• Menü
    Stay
Schnellsuche

DIE VORNEHMSTEN DER VORNEHMEN SCHRIFTSTELLER*INNENPORTRÄTS AUS DER SAMMLUNG KLEWAN

  • Ausstellung
    06.05.2022 - 29.08.2022
    LEOPOLD MUSEUM »

Erstmalig präsentiert das Leopold Museum anhand ausgewählter Werke die großzügige, rund 600 Werke zählende Schenkung des ehemaligen Galeristen, Verlegers und Kunst- sammlers Helmut Klewan, der im Laufe von fünf Dekaden eine umfassende Sammlung von Schriftsteller*innenporträts in den unterschiedlichsten Medien – vornehmlich Arbeiten auf Papier – zusammengetragen hat.

Das von einem Kunstschaffenden angefertigte Bildnis einer Autorin oder eines Autors ist „ein doppelter Gewinn“, hält Klewan fest, „man hat zwei Fliegen mit einem Schlag.“ Und genau die- se doppelte Lesbarkeit von Schriftsteller*innenporträts steht im Fokus dieser Ausstellung. Wie in einem Vexierbild wechselt das Kunstwerk zwischen den Polen „Dargestellte*r“ und „Darstellende*r“ hin und her. Wenn Salvador Dalí den Schöpfer des unsterblichen Don Quijote zu Papier bringt, steht dann er oder Miguel de Cervantes im Mittelpunkt? Sagt Alfred Kubins Darstellung von Adalbert Stifter mehr über diesen oder doch über ihn selbst aus? Die Aus- stellung enthüllt überraschende Querverbindungen zwischen Literatur und bildender Kunst, spannt auf spielerische Art ein dichtes Netz zwischen den Jahrhunderten, Kontinenten und Kunstdisziplinen und lässt Denkverwandtschaften und Künstler*innenkreise aufleben.

Künstler*innen wie Max Beckmann, Lovis Corinth, George Grosz, Oskar Kokoschka, Isolde Ohlbaum, Emil Orlik, Pablo Picasso, Auguste Rodin oder Félix Vallotton schöpfen aus dem Vollen der Literaturgeschichte, bannen enge Freund*innen oder literarische Heldinnen und Heroen auf Papier oder Leinwand, lassen hinter den dargestellten Köpfen blitzlichtartig fik- tive Welten sichtbar werden und zeigen vor allem den tiefen Respekt, der zwischen Buch und Bild herrscht. Es wird offensichtlich, dass Literatur und bildende Kunst gar nicht an- ders können, als Grenzen zu überwinden und die Welt, statt sie zu verkleinern, vergrößern. Bei aller augenzwinkernden Ausgelassenheit der Schau wird dennoch ein moralischer Grundton der Kunst fühlbar, der als durchaus ernstgemeinter Kommentar auf unsere Zeit nicht überhört werden sollte.






  • 06.05.2022 - 29.08.2022
    Ausstellung »
    LEOPOLD MUSEUM »

    Täglich außer Dienstag: 10–18 Uhr*
    Donnerstag: 10–21 Uhr*
    *Dienstag geschlossen

    Juni, Juli, August täglich geöffnet

    VOLLPREISTICKET € 14,00

     

     



Neue Kunst Ausstellungen
JOANNIS AVRAMIDIS zum
Anlässlich seines 100. Geburtstags werden die bekannten...
„Schmutz und Schund“ aus
Wesentliche Veränderungen prägten die Wende vom 19. zum 20....
Bill Viola
Das Museum der Moderne Salzburg widmet dem US-amerikanischen...
Meistgelesen in Ausstellungen
„Schmutz und Schund“ aus der
Wesentliche Veränderungen prägten die Wende vom 19. zum 20....
Einzigartiger, 2.000 Jahre
Das neue, besondere Objekt, das von Dienstag, 17. Mai bis...
Jasmina Cibic. Most Favoured
Die Arbeiten der in London lebenden Künstlerin und...
  • OSKAR KOKOSCHKA, Mechtilde Fürstin von Lichnowsky, geb. Gräfin von und zu Arco-Zinneberg (1879–1958). Blatt aus der Serie Menschenköpfe, 1916 © Leopold Museum, Wien – Schenkung Helmut Klewan, Foto: Sammlung Klewan © Fondation Oskar Kokoschka/ Bildrecht, Wien 2021
    OSKAR KOKOSCHKA, Mechtilde Fürstin von Lichnowsky, geb. Gräfin von und zu Arco-Zinneberg (1879–1958). Blatt aus der Serie Menschenköpfe, 1916 © Leopold Museum, Wien – Schenkung Helmut Klewan, Foto: Sammlung Klewan © Fondation Oskar Kokoschka/ Bildrecht, Wien 2021
    LEOPOLD MUSEUM
  • MAX OPPENHEIMER, Arthur Schnitzler (1862–1931), 1912 © Leopold Museum, Wien – Schenkung Helmut Klewan, Foto: Leopold Museum, Wien/ Manfred Thumberger
    MAX OPPENHEIMER, Arthur Schnitzler (1862–1931), 1912 © Leopold Museum, Wien – Schenkung Helmut Klewan, Foto: Leopold Museum, Wien/ Manfred Thumberger
    LEOPOLD MUSEUM