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Ketterer Kunst

Ausstellung: Aus der Sammlung Hildegard und Ferdinand Kosfeld

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    Ausstellung: Aus der Sammlung Hildegard und Ferdinand Kosfeld
    19.12.2020 - 31.01.2021
Ketterer Kunst

Berlin, 24. November 2020 (kk) – Kultur ist ihre Leidenschaft: Das Ehepaar Hildegard und Ferdinand Kosfeld liebt die bildende Kunst genauso wie die klassische Musik. Nach dem Tode der Wahlberliner soll das eine dem anderen zugute kommen, denn dann werden insgesamt 15 Werke Emil Schumachers zugunsten der Berliner Philharmoniker versteigert. Ab dem 19. Dezember zeigt Ketterer Kunst bereits zu Lebzeiten des Paares die spannende Sammlung in seiner Berliner Repräsentanz.

Die Ausstellung gewährt einen umfassenden Einblick in das Œuvre Emil Schumachers. Gleichzeitig erzählt sie von der freundschaftlichen Beziehung des Sammlerpaars zum Künstler und seiner Frau. Mitte der 1990er Jahre lernten die Pharmazeutin und der Unternehmer in ihrer Heimatstadt Dortmund Emil Schumacher kennen. In den ver- bleibenden Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1999 standen sie in regem Austausch. Davon berichten handge- schriebene Postkarten Emil Schumachers sowie Fotos von seinen Besuchen im Hause Kosfeld.

„Es ist mir eine große Ehre diese Ausstellung veranstalten zu dürfen und mich damit gleichzeitig für das entgegengebrachte Vertrauen bei Hildegard und Ferdinand Kosfeld zu bedanken“, so Robert Ketterer, Inhaber von Ketterer Kunst. „Ihre Sammlung zeugt von wahrer Passion und Kennerschaft, die denkbar beste Kombination von Eigenschaften im Leben eines Sammlers.“

Der 1912 im westfälischen Hagen geborene Emil Schumacher beginnt im Alter von 20 Jahren ein dreijähriges Studium an der Kunstgewerbeschule in Dortmund. Er ist ab 1935 als freier Maler tätig, 1947 gründet Schumacher mit einigen Kollegen die Künstler- und Ausstellungsvereinigung „junger westen“. Ab 1950 findet ein radikaler Umbruch in Schumachers Werk statt. Er verabschiedet den Gegenstand als Bildmotiv und entscheidet sich für die Ausdruckskraft der Malerei selbst. Die Farbe wird zunehmend zu einem eigenen Bildfaktor. Dieser Wandel vollzieht sich vor dem Hintergrund eines Zeitstils, der von der französischen École de Paris, dem Tachismus und vom amerikanischen Action Painting geprägt ist. Ist die Abstraktion einerseits Zeitzeichen, so wird sie für Schumacher andererseits zum Merkmal seiner persönlichen Handschrift, seines Stils.

Seit der Teilnahme an der documenta III in Kassel 1964 entstehen bis in die 1980er Jahre extrem großformatige Bilder, in denen sich eine eminente malerische Freiheit manifestiert. In Schumachers späten Arbeiten aus den 1990er Jahren, in denen eindeutig gegenständliche Reminiszenzen auftauchen, hat Schumacher den Gegensatz zwischen Abstraktion und Figuration überwunden.

Bereits ab Mitte der 1950er Jahre erfährt er als einer der bedeutendsten Vertreter des Informel weltweit hohe Anerkennung. Sein Werk wird durch zahlreiche internationale Preise ausgezeichnet, von denen die Verleihung des Guggenheim-Awards in New York 1958 nur der Auftakt ist. Im gleichen Jahr wird er als Professor an die Hochschule für bildende Künste in Hamburg berufen, 1966 nimmt er eine Professur in Karlsruhe an und geht 1967 für ein Jahr als Gastprofessor an die Universität in Minneapolis/USA. 1998 ehrt ihn der Bundestag mit einem Auftrag für ein Wandgemälde im Berliner Reichstagsgebäude. Ein Jahr nach den großen Retrospektive in Paris, Hamburg und München stirbt Emil Schumacher am 4. Oktober 1999 in San José.






  • 19.12.2020 - 31.01.2021
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    Vorbesichtigung: 17.-19. und 24.-27. sowie 29. November von 11-17 Uhr bei Ketterer Kunst in Hamburg Saal-Auktion: 30. November bei Ketterer Kunst in Hamburg
    Online Only-Auktion: 22. November - 2. Dezember auf www.ketterer-internet-auktion.de



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