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200 Jahre bayerisch-griechische Freundschaft

Heuer vor 200 Jahren begann der griechische Freiheitskampf. Bayern spielte unter dem damaligen König Ludwig I. eine bedeutende Rolle. Sein Sohn Otto wurde 1832 der erste Monarch des unabhängigen Staates Griechenland. Der Königsplatz und die daran angrenzenden Bauten sind manifeste Zeugnisse dieser historischen Ereignisse. Im Rahmen von „Griechenland 2021“ geht die Sonderausstellung den Spuren der griechischen Revolution in München nach.

Schon als Kronprinz begeisterte sich Ludwig für das alte Griechenland und sammelte antike Skulpturen. 1830 ließ er sie öffentlich in der von Leo von Klenze entworfenen Glyptothek ausstellen. Mit diesem Bauwerk sowie dem nachfolgend angelegten Gebäude der heutigen Antikensammlungen und dem Torbau der Propyläen sollte griechische Architektur möglichst originalgetreu in das neue Athen an der Isar verpflanzt werden.

Ludwigs Philhellenismus und Engagement für den griechischen Freiheitskampf beeinflusst hat der Philologe Friedrich Thiersch. Er war einer der wenigen Kenner der Situation im zeitgenössischen Griechenland und unterstützte die Vorbereitung griechischer Schüler in München auf ein Hochschulstudium. Die kriegerischen Vorgänge im griechischen Teil des Osmanischen Reiches in Nachgang bildlich festgehalten hat der Maler Peter von Hess. Er begleitete König Otto und Königin Amalie auf deren Reise nach Griechenland und schuf ab 1840 einen – heute zerstörten – Zyklus in den Hofgartenarkaden der Münchner Residenz mit Darstellungen aus dem griechischen Freiheitskampf. Erhalten geblieben sind farbige Ölskizzen und Kohlezeichnungen.

Die Ausstellung widmet sich dem spezifisch bayerischen Aspekt des griechischen Freiheitskampfes und seinen Zeugnissen in München. An erster Stelle stehen die Propyläen am Königsplatz. Deren Bauplastik reflektiert mit dynastischem Bezug auf das Haus Wittelsbach die Vorgänge der griechischen Revolution sowie den Aufbau eines neuen Staatswesens unter Otto I. 

Ein Teil der Sonderschau wird im Foyer der Staatlichen Antikensammlungen gezeigt, der andere Teil in den Sälen 1 und 3 der Glyptothek. Die Ausstellung ist eine  Kooperation mit der Stiftung Palladion und findet in Zusammenarbeit mit dem Griechischen Generalkonsulat in München und dem Otto-König-von-Griechenland Museum in Ottobrunn statt.








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