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Sammlung Goetz

KINO DER KUNST I Bildende Kunst auf der Kinoleinwand I Verbotene Schönheit

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    KINO DER KUNST I Bildende Kunst auf der Kinoleinwand I Verbotene Schönheit
    27.10.2020 - 01.11.2020
Sammlung Goetz

Warum ist formale Schönheit in der Gegenwartskunst verpönt ? Wegen Indifferenz oder Kitschverdacht, die aktuelle Probleme kaschieren, aber nicht angehen wollen ? Unter dem Titel Verbotene Schönheit zeigt die diesjährige Ausgabe des Münchner Künstlerfilmfestivals KINO DER KUNST vom 27. Oktober bis 1. November, dass soziale und politische Brennpunkte wie Migration, Rassismus, Naturzerstörung oder Klimawandel auch ästhetisch verhandelt werden können. Politische Kunst muss nicht formal unauffällig, Kritisches kann auch in Schönheit verpackt sein.

„In der Gegenwartskunst gibt es angesichts zunehmender politischer und gesellschaftlicher Krisen einen Mainstream von politisiertem Realismus und gutgemeinter Politkunst. Gegen den Strom einer solchen 'ästhetischen Korrektheit' schwimmt die diesjährige vierte Ausgabe von KINO DER KUNST“, so der künstlerische Leiter Heinz Peter Schwefel.

Mehr als 40 kurze und lange Spielfilme von bildenden Künstlern aus fast 30 Ländern beweisen im Internationalen Wettbewerb mit zahlreichen Europa- und Weltpremieren auf der großen Leinwand, wozu filmische Kunstwerke mit formaler Innovation und hochästhetischer Bildsprache in der Lage sind. In Matthew Barneys neuestem Film Redoubt etwa schichten sich amerikanische, klassische und kosmische Mythen zu einer in wunderbaren Naturbildern erzählten Menschheitsgeschichte. Die israelische Künstlerin Yael Bartana übersetzt in The Undertaker subtil Militarismus in ein ästhetisches Plädoyer für den Pazifismus. Cao Fei, eine der innovativsten Künstlerinnen Chinas, lässt in Asia One die Choreographie traditioneller China-Oper und eine arbeiterlose Roboterfabrik aufeinandertreffen - Sozialdokumentation als zeitnahe Science-Fiction. Der vielfach preisgekrönte Brite Isaac Julien bleibt seinem langjährigen Hauptthema, der Unterdrückung der schwarzen Minderheit, in Lessons of the Hour treu, einem poetischen Bilderbogen über das Leben und die Epoche von Frederick Douglass (1818-1895), dem visionären afroamerikanischen Abolitionisten und ehemaligen Sklaven. Kudzanai Chiurai, in Zimbabwe geboren und in Südafrika lebend, erzählt in We Live in Silence Kapitel der Kolonialgeschichte neu, Tripoli Cancelled von Naeem Mohaiemen aus Bangladesch denunziert humorvoll die Absurdität moderner Mobilität.

Ergänzt wird das Programm durch Artist Talks, die in Zusammenarbeit mit Brandhorst Museum und Pinakothek der Moderne vor Publikum stattfinden, etwa mit Camille Henrot oder Omer Fast, einen Pitch für europäische Nachwuchskünstler sowie ein prominent besetztes Symposium "The Art of the Moving Image in Digital Times" über neueste Streaming Trends in der Kunst. Dazu kommen online ein Dutzend Videointerviews zum Thema Schönheit im eigenen Werk, etwa mit Matthew Barney, Cao Fei, Isaac Julien, Tuan Andrew Nguyen oder Alexandre Singh.

Vorsitzender der Internationalen Jury, die über zwei Hauptpreise in Höhe von 20.000 € entscheidet, ist der italienische Regisseur Luca Guadagnino, bekannt für hochästhetische und dennoch gesellschaftliche Tabus berührende Kinofilme wie A Bigger Splash oder Call Me By Your Name.

KINO DER KUNST wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissen- schaft und Kunst, der Kirch Stiftung, der Edith-Haberland-Wagner Stiftung, der Biehler von Dorrer Stiftung, der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz, dem Auswärtigen Amt, der BMW AG, der Saffer Wein GmbH, der Schwarz-Außenwerbung GmbH und der B.O.A. Video Filmkunst GmbH.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München, der Akademie der Bildenden Künste München, dem Museum Brandhorst, der Pinakothek der Moderne, dem Espace Louis Vuitton München, dem Haus der Kunst, der Sammlung Goetz, dem Neuen Museum Nürnberg, dem BNKR – current reflections on art and architecture, den City Kinos und der Theatiner Filmkunst sowie dem Museum Villa Stuck, dem Lenbachhaus München, dem Kunstraum München, dem Maximiliansforum und der Kunsthalle München.

Wir danken dem Hotel Bayerischer Hof München, LOVAAS Projects und dem Freundeskreis der HFF München für die freundliche Unterstützung.
 






  • Das Migros Museum setzt sich seit 1996 für Gegenwartskunst ein, für die Produktion, das...
  • 27.10.2020 - 01.11.2020
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    • Donnerstag & Freitag: 14 – 18 Uhr
    • Samstag: 11 – 16 Uhr
    • Sonntags und an Feiertagen geschlossen

    Besuch nur innerhalb der Öffnungszeiten nach Anmeldung auf unserer Webseite unter http://www.sammlung-goetz.de/slg/ oder telefonisch.



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