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Francesco Clemente

  • Ausstellung
    27.07.2022 - 30.10.2022
    Albertina »

In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts antworten Künstler:innenin einer ganze Reihe an Ländern mit einem neuen expressiven Gestus in der Malerei. Nach Jahren der Enthaltsamkeit, des Minimalismus und der Konzeptkunst sehen wir das Aufkomm einer neuen Farb-und Bildsprache. Ein Hunger nach Bildern fördert diese nunmehreigenständigen und exklamatorischen Ausdrucksformen. In Italien kann eine eigenständige Bewegung beobachtet werden, die ebenfalls auf die Figuration zurückgreift, jedoch die unmittelbare Expressivität des Künstlers unterdrückt. Es ist eine Strömung, die ihren Namen nach einer Ausstellung erhält: die Transavanguardia.

Francesco Clemente ist ein typischer Vertreter der Transavanguardiaund doch wohnt ihm eine eigene, unverwechselbare Bildsprache inne. Ihn interessiert neben seiner italienischen Herkunft und seiner sehr frühen neuen Heimat, den USA, auch der ferne Osten und seine Kunst. Er bereist Afghanistan und Indien wird zum alljährlichen, fixen Ziel seiner Reisen. Hier lernt er Menschen, Kultur, deren Volkskunst und Mythen kennen, die ihm Quelle seiner künstlerischen Ideen sind. Die mediale Vielfalt ist ein weiteres Merkmal des Künstlers. Neben der Lithografie und der Druckgrafik gibt es die Tuschzeichnung, das Gemälde oder auch Fresken in seinem umfassenden Schaffen.Die Ausstellung zeigt einen weiteren, spannenden Schwerpunkt seines Wirkens: Das Selbstporträt. Die Selbstthematisierung, die das vergrößerte Auge als Symbol für den Blick ins Innere zeigt, ist ein wiederkehrendes Thema bei Francesco Clemente.Die Ausstellung zählt zu den Höhepunkten des Ausstellungsjahres 2022 der ALBERTINA. Neben der einnehmenden Kunst, die hier gezeigt wird, gibt es noch eine weitere Besonderheit: Es ist eine Ausstellung, die von Rafael Jablonka, dem Galeristen und großen Sammler und Mäzen kuratiert wurde. Gehängt wurde sie jedoch vom Künstler selbst. „Francesco Clemente ist es gelungen, eine ganz besondere Art der Präsentation zustande zu bringen, die ich nicht nur bewundere, sondern von der ich auch viel gelernt habe. Ich hoffe es dem Publikum genauso geht wir mir: Man taucht in die alte Welt der Mythen ein und kommt am Ende des Tages geläutert in der Gegenwart an“, so ALBERTINA-Direktor Klaus Albrecht Schröder.

FRANCESCO CLEMENTEDer 1952 in Neapel geborene Francesco Clemente ist in Italien schon Anfang der 1970er-Jahre einer der herausragenden Künstler seiner Generation. Er zählt zu den Hauptvertretern der Transavanguardia, einer jener Gegenströmungen zu Minimalismus und Konzeptkunst, die mit einer Rückkehr zur figurativen Kunst und Farbigkeit, zur Symbolik, Mystik und Mythologie einhergehen. Anfang der 1980er-Jahre lässt sich Clemente in New York nieder, kehrt jedoch regelmäßig nach Italien zurück. Seine Reisen an die verschiedensten Orte der Welt, etwa nach Afghanistan und Brasilien, sowie wiederholte längere Aufenthalte in Indien beeinflussen nicht nur sein Werk, sondern auch ihn selbst und sein gesamtes Denken.

