Mondrian die Grundprinzipien der von ihm ausgerufenen Stilrichtung des Neo-Plastizismus, nach denen er ab den 1920er-Jahren streng geometrische Kompositionen mit charakteristischen Rasterstrukturen und rechteckigen Flächen in den Primärfarben schuf. So gelangte er zu dem, was für ihn die Essenz des Bildes an sich ausmachte: Linie und Fläche, basierend auf Schwarz und Weiss sowie den drei Grundfarben Blau, Gelb und Rot. Unter dem Einfluss neuer, vor allem auch musikalischer Eindrücke entstanden schliesslich ab 1940 im Exil mosaikartig aufgelockerte Werke.

Umfangreiche Piet-Mondrian-Ausstellung 2022 in der Fondation Beyeler
Im Sommer 2022 widmet die Fondation Beyeler dem jungen Piet Mondrian eine Ausstellung. Sie zeichnet den faszinierenden Weg des Künstlers vom Landschaftsmaler zum Schöpfer jener radikalen und konzentrierten Bildkompositionen aus Linien, Flächen und Farben nach, die ihn berühmt gemacht haben und zu einem der bedeutendsten Künstler der Moderne werden liessen.

Über La Prairie
La Prairie ist Marktführer im Bereich der Luxushautpflege und rund um den Globus in 90 Ländern vertreten. La Prairie ist jedoch nicht nur Synonym für Luxus: Der Name steht für Innovation, Leistung, hochstehende Kundenbetreuung und Swissness – Reinheit, Präzision, Innovation und Handwerkskunst, die das Land auszeichnen, in dem die Marke 1978 entstanden ist. Auf der Suche nach zeitloser Schönheit setzt La Prairie auf die höchsten Standards moderner Technologie und kombiniert diese mit edlen Rezepturen und eleganter Verpackung – und macht so aus Wissenschaft Kunst.






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  • Das Restauratorenteam der Fondation Beyeler bei der Arbeit: Piet Mondrian, Lozenge Composition with Eight Lines and Red (Picture No. III), 1938, Composition with Double Line and Blue, 1935, Tableau No. I, 1921–1925, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, © Mondrian/Holtzman Trust c/o HCR International Warrenton, VA USA; Foto: Mark Niedermann
    Das Restauratorenteam der Fondation Beyeler bei der Arbeit: Piet Mondrian, Lozenge Composition with Eight Lines and Red (Picture No. III), 1938, Composition with Double Line and Blue, 1935, Tableau No. I, 1921–1925, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, © Mondrian/Holtzman Trust c/o HCR International Warrenton, VA USA; Foto: Mark Niedermann
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