FRANCESCO CLEMENTEDer 1952 in Neapel geborene Francesco Clemente ist in Italien schon Anfang der 1970er-Jahre einer der herausragenden Künstler seiner Generation. Er zählt zu den Hauptvertretern der Transavanguardia, einer jener Gegenströmungen zu Minimalismus und Konzeptkunst, die mit einer Rückkehr zur figurativen Kunst und Farbigkeit, zur Symbolik, Mystik und Mythologie einhergehen. Anfang der 1980er-Jahre lässt sich Clemente in New York nieder, kehrt jedoch regelmäßig nach Italien zurück. Seine Reisen an die verschiedensten Orte der Welt, etwa nach Afghanistan und Brasilien, sowie wiederholte längere Aufenthalte in Indien beeinflussen nicht nur sein Werk, sondern auch ihn selbst und sein gesamtes Denken.

Die Idee zu dieser einzigartigen Personale stammt von Rafael Jablonka, der der Albertina gemeinsam mit seiner Frau Teresa ihre bedeutende Sammlung als Dauerleihgabe übergeben hat. Diese beinhaltet auch wichtige Werke von Francesco Clemente, dem Rafael Jablonka schon lange als Kunstliebhaber, Sammler und Freund nahesteht. Er hat diese Ausstellung in enger Abstimmung mitdem Künstler konzipiert.

DER AUFBRUCH DES ARGONAUTEN
Der Aufbruch des Argonauten ist Francesco Clementes erstes Künstlerbuch. Er beginnt 1983 mit der Arbeit an dem Projekt und schafft zur Ausgestaltung jeder Text-Doppelseite 48 Lithografien. Der zu illustrierende Text stammte von Alberto Savinio (1891–1952). Savinio, eigentlich Andrea de Chirico, war eine bedeutende Figur der italienischen Avantgarde. Er war Komponist, Bühnenautor, Schriftsteller und wie sein Bruder Giorgio de Chirico Maler. Savinio wurde in Athen geboren und sprach Griechisch. Während des Ersten Weltkriegs wurde er als Dolmetscher nach Griechenland geschickt. Der Aufbruch des Argonauten ist ein Bericht über seine Reise mit Zug und Schiff: Von Ferrara aus, wo Savinio eine Zeitlang stationiert war, ging es nach Thessaloniki, wo er letztlich mobilisiert wurde. Mit dem Titel bezieht Savinio sich auf die Argonauten, eine Gruppe von Helden aus der griechischen Mythologie. In den Jahren vor dem Trojanischen Krieg begleiteten sie Jason auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, dem Fell eines geflügelten Widders, das nicht nur mit Macht und Reichtum, sondern auch mit Alchemie in Verbindung gebracht wurde.

Savinios Text steckt voller verschrobener Gedanken und kultureller Bezüge, verwendet aber auch eine bildreiche Sprache. Die Illustrationen Clementes geben diese jedoch nicht direkt wieder, sondern vermitteln Überlegungen zu Fokus, Bewegung, Symmetrie und Wachstum. Selbstporträts und Masken deuten auf innere Visionen und geistige Arbeit hin. Die Textseiten sind farbig gedruckt, die Lithografien dagegen in Schwarz und Weiß. Die hier gezeigte Werkgruppe besteht sowohl aus Lithografien als auch aus Zustandsdrucken und beschreibt den kreativen Prozess, der beim Zustandekommen des Buches im Spiel war.






  • 27.07.2022 - 30.10.2022
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    Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
    Mittwoch 10.00 bis 21.00 Uhr

     

    Erwachsene 11,90



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  • Francesco Clemente Hermaphrodite, 1985 Gouache auf handgefertigtem pondicherry Papier ALBERTINA, Wien – The JABLONKA Collection © Francesco Clemente
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    Albertina
  • Francesco Clemente Self-Portrait in White, Red and Black I, 2008 Pastell auf Papier ALBERTINA, Wien – The JABLONKA Collection © Francesco Clemente
    Francesco Clemente Self-Portrait in White, Red and Black I, 2008 Pastell auf Papier ALBERTINA, Wien – The JABLONKA Collection © Francesco Clemente
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  • Francesco Clemente Self-portrait with eyes, 2002 Öl auf Leinwand ALBERTINA, Wien – The ESSL Collection © Francesco Clemente
    Francesco Clemente Self-portrait with eyes, 2002 Öl auf Leinwand ALBERTINA, Wien – The ESSL Collection © Francesco Clemente
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